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Effizienter Ernten mit V2V von Case IH

Anlässlich der SIMA 2011 präsentiert Case IH erstmalig die neue V2V Technologie für Mähdrescher und Traktoren. Hierbei handelt es sich um eine neu entwickelte drahtlose Technologie, die nach dem „Master and Slave“-Prinzip die Synchronisation von Landmaschinen auf einem Feld erlaubt. Damit werden zwei Landmaschinen bei ihrer Arbeit exakt in Bezug auf Position, Arbeitsgeschwindigkeit und Funktionen synchronisiert. Somit lassen sich erstmalig Arbeitsvorgänge präziser und effizienter steuern. Das System wurde auf der SIMA mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Case IH nutzt die V2V Technologie zunächst für die Synchronisation von Mähdrescher und Traktor, um Überladevorgänge beim Abfahren des Erntegutes einfacher, sicherer und schneller abzuwickeln. Moderne Mähdrescher verfügen heute über deutlich höhere Arbeitsgeschwindigkeiten und große Schneidwerksbreiten. Zudem wurde in den vergangenen Jahren die Überladeleistung deutlich erhöht. Bei Case IH Mähdreschern beträgt diese beispielsweise laut Hersteller mehr als 100 Liter pro Sekunde.

Vor diesem Hintergrund wird der Überladevorgang beim Abtanken auf einen parallel fahrenden Traktor mit Anhänger für die Fahrer immer schwieriger. Hier soll die neue V2V Technologie von Case IH einen deutlichen Fortschritt bringen, denn dank dieser drahtlosen Fahrzeugtechnik werden beide Fahrzeuge in Bezug auf ihre Position, Fahrgeschwindigkeit und Funktion exakt synchronisiert.

Das System ergänzt laut Hersteller in idealer Weise das bisherige AFS System von Case IH, welches eine Grundvoraussetzung für den Praxiseinsatz ist. Beide Maschinen müssen mit dem AFS AccuGuide für Traktoren und Mähdrescher sowie mit einem AFS Pro Bildschirm mit CAN-Bus-Schnittstelle ausgestattet sein. Das V2V System wird über einen Bluetooth-Adapter jeweils auf Traktor und Mähdrescher ergänzt. Zudem muss die neu entwickelte Synchronisationssoftware zur Steuerung der Fahrgeschwindigkeit, Motordrehzahl und Übersetzung auf den Systemen installiert sein.

Im praktischen Einsatz fährt der Mähdrescher mit aktivem Spurführungssystem AccuGuide, welches seine optimale Geschwindigkeit in Fahrtrichtung steuert. Das V2V System baut dann links neben dem Mähdrescher einen aktiven Bereich auf. Dies ist ein virtuelles Feld, in dem der Traktor mit Anhänger automatisch gesteuert wird. Außerhalb dieses aktiven Bereiches funktioniert der Traktor nach wie vor unabhängig. Sobald der Traktor in den aktiven Bereich einfährt, übernimmt das V2V Führungssystem die Positionssteuerung. Hierbei übermittelt der Mähdrescher Impulse für die Synchronisation an den Traktor. Die Seiten- und Längssynchronisation sowie die Koordination der Fahrgeschwindigkeit erfolgt über die Bluetooth-Verbindung zwischen den CAN-Bus-Schaltkreisen des Traktors und des Mähdreschers. Die Reichweite beträgt hier maximal 100 Meter. Es können verschiedene Traktoren gesteuert werden.

Beim Überladen während der Fahrt startet der Mähdrescherfahrer den Vorgang. Dies muss vom Fahrer des Traktors bestätigt werden. Danach bringt das AFS AccuGuide des Traktors diesen in die richtige Position. V2V reguliert dabei die Vorlaufgeschwindigkeit des Traktors und hält sie synchron mit der Geschwindigkeit des Mähdreschers. Der Fahrer kann nun das Überladerohr ausfahren und mit dem Entladen beginnen.

In der Praxis bringt dieses System zahlreiche Vorteile. So werden Ernteverluste beim Überladevorgang vermieden. Zudem wird die Sicherheit deutlich erhöht und Unfälle vermieden. Für die Fahrer bedeutet dies vor allem an langen Erntetagen eine Reduktion der Stresssituationen. Insgesamt wird die Erntelogistik damit optimiert.

Das System ist ab dem Modelljahrgang 2012 als Aufrüstkit für das Case IH AFS AccuGuide System erhältlich.

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Rubrik:
Erntemaschinen

Artikel eingestellt am:
24.3.2011, 18:32

Quelle:
CNH Deutschland GmbH, Vertrieb Case IH und Steyr
www.caseih.com

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