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| Sonntag, 12. Februar 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Nach einer bewegten Geschichte feiert die Marke Vicon am 15. März diesen Jahres ihr 100-jähriges Bestehen. Als bescheidene Erfinderwerkstatt des Gründers Hermanus Vissers 1910 im niederländischen Haarlemermeer begonnen, entwickelte sich die Firma in den 1950er Jahren zu einem internationalen Landtechnik-Hersteller. Mit vielen bahnbrechenden Entwicklungen beeinflusste Vicon den Landtechnik-Markt. Bis heute wurden unter der Marke weltweit mehr als zwei Millionen Futtererntemaschinen und Düngerstreuer verkauft.
Vor 100 Jahren mündete das technische Interesse des landwirtschaftlich geprägten Niederländers Hermanus Vissers in der Gründung der Firma Vicon (VIssers COnstruction, Nieuw-Vennep). Vissers’ erstes Produkt war eine pferdegezogene, halbautomatische Kartoffel-Pflanzmaschine. Ihr folgte eine ganze Reihe pferdegezogener Geräte, unter anderem die Entwicklung eines Mähbalkens, und 1949 der bekannte Sternradschwader/Heuma.
In einer 1955 in Nieuw-Vennep neu gebauten Fabrik entwickelt Vicon 1958 den Pendel-Düngerstreuer, der den Grundstein für das heutige Streuerprogramm legt und Vicon zu weltweiter Anerkennung verhilft. Mehr als eine Million davon sind bis heute verkauft und machen Vicon, zusammen mit den modernen Zweischeibenstreuern, laut eigenen Angaben zum Weltmarktführer.
Gegen Ende der 60er Jahre bringt das Unternehmen im Rahmen seines Futterernteprogramms eine völlig neue Mähtechnik auf den Markt: Das Scheibenmähwerk, ein Prinzip, das bald auch von allen anderen Herstellern adaptiert wird. Seit 1976 werden die Scheiben der Vicon-Mähwerke mit je drei Klingen ausgerüstet. Zum Programm gehören auch Wender und Schwader. Vicon beschäftigt zu dieser Zeit mehr als 1.000 Mitarbeiter.
In den frühen 1980er Jahren entdeckt Thyssen Bornemisza, ein bedeutender Industriekonzern, die Landtechnik als Wachstumsbranche, übernimmt Vicon und konsolidiert das Unternehmen mit PZ, Riviere-Casalis und Deutz-Fahr Futtererntetechnik zu einem neuen Unternehmen unter dem Namen Greenland.
Seitdem ist unter der Marke Vicon ein komplettes Futterernteprogramm erhältlich, das Scheiben- und Trommelmäher, Kreisel-Zettwender, Kreisel-Schwader, Pressen, Ladewagen und weitere Gerätetypen umfasst. Mit der HP 1600 ergänzt Vicon 1982 sein Programm um die erste silagegeeignete Hochdruck-Großpackenpresse, aus der sich das heutige Angebot entwickelt. Alle Vicon-Pressen sind mit dem OptiCut Schneidwerk ausrüstbar, das 1989 einen neuen Standard für die Qualität von Ballensilage setzte.
Vicons Standort in Nieuw-Vennep wird auch Entwicklungszentrum für landtechnische Elektronik und ist Anfang der 90er Jahre Pionieer des ISOBUS-Standards, der jetzt weltweit als nächste Generation der Maschinensteuerungstechnik eingeführt wird. Heute stellt Kverneland Mechatronics dort das brandneue ISOBUS-Terminal IsoMatch Tellus und andere Komponenten her.
Seit 1998 gehört Vicon als Spezialist für Futtererntemaschinen und Düngerstreuer zur norwegischen Kverneland Group. Mit einem auch weltweit hohen Marktanteil gehört die Marke zu den wichtigsten Lieferanten der deutschen Landwirtschaft. Die Vicon Scheibenmähwerke zeichnen sich auch heute noch besonders durch ihr einmaliges Konzept mit drei Klingen pro Mähscheibe aus. Die modernen Zweischeibenstreuer von Vicon verfügen über das einzigartige RotaFlow-Streusystem mit von der Hangneigung unabhängigem zentralen Aufgabepunkt. Und neben den Zweischeibenstreuern wird auch der Pendelstreuer nach wie vor in großen Stückzahlen weltweit vertrieben.
Eine weitere Stärkung der Marke erfolgte im Herbst letzten Jahres durch die Übernahme der Veenhuis Häcksel- und Kombiwagen. (siehe Artikel „Kverneland zeigt auf der Agritechnica 2009 bereits die von Veenhuis übernommenen Produkte“) Damit gibt es unter der Marke Vicon auch ein breites Programm für den Erntetransport von Gras und Mais.
Auch zukünftig will Vicon innerhalb der Kverneland Group für ein vollständiges, modernes Futterernteprogramm stehen.