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DLG prüft gute Haltbarkeit und sichere Lesbarkeit von Ohrmarken: Halten sie ein Leben lang?

Die Kennzeichnung von Tieren hat einen sehr hohen Stellenwert in der Tierhaltung und Erzeugung von Lebensmitteln. Die Gesetzgebung fordert, dass ein Tier jederzeit identifizierbar ist und sein Weg von der Geburt bis zum Tod nachvollzogen werden kann. Zunehmend wird dabei auf die elektronische Kennzeichnung gesetzt, wie beispielsweise in der zum 1. Januar 2010 in Kraft getretenen EU-Verordnung zur Kennzeichnung von Schafen und Ziegen. Der Tierhalter ist verpflichtet, die Tiere lückenlos zu kennzeichnen. Dafür stehen ihm verschiedene Kennzeichen zur Verfügung: Die Plastikohrmarke, die mit einer lesbaren Nummer und teilweise zusätzlich mit einem maschinenlesbaren Strichcode bedruckt ist und die elektronische Ohrmarke, die im Wesentlichen einen elektronischen Speicher enthält, in dem die Nummer der Ohrmarke abgelegt ist. Diese Ohrmarken sind in der Regel auch mit der Nummer bedruckt, so dass sie ggf. auch visuell abgelesen werden können. Alternativ zur elektronischen Ohrmarke kann auch ein Injektat eingesetzt werden, das unter die Haut des Tieres (subkutan) injiziert wird. Diese Art der Kennzeichnung ist jedoch nicht zulässig beim Lebensmittel liefernden Tier. Bei Wiederkäuern kann auch ein Bolus eingesetzt werden, der in den Magen appliziert wird und dort verbleibt. Injektat und Bolus enthalten ebenfalls einen elektronischen Speicher mit der Nummer des Tieres.

Von einer sicheren Verwendung von Kennzeichen bei Tieren wird eine gute Haltbarkeit und sichere Lesbarkeit verlangt. Beides prüft das Testzentrum Technik und Betriebsmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) in seinem Labor in Groß-Umstadt. Das Prüflabor verfügt über modernste Technik und wurde im Dezember 2009 erfolgreich für die Tests von Tierkennzeichen akkreditiert. Die DLG testet sowohl Plastikohrmarken als auch elektronische Kennzeichen nach den international anerkannten ISO-Normen und Standards von ICAR (International Committee for Animal Recording) und von JRC (Gemeinschaftliche Forschungsstelle der EU-Kommission). Damit ist das DLG-Testzentrum weltweit das einzige Labor, das sowohl Haltbarkeitsprüfungen als auch elektronische Tests „aus einer Hand" anbietet.

Interessenten erhalten weitere Informationen beim DLG-Testzentrum Technik und Betriebsmittel, Ansprechpartnerin ist Frau Susanne Gäckler, Tel. 069/24788-638, E-mail: S.Gaeckler[at]DLG.org.

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Rubrik:
DLG Testberichte

Artikel eingestellt am:
14.3.2010, 9:01

Quelle:
DLG e.V.
www.dlg.org

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