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Massey Ferguson Produktoffensive Erntetechnik (Teil 3): Neue Rotormähderscher MF Fortia

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Flaggschiff der neuen Massey Ferguson Rotormähdre

Nach den erfolgreichen Tests der letzten Saison in Europa führt Massey Ferguson jetzt die brandneue Mähdrescherreihe Fortia ein. Vor vier Jahren versprach Martin Richenhagen, Chairman, President und CEO der AGCO Corporation, dass das Unternehmen alle erforderlichen Ressourcen nutzen würde, um die Weltspitze der Erntetechnologie zu erobern. Diese komplett neue Mähdrescherbaureihe ist ein weiterer Schritt in der Erntetechnik-Strategie von AGCO und ein Ergebnis der umfangreichen Investitionen in mehrfacher Millionenhöhe. Die Fortia Mähdrescher verstärken zusätzlich das Mähdrescherangebot von Massey Ferguson. Die Mähdrescher bieten die höchsten Leistungsdaten in der Geschichte des Unternehmens. Der MF Fortia wird im US-amerikanischen Werk Hesston gebaut und umfasst Maschinen der Klassen 8, 7 und 6 mit einer Höchstleistung von 459, 380 und 330 PS. Alle neuen Modelle vereinen laut Hersteller die bewährten Komponenten mit neuen und innovativen Merkmalen für branchenführende Druschleistung und hohe Motorleistung bei geringen Betriebskosten durch eine effiziente Gesamt-Konstruktion.

„Bei den Tests in der letzten Saison erwies sich der MF 9895 bei vielen Getreidesorten in Ost-, West- und Mitteleuropa als extrem leistungsstark“, erklärt Adam Sherriff, General Product Marketing Manager für Erntemaschinen. „Unsere Techniker analysierten die Fähigkeiten der Maschine und haben seitdem einige feine, aber entscheidende Änderungen für den europäischen Markt vorgenommen. Die Stärken der ursprünglichen Ausstattung sind allerdings erhalten geblieben. Die Mähdrescher haben nach wie vor den längsten hydrostatisch angetriebenen Rotor der Branche und überzeugen in Kombination mit ihrer geradlinigen Konstruktion durch ihre Zuverlässigkeit. Beispielsweise haben wir die Fahrzeugelektronik komplett erneuert.“

Die Massey Ferguson-Baureihe Fortia wird in zwei Ausführungen erhältlich sein: eine speziell nach CE-Anforderungen und die andere für Länder ohne diese Anforderung. Die Hauptkomponenten dieser Versionen sind jedoch identisch.

Eine gleichmäßige Schneidwerkbeschickung ist die ideale Vorbereitung für die breite Wendetrommel mit ihren gewendelten Leisten zur gleichmäßigen Verteilung des Erntegutes im Rotorkopf. „Der Grund für die außergewöhnliche Leistung des MF 9895 bei derart vielen Getreidesorten liegt im axialen Einzelrotor – dem längsten der Branche. Der Antrieb erfolgt hydrostatisch, um nicht nur die Technik und die Wartung der Riemen zu vereinfachen, sondern auch, um eine formschlüssige, steuerbare Förderleistung zu ermöglichen“, erläutert Sherriff. Alle Modelle verfügen über denselben Advanced Technology Rotor (ATR) mit 3,56 m Länge bei allen Modellen und 800 mm Breite beim MF 9895, 700 mm bei MF 9695 und MF 9795 in Klasse 6 und 7.

Nach den Vorproduktionstests in Europa verlängerten die Massey Ferguson-Ingenieure die Dreschleisten des Rotors, die jetzt kurz hinter dem Einzug enden. „So erreichen wir eine gleichmäßigere Verteilung des Dreschgutes auf dem Vorbereitungsboden“, so Sherriff. „Durch den Dreschverlauf über eine längere Strecke wird der Vorgang sanfter, sodass das Stroh bei Trockenheit nicht bricht und gleichzeitig Energie und Kraftstoff gespart werden. Das Dreschsystem produziert zudem ein hochwertiges Endprodukt mit minimalem Kornschaden bei Getreide, Mais und Hülsenfrüchten.“

Der hydrostatische Rotorantrieb hat eine stufenlose Drehzahleinstellung, so dass der Fahrer die Rotordrehzahl ideal an die jeweiligen Bedingungen anpassen kann. Eine Überwachungsautomatik hält die Rotordrehzahl unabhängig von der Last konstant und soll so einen effektiven Drusch- und Abscheidevorgang gewährleisten. Aufgrund der innovativen Rotorkonstruktion ist eine Wendetrommel laut Massey Ferguson überflüssig. Im Gegensatz zu anderen Mähdreschern tritt das Stroh daher direkt aus dem Rotor aus, wodurch sich der Aufbau vereinfachen und Energie und Kraftstoff gespart werden sollen. Ein weiterer bemerkenswerter Vorteil des Hydrostatikantriebs ist laut Hersteller der einfachere und zuverlässigere Antriebsstrang. Die gesamte Maschine arbeitet mit nur 13 Hauptantriebsriemen, so dass die Gefahr von Ausfallzeiten erheblich verringert und der Zugang zu den Komponenten erleichtert werden soll.

