Anzeige:
 
Anzeige:

Moderne Pflanzenschutztechnik nutzen: 15. Fachtagung Land.Technik für Profis

Info_Box

Artikel eingestellt am:
04.3.2016, 18:27

Quelle:
DLG e.V.
www.dlg.org

1 Bild zum Artikel:
Bildklick blendet Galerie ein.
Anzeige:
Anzeige:

Mit der heute verfügbaren modernen Pflanzenschutztechnik können Landwirte die aktuellen Herausforderungen zum Schutz von Umwelt, Anwender und Produkt meistern, so der Tenor der 15. Fachtagung „LAND.TECHNIK FÜR PROFIS“ der Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik im VDI (VDI-MEG) und der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) am 17. und 18. Februar 2016. Rund 270 Experten aus Wissenschaft, Industrie, Beratung und Praxis gingen im Hause des Landmaschinenherstellers Lemken in Alpen (Niederrhein) auf die aktuellen Anforderungen im Pflanzenschutz sowie auf neueste Entwicklungen bei der Geräte- und Applikationstechnik ein.

Ein Themenspektrum, das derzeit im Fokus vieler Ackerbaubetriebe steht, wie der VDI-MEG-Vorsitzende Prof. Dr. Peter Pickel und DLG-Vorstandsmitglied Hubertus Paetow in ihren Eröffnungsansprachen betonten. Der Schutz von Umwelt, Anwender und Produkt bis hin zum Verbraucher habe im modernen Pflanzenschutz heute den gleichen Stellenwert wie die Wirksamkeit der Mittel.
Neueste Trends im Bereich der Pflanzenschutztechnik werden nicht mehr nur durch die Innovationskraft der Landmaschinenhersteller bestimmt, sondern in zunehmendem Maße von der Öffentlichkeit respektive auch von den Zulassungsbehörden von Pflanzenschutzmitteln. Beim modernen Pflanzenschutz muss es daher darum gehen, die verwendeten Wirkstoffe in der richtigen Menge genau an den richtigen Ort zu bringen und so eine maximale Effizienz zu erreichen. Gleichzeitig gilt es, die Umwelt möglichst wenig zu belasten. Die Tagung hat nach Angaben der Veranstalter deutlich gezeigt, dass dies mit der heute vorhandenen Technik machbar ist. Die mit immer ausgefeilteren Lösungen ausgestatteten Geräte sind in der Lage, Restmengen zu vermeiden, Verunreinigungen in den Behältern zu beseitigen, dem Anwenderschutz Rechnung zu tragen, Abdrift zu minimieren und einzelne Teilbreiten, oder sogar einzelne Düsen, an genau der richtigen Stelle automatisch an- und auszuschalten.

Über alle Spritzsysteme hinweg sind heute die elektronischen Hilfsmittel ein wichtiger Faktor. Gleichwohl habe die Diskussion gezeigt, dass die Landwirte bei aller elektronischen Unterstützung und der Vielzahl an einzelnen Modulen neben der Bedienerfreundlichkeit auch eine zuverlässige und weitgehend ausfallsichere Technik einfordern. Gleichzeitig fordern sie Hersteller übergreifende, offene Lösungen, die ein intuitives Entscheidungsunterstützungssystem zur zielorientierten, termingerechten und präzisen Applikation von Pflanzenschutzmitteln umsetzen.

Moderne Pflanzenschutztechnik muss bei allen Landwirten ankommen, ansonsten träfen die positiven Effekte des technischen Fortschritts nur verzögert ein und helfen deshalb nicht unmittelbar in der öffentlichen Diskussion. Als Beispiel sind hier die punktförmigen Einträge von Pflanzenschutzmitteln in Gewässer bei der Gerätereinigung genannt. Diese sind bei entsprechender Ausstattung der Geräte und entsprechender Handhabung in der Praxis meist viel einfacher zu vermeiden als andere Eintragspfade. Und trotzdem gelange ein Großteil der heute nachgewiesenen Pflanzenschutzmittelrückstände auf eben diesem Weg, zum Beispiel über die Hofplatzentwässerung, in die Umwelt.

Wie auf der Tagung weiter gezeigt wurde, gibt es für flüssige Pflanzenschutzmittel geschlossene kontaminationssichere Befüllsysteme, die über entsprechende Adapter nahezu alle Pflanzenschutzmittel-Gebindegrößen bedienen. Die Bedienung kann dabei zum Beispiel über elektronische Durchflussmesser oder integrierte Messzylinder deutlich vereinfacht werden. Neben den positiven Umweltaspekten werden hierbei durch den Verzicht der Nutzung einer Einspülschleuse auch potenzielle Spritzschäden in Nachfolgekulturen minimiert bis ausgeschlossen, da die Reinigung deutlich vereinfacht ist.

