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CASE IH Axial-Flow Serie 20 – wenn höchste Druschleistung zählt

Die neue Königsklasse der Case IH Mähdrescher stellt die neue Axial-Flow Serie 20 dar, mit den drei Modellen 7120 (Maximalleistung 30 kW/422 PS), 8120 (Maximalleistung 345 kW/469 PS) und dem neuen 9120 (Maximalleistung 390 kW/530 PS) – das neue Flaggschiff der Serie.

Angetrieben wird die Axial-Flow Serie 20 von den modernen Cursor-Motoren mit 8,7 bis 12,9 Litern Hubraum, die im Vergleich zur Vorserie in der Leistung optimiert wurden. Alle Motoren sind mit Turbolader und Ladeluftkühlung ausgestattet. Darüber hinaus verfügen die Motoren über einen Power-Boost, der bei Belastungen die Motorleistung auf Maximalleistung – beim AF 9020 auf bis zu 530 PS – automatisch erhöht.

Technisches Kernstück bei der neuen Axial-Flow Serie 20 ist der von Case IH zum so genannten Small Tube Rotor weiterentwickelte Axial-Flow-Rotor. Der neue Rotor wurde in seiner Bauform optimiert und ist jetzt deutlich kompakter als die Vorgänger-Rotoren. Im praktischen Ernteeinsatz soll das neue Rotor-Design zahlreiche Vorteile bieten. So wird laut Case IH das Erntegut noch mehr als bisher geschont und die Strohqualität weiter verbessert, ohne auf die bisherigen Eigenschaften, wie optimale Kornschonung und geringsten Bruchkornanteil, zu verzichten. Praxiserfahrungen zeigen nach Herstellerangaben zudem, dass durch den neuen Rotor der Kraftstoffbedarf trotz höherer Leistung und Durchsätze gesenkt wird. Als weitere Neuheit im Bereich der Rotor-Technologie kommen erstmalig neue Werkstoffe zum Einsatz, welche die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit des Rotorsystems weiter erhöhen sollen. Dazu zählen zum Beispiel Speziallegierungen am Rotorkopf, der Rotoraufnahme und den Rotorflügeln sowie verstärkte Antriebskomponenten.

Die Anpassung der Rotoreinstellung auf unterschiedliche Erntebedingung und Druschfrüchte erfolgt beim neuen Axial-Flow Rotor per Knopfdruck von der Kabine aus. Mit der neuen Auto-Crop Setting Technologie ACS kann die Drehzahl stufenlos zwischen 220 und 1200 Umdrehungen pro Minute geregelt werden. Ebenso erfolgt die Steuerung von Sieböffnungen und Dreschkornabstand automatisch, abhängig von der gewählten Fruchtart. Dank der leichten Dresch- und Separierkörbe, die einfach zugänglich und problemlos auszuwechseln sind, eignet sich der Mähdrescher für den Einsatz in allen druschfähigen Feldfrüchten. Auf Wunsch steht jetzt auch eine Zusatzausrüstung für den Drusch von Reis zur Verfügung.

Neu sind bei der Axial-Flow Serie 20 auch ein großdimensionierter Schrägförderer und ein überarbeiteter leistungsstarker Übergabekegel. Die Einzugsketten sind jetzt gefedert. Damit soll das Erntegut noch schonender vom Schneidwerk in den Rotoreinzug geleitet werden, der dann das Erntegut allmählich auf Druschgeschwindigkeit beschleunigt. Zudem soll die Haltbarkeit erhöht werden.

Beibehalten wurde bei der neuen 20er Serie die bewährte Power-Plus Antriebstechnik, bei der Rotor, Schrägförderer und Schneidwerk von einem riemenlosen System angetrieben werden. Beim Rotor kommt außerdem ein stufenloses CVT-Getriebe zum Einsatz, das für eine sanfte Beschleunigung ohne Stoßbelastung mit ruhigem Geschwindigkeitswechsel und geringem Wartungsaufwand sorgen soll. Während der Mähdruschsaison benötigt der Antrieb laut Hersteller keinerlei oder nur wenig Wartung. Ein weiterer Praxisvorteil: Im Falle einer Verstopfung kann der Fahrer bequem von der Kabine aus den Dreschkorbabstand vergrößern und den Axial-Motor reversieren oder Vor- und Zurückschalten, bis die Verstopfung beseitigt ist.

Ein System, das eine Seitenneigung von bis zu 15 Prozent kompensiert, hebt Rückstände aktiv von der Sieboberfläche ab, so dass vor allem feuchtes, ertragreiches Korn die Siebe schneller passieren kann.

