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| Mittwoch, 23. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Claas, einer der weltweit führenden Hersteller von Agrarmaschinen, hat jetzt im Beisein hoher politischer Prominenz ein neues Werk am Stadtrand von Krasnodar in Südrussland eröffnet. Das neue Werk versorgt künftig die Russische Föderation mit modernen High-Tech-Mähdreschern. Geschäftsführer der russischen Gesellschaft Claas Krasnodar ist Dr. Ralf Bendisch.
Helmut Claas, Aufsichtsratsvorsitzender der Claas-Gruppe, unterstrich bei der Eröffnungsfeier die Bedeutung des russischen Marktes für das Unternehmen. Ferner sei das landwirtschaftlich geprägte Gebiet zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer mit seinen sehr guten Böden ideal geeignet für Getreideproduktion und den Einsatz der Claas-Maschinen.
Der russische Landwirtschaftsminister Alexej Gordejew sagte: „Die Claas-Technik aus Russland die auf unseren Feldern arbeit, hat Weltniveau. Sie wird der Wirtschaftlichkeit der russischen Landwirtschaft entscheidende Impulse geben.“
Auch der deutsche Botschafter in Russland, Dr. Hans Friedrich von Ploetz, war Gast der Eröffnungsfeier mit 300 geladenen Gästen. Er sagte: „Claas ist ein ideales Beispiel für das Engagement eines deutschen Familienunternehmens auf dem russischen Markt. Sie, die mittelständischen Unternehmen, bildeten das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.“
Dr. Gerald von Thalheim, Staatssekretär im Bundes-Landwirtschaftsministerium, unterstrich die Bedeutung von westlicher Technik für die moderne russische Nahrungsmittelproduktion.
Für die Region Krasnodar sprach der Gouverneur Alexander Tkatchev. Er betonte, dass durch die Investition des Unternehmens Claas in seinem Gebiet moderne Arbeitsplätze entständen würden und zudem durch steigenden Zulieferanteil aus russischen Unternehmen weitere Wertschöpfung im Lande geschaffen würde.
Nikolaus Feil, Geschäftsführer Produktion der Claas Gruppe, erläuterte wie die Produktion in Krasnodar strukturiert sein wird. „Im ersten Schritt montieren wir die Mähdrescher hier in diesem Werk mit Komponenten aus Deutschland. Wir wollen den russischen Wertschöpfungsanteil jedoch signifikant erhöhen. Die Produktion ist auf eine Kapazität von 1000 Maschinen pro Jahr ausgelegt.“
Die Claas-Gruppe hat 20 Mio. € in den Bau und den Betrieb des Mähdrescherwerkes investiert. Bei erfolgreicher Geschäftsentwicklung könnten die Investitionen innerhalb der nächsten Jahre bis auf über 30 Mio. € aufgestockt werden. Etwa 200 Mähdrescher der Typen MEGA 350 und MEGA 360 werden dort für die Ernte 2005 gebaut.
Das Werk in Russland ist Teil eines internationalen Produktionsnetzwerkes, das die gesamte Russische Föderation mit Claas-Mähdreschern beliefert. Damit werden einerseits Arbeitsplätze in Russland geschaffen und die Produktionsqualität in der russischen Landwirtschaft verbessert. Andererseits wird in den deutschen Claas-Werken dadurch ein zusätzliches Volumen geschaffen, da die Komponenten für die Agrarmaschinen zum großen Teil aus hiesiger Produktion stammen und vor Ort in Krasnodar in die Endmontage gehen. Das neue Unternehmen ist damit Ausdruck einer deutsch-russischen win-win-Partnerschaft.
Bereits seit 1992 engagiert sich Claas - gestützt auf sein sehr gut entwickeltes Service- und Vertriebsnetz - erfolgreich durch eine eigene Repräsentanz in Moskau in den Märkten der Russischen Föderation. Durch die Gesellschaft Claas Vostok betreibt das deutsche Unternehmen seit 1999 ein zentrales Ersatzteillager. Es unterstützt das Händlernetz, das dicht an den Kunden arbeitet, schnell und zuverlässig mit Service und Ersatzteilen.
Der nächste Schritt, um die russische Landwirtschaft noch besser mit modernen Maschinen versorgen zu können, bildete nun der Bau eines Werkes, in dem die Mähdrescher produziert werden.
Der Rahmeninvestitionsvertrag zwischen der Administration von Krasnodar und dem Unternehmen Claas gilt als ein Leuchtturmprojekt für die deutsch-russische Kooperation. Mit der neuen Produktionsstätte unterstreicht Claas seine Absicht, sich langfristig an der Weiterentwicklung der russischen Landwirtschaft zu beteiligen.