Eine möglichst gleichmäßige Anlagerung und Belagsbildung eines Pflanzenschutzmittels an der Zielfläche entscheidet laut den Tagungsteilnehmern über den Erfolg der Anwendung. Im Bereich Abdrift reduzierter Düsen bieten so gut wie alle Hersteller Düsentypen an, die sowohl im Bereich der kompakten Injektordüsen wie auch bei den langen Injektordüsen anzusiedeln sind. Aufpassen sollten die Landwirte jedoch auch auf die biologische Wirkung. Dies ist vor allem auch zu beachten, wenn man an die immer stärker reduzierten Wassermengen oder die steigenden Fahrgeschwindigkeiten denkt. Hauptziel sollte sein, die Anwendungsqualität durch eine ausreichende Benetzung und bei Bedarf mit einer ausreichenden Bestandsdurchdringung abzusichern. Ob es nun die „klassische“ Flachstrahl- oder Doppelflachstrahl-Injektordüse sein soll, bleibt dem Einsatzbereich und den äußeren Bedingungen geschuldet. Aus heutiger Sicht gibt es für den Landwirt eigentlich nur den Griff zur Injektordüse, die die biologische Wirksamkeit und damit einen guten Ertrag sichert, aber auch gleichzeitig die Lösung für die meisten umweltrelevanten Auflagen darstellt. Auf der Fachtagung wurden weitere, wichtige Themen behandelt. So ging es unter anderem um gesetzliche Anforderungen im Pflanzenschutz, um die Gestängeführung und deren Wirkung auf die Verteilgenauigkeit, um die Frage Selbstfahrer versus gezogene Spritze, um die Zufuhrlogistik auf dem Betrieb sowie um betriebs- und arbeitswirtschaftliche Verfahrensvergleiche. Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Industrie zum Thema „Pflanzenschutz quo vadis?“ rundete das Programm ab.

Interessenten können den Tagungsband zur 15. Fachtagung „LAND.TECHNIK FÜR PROFIS“ zum Preis von 15 € erwerben: Tel: 069/24788-310 oder eMail: c.braungardt[at]dlg[punkt]org



Mehr über DLG e.V. auf landtechnikmagazin.de:

DLG-Qualitätssiegel für Tama Rundballenwickelnetz TamaNet+ Edge-to-Edge [16.7.17]

Die DLG hat das Tama Rundballenwickelnetz TamaNet+ Edge-to-Edge einer Prüfung für das DLG-Qualitätssiegel „kontinuierlich geprüft“ unterzogen. Diese Ballenwickelnetz-Prüfung umfasst technische Messungen der mechanischen und physikalischen Eigenschaften, [...]

Stefano Mastrogiovanni neuer Geschäftsführer des DLG-Testzentrums Technik und Betriebsmittel [6.7.17]

Zum 1. Juli 2017 übernahm Stefano Mastrogiovanni die Geschäftsführung des DLG-Testzentrums Technik und Betriebsmittel in Groß-Umstadt. Mastrogiovanni (35) bringt laut DLG umfangreiche Erfahrungen aus den Bereichen Prüfen, Testen und Zertifizieren mit. Nach Abschluss [...]

Digitalisierung: Wo der Nutzen für Landwirte liegt [24.6.17]

Die Digitalisierung ist der Hoffnungsträger in Ackerbau und Tierhaltung, Fortschritte bei Ressourcenschutz und Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Welchen Nutzen sich die Landwirte von der Digitalisierung erwarten, zeigen Ergebnisse des DLG-Trendmonitors Europe vom Frühjahr [...]
Weitere interessante Landtechnik-Berichte:

Zetor zurück auf der Agritechnica: Vorstellung eines neuen Traktoren-Designkonzeptes [29.10.15]

Auf der Agritechnica 2015 will Zetor eine Design-Studie ihrer Traktoren, basierend auf Entwürfen des italienischen Designstudios Pininfarina, vorstellen. Außerdem sollen Baumuster neuer Maschinen gezeigt werden, die die aktuelle Entwicklung der Marke demonstrieren und [...]

Pöttinger zeigt großen Mittenschwader TOP 842 C [15.7.15]

Der neue Doppelschwader mit Mittenablage TOP 842 C ergänzt die TOP C Mittenschwader-Baureihe von Pöttinger mit einem Modell für den professionellen Einsatz nach oben. Die Arbeitsbreite des neuen TOP 842 C beziffert Pöttinger mit 7,7 bis 8,4 m. Wie bei den kleineren [...]

Fendt stellt drei neue 700 Vario Traktoren mit SCR-Technik vor [15.6.11]

Mit den drei neuen Modellen 720 Vario, 722 Vario und 724 Vario mit bis zu 240 PS Maximalleistung erfährt die Fendt Traktoren-Baureihe 700 Vario jetzt eine deutliche Erweiterung nach oben. Mit neuen Motoren mit SCR-Technik, neuem Vario-Getriebe ML 180 und nicht zuletzt der [...]

Krone mit neuen RX Doppelzweckladewagen auf dem ZLF [14.9.16]

Die neuen Krone RX Doppelzweckladewagen, die ihr Debüt auf dem ZLF in München feiern, bieten Ladevolumen von 36 m³ bis 43 m³. Die RX-Baureihe umfasst die drei Modelle RX 360 GL/GD (gerade Vorderwand, kurze Heckklappe), RX 400 GL/GD (schwenkbare Vorderwand, kurze [...]