Mit den Getreideschneidwerken der Serien 2030, 2040 und 2050 oder den Maisschneidwerken der Serie 2100 steht für den Axial-Flow Mähdrescher eine größere Auswahl an Schneidwerken als jemals zuvor zur Verfügung. Die Schneidwerkserie 2050 für den Axial-Flow Mähdrescher verfügt über ein variables Schneidwerk, das auf die ideale Position für das jeweilige Erntegut eingestellt werden kann. Für kurze Erntefrüchte wird das Messer, das wie bei den Serien 2030 und 2040 mit Riemenantrieb ausgestattet ist, so nahe wie möglich an der Einzugsschnecke positioniert. Für Erntegut mit hohen Beständen, wie zum Beispiel Raps, kann das 2050 Schneidwerk bis zu 50 cm weiter nach vorn verschoben werden. Für die Maisgebisse steht jetzt eine automatische Geschwindigkeitsoptimierung als Option zur Verfügung. Sie drosselt die Drehzahl des Maisgebisses und soll für größere Sicherheit und eine längere Lebensdauer sorgen.
Die neue Top-Serie verfügt über eine Schneidwerkserkennung, mit deren Hilfe sich die Systeme und Bedienelemente des Mähdreschers automatisch auf einen Betrieb mit jedem montierten Schneidwerk einstellen lassen. Alle Getreideschneidwerke für den Axial-Flow sind außerdem serienmäßig mit der Terrain-Tracker-Schneidwerkssteuerung von Case IH ausgestattet. Dieses System, das über Sensoren und Kufen unter dem Schneidwerk elektromechanisch gesteuert wird, ist darauf ausgerichtet, das Schneidwerk parallel zum Boden zu halten, so dass es automatisch der Bodenkontur folgt. Alle Schneidwerke können ab sofort auch problemlos an allen Mähdreschern der neuen Baureihen ohne Zusatzausrüstung angebaut werden.

In der neuen 20er Serie kommt erstmalig ein neu entwickelter Hochleistungs-Häcksler zum Einsatz. Dieser verfügt über 126 Fixmesser (8120 und 9120), die eine optimale Häckselqualität auch bei großen Strohmengen sicherstellen sollen. Der 7120 wird mit einer abgeänderten Variante mit 63 Messern geliefert. Das gesamte Design- und Funktionsprinzip des Häckslers wurde überarbeitet. Über den Power-Plus-Antrieb steht laut Case IH mehr Leistung für den Häcksler zu Verfügung, mit dem Ergebnis einer deutlich verbesserten Häckselqualität und Spreuverteilung. Über ein neues Leitblech wird der Strohfluss verbessert, diese Steuerung kann optional elektrisch von der Kabine aus erfolgen. Per Knopfdruck aus der Kabine kann ab sofort der Häcksler auf eine exakte Arbeitsbreite umgestellt werden. Im Betriebsmodus „Schwadablage“ erfolgt ein Einziehen der Gegenmesser und die Messer dienen als Haspel und sollen für eine optimale Schwadform sorgen.

Damit das Schneidwerk mit einer optimalen Breite arbeitet, ist die neue 20er Axial-Flow Serie optional mit dem automatischen Cruise-Cut-Lenksystem von Case IH erhältlich. Mit Hilfe eines an der Kabine angebauten Laserscanners, der zur Kontrolle an der linken oder rechten Seite des Schneidwerks eingesetzt werden kann, lenkt das System den Mähdrescher an der Schnittkante entlang. Dabei wird kontinuierlich die Bestandskante kontrolliert. Das Lenkrad lässt sich bei eingeschalteter Cruise-Cut-Funktion bewegen, wodurch das automatische Lenksystem abgeschaltet wird und dem Fahrer die Kontrolle zurückgibt. Das System schaltet sich außerdem automatisch am Ende des Feldes ab, wenn keine Bestandskante mehr erkannt werden kann und stellt sich erneut automatisch ein, wenn wieder ungeschnittenes Erntegut vorhanden ist.

Neue Entwicklungen gibt es auch bei der Korntankkonstruktion. Alle Modelle der Serie verfügen jetzt über einen 10,5 Kubikmeter großen Korntank, der mit einer Überladeleistung von 113 Litern pro Sekunde ein rasches Umladen ermöglichen soll. Die Entleerung des Korntanks soll so in weniger als 95 Sekunden erfolgen. Die Überladeschnecke wurde bei den neuen Modellen auf 5,50 Meter – optional auf 6,50 Meter – Rohrlänge erweitert.

Weitere Infomationen zu den neuen Case IH Mähdreschern der Axial-Flow Serie 20 sowie zu den ebenfalls neuen Modellen der Axial-Flow Serie 88 finden Sie im Artikel „Neue CASE IH Axial-Flow Serien 20 und 88 fahren mit sechs neuen Mähdreschern vor“.

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Rubrik:
Erntemaschinen

Artikel eingestellt am:
25.8.2008, 12:00

Quelle:
CNH Deutschland GmbH Vertrieb Case IH & Steyr/ltm-ME
www.caseih.com

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