In der Klasse 8 beträgt der Korntankinhalt des MF 9895 12.300 Liter, bei den kleineren Maschinen der Klassen 7 und 6 beträgt er 10.500 Liter. Die Mähdrescher mit CE-Anforderung verfügen über regengeschützte Korntankdeckel, die von der Kabine aus elektrisch zu öffnen sind. Die Maschinen ohne CE-Anforderung haben manuell klappbare Korntankabdeckungen. Die Tanks an allen Modellen werden über eine gewaltige Körnerschnecke mit 30 cm Durchmesser befüllt, um die ertragsreichen Erntevorgänge mit einer Rate von bis zu 130 t/h beispielsweise bei Mais oder Bohnen umfüllen zu können. Die Konstruktion soll zudem Schäden am Erntegut bei vollem Tank verhindern. Alle Fortia Rotormähdrescher profitieren laut Massey Ferguson von der ultraschnellen DHV-Entladeanlage (Direct High Volume) mit einer Entladerate von 158 l/s. Die Drehturmschnecke mit der langen Reichweite von 7,40 m erreicht eine Entladehöhe von 4,34 m und soll so das Befüllen von hohen Transportfahrzeugen und großen Anhängern erleichtern.

Die Fortia Mähdrescher sind laut Hersteller auf lange Arbeitstage ausgelegt und sorgen dafür, dass der Fahrer fit und aufmerksam bleibt. MF hat nach eigenen Angaben eine der geräumigsten und komfortabelsten Kabinen auf dem Markt. Die brandneue, von AGCO konstruierte und gebaute Kabine bietet, so Massey Ferguson, Komfort, Übersicht und Ausstattung ohne Einschränkungen. Alle Modelle, ob CE oder nicht-CE, verfügen über eine serienmäßige Klimaautomatik. Vom neuen, hochwertigen, gepolsterten Lenkrad bis zum elektronischen Leitsystem soll diese Kabine für den Fahrer die optimale Arbeitsumgebung darstellen. Eine beeindruckende Phalanx an acht serienmäßigen Dachleuchten soll einmalige Sicht bei Arbeiten in der Dunkelheit gewährleisten. Mithilfe der neuesten Technologie erzeugen die Leuchten laut Massey Ferguson eine beständige Lichtstärke über eine feste Entfernung, die auch in der Ferne nicht schwächer wird.

Das neue große, GTA-Farbdisplay im Fahrerterminal mit Touchscreen ist laut Hersteller eine Spitzenleistung der Leittechnik. Hier werden alle Hauptfunktionen vollständig automatisch eingestellt – der Fahrer muss nur das Erntegut auswählen, und die Maschine richtet sich selbsttätig darauf ein. Erfahrene Fahrer oder Betriebsleiter können diese Einstellungen bei Bedarf dann auf Erntegut und Bedingungen feinabstimmen. All diese Funktionen sind über das einfache Touchscreen einzustellen. Dasselbe Terminal überwacht zudem jede einzelne Mähdrescherfunktion und zeigt Daten zu allen Hauptbetriebselementen sowie Betriebsparameter wie Rotordrehzahl, Dreschkorbabstand, Gebläsedrehzahl, Siebeinstellungen und Kornverlustüberwachung an – es kann praktisch jeder vorstellbare Vorgang abgerufen werden. Gleichzeitig überwacht das System alle wichtigen Wellendrehzahlen sowie Motor- und Getriebetemperatur und arbeitet mit einem umfassenden Warnsystem. Zudem zeigt die Konsole II zeitgleich Ertrag, Temperatur und Feuchtigkeit in der Arbeitsansicht an. All diese Daten können auf einer Standard-Speicherkarte (SD Card) gespeichert und auf die GTA-Software von AGCO übertragen werden. Die leistungsstarken Programme dienen der einfachen Datenaufzeichnung und -überwachung, der Ertragskartierung oder sogar einem Komplettsystem für die teilflächenspezifische Pflanzenproduktion. Während die größeren Softwareversionen optional erhältlich sind, gehört das Datenerfassungssystem zur Serienausstattung. Dasselbe GTA-Terminal wird außerdem zum Einrichten und Bedienen der Lenkautomatik AutoGuide verwendet. Das Flaggschiff MF 9895 Fortia ist ab Werk sogar mit allen Geräten ausgestattet, damit diese Aufrüstoption im einfachen Plug-&-Play-Verfahren eingebaut werden kann. AutoGuide ist für die Mähdrescher der Klassen 6, 7 und 8 auch als Nachrüstung erhältlich. Aufgrund der umfangreichen Steuermöglichkeiten über das Konsole II-Terminal konnte die rechte Armlehne laut Hersteller sehr übersichtlich gestaltet werden. Der Joystick-Hebel steuert die Schneidwerkfunktionen, während sich in der Seitenkonsole nur die Handgas-Drehscheibe, die Schalter zum Aktivieren des Antriebs und wenige weitere Funktionen befinden.

Alle Fortia Mähdrescher werden von kraftstoffsparenden Motoren auf dem neuesten Stand der Technik mit bedarfsweise abrufbarer Zusatzleistung angetrieben. Das Flaggschiff MF 9895 Fortia verfügt über den 12,5-Liter-Motor Caterpillar C13 der neuesten Generation. Dieser Motor entfaltet seine Leistung innerhalb eines Leistungsbereichs von 425 bis maximale 459 PS mit Powerbulge. Das elektronische Steuersystem überwacht die Leistungsanforderung und passt Drehmoment und Leistungsabgabe an die Last an. Die Mähdrescher MF 9795 der Klasse 7 und MF 9695 Fortia der Klasse 6 werden vom ausgereiften 8,4-Liter-Sisu Dieselmotor Citius 84CTA mit einer Höchstleistung von 330 PS bei der kleineren und 380 PS bei der mittelgroßen Maschine angetrieben. Beide Motoren entfalten ihre Spitzenleistung beim Entladen und reagieren dabei automatisch auf die Leistungsanforderung.

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Rubrik:
Erntemaschinen

Artikel eingestellt am:
04.7.2008, 8:00

Quelle:
AGCO Vertriebs GmbH
www.masseyferguson.com

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