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| Freitag, 10. September 2010 - Online-News aus der Agrartechnik | |||
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New Holland hat die Goldmedaille für das HQS-System (High Quality Selection) erhalten, das ein neues selbstfahrendes Erntekonzept beinhaltet und das modernes Weinbaumanagement (AVM – Advanced Vineyard Management) zur präzisen Steuerung unterstützt. Die Kombination aus GPS und eingebauten Microcomputern ermöglicht dem Weinbauern das Erfassen von Informationen, beispielsweise über Dünger, Bodenzustand, Rebschnitt, Blattentfernung und Beregnungsanforderungen der jeweiligen Parzellen während des Anbaus und über den gesamten Wachstumszyklus. Mit diesen gesammelten Daten kann der Weinbauer den Input entsprechend den exakten und variablen Anforderungen für optimales Wachstum der Weinreben unter den jeweils gegebenen Bedingungen kontrolliert überwachen. Um zu versuchen, eine einheitlichere Parzelle zu erhalten und dabei die Qualität zu verbessern, lassen sich dann Anpassungen vornehmen. Mit der AVM-Technologie lassen sich diese gesammelten Daten in eine Ernte-Instruktionskarte konvertieren.
Da es jedoch unweigerlich Schwankungen gibt, hat New Holland versucht, dieser Tatsache durch die Entwicklung des HQS-Systems entgegenzuwirken. Im Ergebnis ist HQS das erste System in einem Traubenvollernter, das mit Hilfe des Lesens der Ernte-Instruktionskarte automatisch reagieren kann und das dann die Trauben in Behälter rechts oder links anhand der Ernte-Instruktionskarte einsortiert und dementsprechend zwei Qualitäten von Weintrauben aus ein und derselben Ernte liest. Dieses System ist mit GPS-Technik ausgestattet und kann eine Ernte-Instruktionskarte in Echtzeit lesen und zwar für zwei Traubenqualitäten. Damit können die Stellantriebe zur Zuweisung der Ernte in den richtigen Behälter entsprechend den errechneten und voreingestellten Qualitätskriterien gesteuert werden.
Einige Weinbauexperten räumen ein, dass 50 Prozent der in Weingärten abgeernteten Flächen aufgrund der Unterschiedlichkeit der Parzellen noch nicht den optimalen Reifegrad besitzen. Das HQS-System wird nicht nur die Gesamtqualität der Traubenernte in erheblichem Umfang erhöhen, sondern ermöglicht auch die Optimierung der Inputs, weil man auf umweltschonendere Weise angemessen und gezielt reagieren kann.
Das neue Konzept wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Marchesi Antinori entwickelt, die seit über 600 Jahren erfolgreich Weinbau betreibt. Marchesi Antinori hat sich bereits für den Einsatz des HQS-Systems von New Holland in den eigenen Weingärten entschieden. Da bei der Traubenernte die Qualität wichtiger ist als ein hoher Ertrag, ist New Holland überzeugt, dass dieses neue System die Traubenernte revolutionieren wird.
Die zweite Auszeichnung für New Holland war die Silbermedaille für das IMS-System (Intelligent Management System), das das Verhalten der Maschine abhängig davon, welche Arbeit der Fahrer durchführen möchte, verändert. Mit dem IMS lässt sich die Motordrehzahl je nach der für die Arbeit benötigten Leistung automatisch anpassen, wie z.B. der Motoren für die Räder, Lüfter oder Förderbänder. Wenn der Fahrer beispielsweise im Erntemodus das Rüttelsystem und die Saugvorrichtungen am Ende der Reihe abschaltet, um ein Manöver auszuführen, passt sich die Motordrehzahl automatisch an und sinkt. Zu den Vorteilen gehören eine überragende Pflückqualität durch Beibehaltung einer konstanten Schüttelgeschwindigkeit, einfache Bedienung, Leistung und Ergonomie sowie beträchtliche Kraftstoffeinsparungen, die New Holland mit etwa 30 Prozent bei der Ernte angibt, durch automatisches Powermanagement und Senkung der Kohlendioxidemissionen. Das IMS-System ermöglicht dem Fahrer kontinuierliche Anpassungen für alle Maschinenfunktionen bei der Ernte oder für andere Arbeiten. Darüber hinaus macht das IMS-System den Fahrer mittels eines schnellen und einfachen Diagnoseinstruments im Falle einer Panne auf erforderliche regelmäßige Wartungsarbeiten aufmerksam.