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| Mittwoch, 23. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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GALERIE ÜBERSICHT
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Auf der Agritechnica 2003 präsentierte Grimme der Fachwelt erstmalig die selbstfahrende Zuckerrübenvollerntemaschine MAXTRON 620 die in mittlerweile 15 Ländern eingesetzt wird.
Primär osteuropäische Anwender suchten aufgrund der spezifischen Anforderungen nach Alternativen zu der bestehenden leistungsstarken Selbstfahrtechnik. Einfache Maschinenbedienung sowie -wartung, Nutzung bestehender Schlepper und niedrigere Maschinenkosten standen auf dem Wunschzettel. Speziell für diese Anforderungen entwickelte Grimme den gezogenen Hochleistungsblattmulcher BM 330 und die sechsreihige, gezogene Zuckerrübenvollerntemaschine Rootster 604 mit 4 Tonnen Überladebunker. Beide Maschinen, mit denen Grimme auch einen wichtigen Schritt in Richtung Fulliner in der Zuckerrübentechnik gehen will, werden erstmalig auf der Agritechnica 2007 dem Fachpublikum vorgestellt.
Der BM 330 ist zum sauberen und leistungsstarken Entfernen der Rübenblätter mit einer Stahlschlegelwelle sowie einer mit- und einer gegenläufigen Putzerwelle ausgestattet. Durch die 330 cm breite Stahlschlegelwelle sollen sogar eventuelle Verunkrautungen zwischen den Reihen entfernt werden. Die zwei Putzwellen sind mit sehr verschleißfesten Schlegeln aus Polyurethan ausgestattet und entfernen die Blattreste laut Grimme vollständig. Die Putzorgane können auf unterschiedliche Reihenbreiten von 45 cm bis 56 cm eingestellt werden. Optional kann der BM 330 mit einem hydraulisch angetriebenen Rotorköpfer ausstatten werden, der auch unter widrigsten Bedingungen verschleißarm und vor allem verstopfungsfrei arbeiten soll.
Der gesamte Antriebsstrang ist bewusst einfach konstruiert: Die Zapfwelle des Traktors treibt über eine Gelenkwelle direkt ein Winkelgetriebe an. Durch die hohe Eingangsdrehzahl von 1000 Umdrehungen pro Minute bleibt das notwendige Drehmoment dabei gering, so dass der von Grimme angegebene Leistungsbedarf ab 60 kW (80 PS) vergleichsweise niedrig ist.
Einfach und robust, so lautete die Formel bei der Entwicklung des Rootster 604 mit 4 Tonnen Überladebunker. Die wenigen hydraulischen Funktionen wie Deichselaushub und -steuerung, sowie Überladeband, können durch traktoreigene Steuergeräte ohne Elektronik ausgeführt werden. Alle anderen Antriebe sind mechanisch und wartungsarm ausgelegt. Das erleichtert nicht nur eventuelle Reparaturen, sondern sorgt laut Grimme auch für einen geringen Leistungsbedarf ab 110 kW/150 PS.
Die Rüben werden, so Grimme, schonend über die bodengetriebenen Radrodeschare aus der Erde gehoben, optional wird auch das vom Maxtron 620 bekannte hydraulisch getriebene Radrodeschar angeboten. Die nachfolgende erste Reinigungseinheit besteht aus einer Glatt- und vier Wendelwalzen, die den Rübenstrom mittig zusammengeführt und per Gummipaddel auf die zweite Einheit übergeben. Diese besteht aus drei längs eingebauten, gegenläufig drehenden Zwickwalzenpaaren und soll für eine sehr schonende aber effektive Endreinigung sorgen. Eine Abstandsverstellung der Walzen und eine automatische Steinsicherung sind serienmäßig integriert. Alle Reinigungswalzen werden zentral über 4-fach Keilriemen angetrieben, die gleichzeitig als Überlastsicherung dienen.
Über einen Höhenförderer gelangen die Rüben nach erfolgter Reinigung in den 4 Tonnen (6 m³) fassenden Zwischenbunker der Maschine. Je nach Reihenabstand und Ertragsniveau reicht das Ladevolumen für 250 bis 400 m Rodestrecke, so dass keine Verzögerungen beim Wechseln der Transportfahrzeuge entstehen sollen. Durch das Überladen während des Rodens spielt laut Grimme auch die Schlaglänge in den oft groß strukturierten Anbauregionen keine Rolle mehr. Zum Überladen steht ein ausklappbares, 1 m breites Band zur Verfügung. Durch die maximale Überladehöhe von 4 m können auch großvolumige Transporteinheiten beladen werden. Die Maschine ist laut Hersteller für Kampagnenleistungen von bis zu 600 Hektar ausgelegt.
Auf der Agritechnica 2007 zeigt Grimme den Blattmulcher BM 330, die Zuckerrübenvollerntemaschine Rootster 604 und weitere Neuheiten in Halle 2, Stand C29 und B32.