Deutz-Fahr präsentiert neue 5-Schüttler Mähdrescher der Serie C6000

Mit der neuen C6000 Serie erweitert Deutz-Fahr sein Angebot an Mähdreschern um einen klassischen „Bauerndrescher“ für Landwirte, die bei der Getreideernte auf Unabhängigkeit durch Eigenmechanisierung setzen. Die neue C6000 Baureihe besteht aus zwei 5-Schüttler Modellen: dem C6205 und dem C6205 TS (TS steht für Turbo-Separator). Hauptmerkmerkmale sind nach Unternehmensangaben die fortschrittliche Abgasnachbehandlung, die kompakten Maße und das Giugiaro-Design; viele technische Details wurden von den großen Brüdern C7000 und C9000 übernommen.

Auch beim neuen C6000 Mähdrescher setzt Deutz-Fahr auf den Deutz-Motor TCD L6 T4F mit 6,1 l Hubraum. der nun, anders als beim C7000, die Abgasnorm EU Stufe 4/Tier 4 final durch den Einsatz eines Dieseloxidationskatalysator (DOC) zusammen mit einem SCR-System einhält. Ausgestattet mit Common Rail Einspritzung, 24 Ventiltechnik und elektronischer Motorregelung soll der TCD L6 T4F immer exakt die Leistung liefern, die benötigt wird. Die Nennleistung beziffert Deutz-Fahr mit 169/230 PS/kW, die Maximalleistung mit 184/250 kW/PS. Deutz-Fahr unterstreicht den geringen Spritverbrauch sowie die Reduzierung aller schädlichen Umwelteinflüsse. Der Kraftstofftank fasst nach Herstellerangaben 450 l, der AdBlue-Tank 53 l.

Die neuen C6205 (TS) Mähdrescher sind mit Standardschneidwerken in vier Breiten (4,20 m, 4,80 m, 5,40 und 6,30 m) und „VARIOCROP“ Varioschneidwerken in drei Breiten (5,0 m, 5,50 m oder 6,50 m) erhältlich. Durch Planetengetriebe soll bei allen Schneidwerken eine hohe Schnittfrequenz von 1.220 Schnitte/min gewährleistet werden und das patentierte Schumacher Tandemschnittsystem Easy Cut II soll für Effizienz und Wirtschaftlichkeit sorgen. Für den Rapsdrusch bietet Deutz-Fahr eine Schneidtischverlängerung mit zwei hydraulisch angetriebenen Seitenmessern und für die Sonnenblumenernte einen speziellen Vorsatz an.

Das Dreschsystem der neuen C6000 Mähdrescher beinhaltet eine 600 mm Dreschtrommel, die mit ihren acht aufgeschraubten Trommelschlagleisten für jede Art von Erntegut höchste Korn- und Strohqualität bei außerordentlicher Stabilität und Dynamik bieten soll. Um die zur Verfügung stehende Abscheidefläche optimal auszunutzen, beträgt der Umschlingungswinkels laut Deutz-Fahr 121°. Der Dreschkorb lässt sich unabhängig vom Korbein- und ausgang einstellen, um sich den Ernteverhältnissen besser anzupassen; optional ist ein Segmentdreschkorb mit drei Segmenten mit einem Drahtabstand von 11, 14 oder 16 mm lieferbar.

Die langen und geschlossenen Schüttler des C6000 sollen eine präzise Abscheidung bei allen Druschfrüchten, auch unter schwierigen Bedingungen, gewährleisten. Der Gutfluss durchläuft vor den Obersieben eine zweite, windbelüftete Fallstufe, wo schon eine Vorsortierung stattfinden soll. Das 400 mm „Cross Flow“ Querstromgebläse mit insgesamt 44 Windschaufeln saugt nach Herstellerangaben die Luft über die gesamte Breite an und sorgt für eine gleichmäßige, konstante Windverteilung über die gesamte Siebfläche. Der 6205 TS besitzt eine zusätzliche Abscheidetrommel zwischen der Wendetrommel und dem Schüttler, den Turboseparator (590 mm, 10 Abscheideleisten). Der Turboseparator lässt sich in fünf Höhen-Positionen einstellen. Deutz-Fahr gibt an, damit die Durchsatzleistung der Maschine um bis zu 20 % zu erhöhen, was gerade bei feuchtem oder noch grünem Stroh den effizienten Einsatz des Mähdreschers ermöglichen soll. Optional wird für große Strohmengen ein Strohhäcksler und ein Spreuverteiler angeboten.

Auch in den neuen C6000 Mähdreschern verbaut Deutz-Fahr die doppelte Überkehrrückführung, um die Mähdrescherleistung voll auszuschöpfen und Verluste zu reduzieren. Die anfallende Überkehr wird in zwei beidseitig angebrachte Nachdruschrotoren gefördert in die für einen noch besseren Nachdrusch zusätzlich Reibplatten eingesetzt werden können. Das Korntankvolumen gibt Deutz-Fahr mit 7.000 l an, die Korntankentleerung mit einer Förderleistung von 75 l/sec. Das 5 m lange Überladerohr soll für die großen Schneidwerke (bis zu 6,5 m) ausgelegt sein und dementsprechend lang genug, um auch hohe Anhänger problemlos zu befüllen.
Deutz-Fahr gibt an, dass die neue C6000 Serie bei Bereifung mit 800/65 R32 auf der Vorderachse unter 3,50 m Breite bleibt. Um die Wartung zu vereinfachen, wurden die seitlichen Abdeckungen neu gestaltet. Optional können bis zu acht Arbeitsscheinwerfer auf dem Kabinendach montiert werden.

Die neue Kabine der C6000 mit dem Namen „Commander Cab EVO II“ verfügt über einen komplett überarbeiteten Innenraum, der mit einem neuen Belüftungssystem, ergonomischer Bedienung und einem neuem Multifunktions-Joystick (Commander Stick) aufwartet. Auf dem Armaturenträger auf der rechten Fahrerseite erfolgt die elektrische Steuerung aller Dreschorgane per Knopfdruck, während die Fahr- und Druschfunktionen wie Schneidwerk, Haspel, Korntankentleerung und Einzugsstop mit dem Commander Stick bedient werden. Der am Armaturenträger angebrachte Combine Control Monitor bietet Übersicht über alle Funktionen.

Deutz-Fahr zeigt die neuen 5-Schüttler Mähdrescher der Serie C6000 und weitere Neuheiten auf der Agritechnica 2015 in Halle 4 auf Stand C36.

Autorin: Magdalena Esterer

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Rubrik:
Erntemaschinen

Artikel eingestellt am:
12.7.2015, 7:22

Quelle:
ltm-ME/Bilder: SAME DEUTZ-FAHR DEUTSCHLAND GmbH
www.deutz-fahr.com

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