Neuer Bergmann Überladewagen GTW 330

Bergmann konzipierte den neuen Überladewagen GTW 330 als Teil einer modernen Erntekette, bestehend aus zwei Großmähdreschern und einem entsprechend dimensionierten Überladewagen. Bergmann beziffert das Fassungsvermögen beim GTW 330 mit 30 bis 33 m³ (je nach Ausstattung), wodurch laut Bergmann mehr als 80 t Getreide pro Stunde und pro Mähdrescher zum aufnehmenden Lkw transportiert werden können.

Zur Agritechnica 2013 präsentierte Bergmann mit dem GTW 430 nach eigener Aussage den größten und leistungsfähigsten Überladewagen Europas – der neue GTW 330 soll nun die Kluft zu den restlichen Bergmann Überladewagen überbrücken. Ein wichtiges Argument für einen nicht ganz so großen Überladewagen ist sicherlich die Leistungsanforderung an den Traktor: Wurde für den GTW 430 mindestens 200/270 kW/PS gefordert, gibt sich Bergmann beim neuen GTW 330 mit 132/180 kW/PS zufrieden; besser wären für hohe Fahrgeschwindigkeiten auf dem Feld und kurze Überladezeiten allerdings 170/230 kW/PS. Besonders stolz ist Bergmann auf den Antrieb seines GTW 330, bei dem über ein Powerband ein Teil des Drehmoments der Traktorzapfwelle an die Zubringerschnecke übertragen wird, wodurch diese unter Volllast abgeschaltet werden und die Überladeschnecke, die übrigens durch ein Winkelgetriebe angetrieben wird, sobald die Zapfwelle rotiert, leerlaufen kann. Beim erwähnten Powerband handelt es sich um einen vielteiligen Verbundriemen, der sich laut Bergmann in Feldhäckslern und Mähdreschern dank des geräuscharmen Laufes, des fehlenden Wartungsaufwandes und des unter Last möglichen hydraulischen Kupplungsverhaltens bewährt hat. Um die Förderleistung über die Traktorhydraulik einstellen zu können, verfügt der Überladewagen GTW 330 über eine stufenlose, während des Entladens justierbare Dosiereinrichtung über der Zubringerschnecke.

Um den Ort des Überladens möglichst flexibel wählen zu können, ist die Überladeschnecke des GTW 330 stufenlos hydraulisch im Neigungswinkel einstellbar und so sollen laut Bergmann Höhen von 5,5 m und Weiten von 3,5 m erreicht werden. Die optionale hydraulisch verstellbare Auslaufrohrverlängerung ermöglicht es außerdem, die große Reichweite der 600-mm-Überladeschnecke beispielsweise zum Befüllen von Drillmaschinen oder Düngerstreuern ohne zusätzliche Verlängerungsschnecken zu nutzen. Die Leistung der Förderschnecken beziffert Bergmann mit bis zu 1.100 t/h, womit sich Entladezeiten von weniger als 90 s realisieren lassen sollen – eine spezielle Konstruktion der Schnecken soll den Laderaum gleichmäßig entleeren.

Für den Fahrkomfort des GTW 330 setzt Bergmann auf ein hydraulisches Fahrwerk mit einem Achsausgleich von 300 mm. Optional kann der GTW 330 außerdem mit einer elektrohydraulischen Zwangslenkung, die die hintere Achse des Tandemfahrzeugs steuert, versehen werden, die sowohl das Rangieren erleichtern als auch die Sicherheit von Straßenfahrten erhöhen soll. Apropos Sicherheit: Eine ebenfalls optionale Wiegeeinrichtung soll für ein genaues Beladen der Abfuhrgespanne sorgen und so ein Überladen verhindern – mit dieser Einrichtung lässt sich auch eine sofortige Ertragserfassung und die Kontrolle der Druschmengen realisieren. Als weitere Ausstattungsmöglichkeit bietet Bergmann eine vom Fahrersitz bedienbare, hydraulisch gesteuerte Abdeckplane für den neuen Überladewagen GTW 330 an.

Autorin: Magdalena Esterer

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Rubrik:
Erntemaschinen

Artikel eingestellt am:
31.1.2016, 7:27

Quelle:
ltm-ME, Bild: Ludwig Bergmann GmbH
www.bergmann-goldenstedt.de

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