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| Donnerstag, 24. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Auf der Agritechnica 2009 stellt Krone erstmals den neuen Selbstfahrer aus der Baureihe BiG M 400 vor. Ausgerüstet mit einem 400-PS-starken Mercedes-Benz-Motor soll sich der Big M 400 insbesondere für den Einsatz in starken Beständen oder am Hang eignen.
Im Vergleich zum Big M II konnte die Motordrehzahl sowohl bei Straßenfahrten als auch beim Mäheinsatz deutlich gesenkt werden. Ebenso wie die Vorgängermodelle verfügt auch der Big M 400 über den automotiven Fahrantrieb, bei dem sich die Motordrehzahl automatisch an die vorgewählte Fahrgeschwindigkeit und die entsprechenden Fahrantriebsbelastungen anpasst. Der Motor dreht also nicht – wie sonst bei hydrostatischen Antrieben üblich – ständig mit voller Drehzahl, sondern wird zum Beispiel an Ampeln, an Straßeneinmündungen etc. automatisch nach unten geregelt. Dadurch wird der Kraftstoffverbrauch spürbar gesenkt, Motor und Antrieb werden geschont.
Entsprechend der großen Motorleistung hat Krone beim Big M 400 auch die Kühleranlage angepasst. Kennzeichen sind hier ein größerer Kühler inklusive Kühlersieb sowie ein integrierter Luftschacht für die Ansaugung von oben. Der Vorteil: Die von oben angesaugte Luft ist deutlich staubfreier. Um eine mögliche Verschmutzung des Kühlers effektiv zu verhindern, schaltet sich zudem regelmäßig die automatische Umkehrlüftung ein. Dabei drehen die Flügel des Umkehrventilators um die eigene Achse und blasen den Kühler mit vollem Luftstrom frei. Hierbei öffnet sich die Kühlerheckklappe automatisch; der ausgeblasene Dreck fällt somit nach unten. Dieser automatische Reinigungsprozess soll den Motor nachhaltig vor Überhitzung schützen und die allgemeine Reinigungszeit deutlich verringern.
Auch die sonstige Ausstattung des neuen Krone Selbstfahrers besticht, so der Hersteller, durch großen Komfort. So ist der Big M 400 serienmäßig mit dem, auf der Agritechnica 2007 mit einer Silbermedaille ausgezeichneten, HeavyDuty-Mähholm mit SafeCut-Fremdkörpersicherung ausgerüstet. Dieses patentierte Krone-Konzept schützt Mähbalken und Mähscheiben nachhaltig vor Beschädigungen und erhöht die Einsatzsicherheit der Maschine maßgeblich. Eine Ausführliche Beschreibung der SafeCut-Fremdkörpersicherung gibt es im Artikel „Mit SafeCut jetzt noch sicherer abschneiden“ hier auf landtechnikmagazin.de.
Ebenso wie der Big M II, ist auch der Big M 400 mit drei Aufbereitervarianten erhältlich. Mit dem Hochleistungsaufbereiter CV mit 9,7 Metern Arbeitsbreite erfolgt eine sehr intensive Aufbereitung durch pendelnd aufgehängte, V-förmige Stahlzinken. Die Drehzahl von 700 U/min beziehungsweise 1000 U/min lässt sich bequem am Getriebe feststellen.
Für blattreiches Erntematerial, wie zum Beispiel Luzerne oder Klee, empfiehlt sich eine schonende Aufbereitung durch den Hochleistungsaufbereiter CRi mit Gummi-Quetschwalzen. Für den Einsatz in starken und hohen Beständen wie beispielsweise Sudangras bietet Krone die Aufbereitertechnik mit Stahlwalzen an. Beide CRi-Versionen arbeiten mit 9 Metern Arbeitsbreite; der Durchmesser der Walzen liegt bei 25 cm.
Die seitlichen Mäher können beim Krone BiG M 400 zusätzlich mit Förderschnecken ausgerüstet werden. Das Krone „Big Swath-System“ transportiert das aufbereitete Futter ohne Bodenkontakt direkt zur Mitte. Big Swath arbeitet sowohl in Kombination mit dem CV- als auch mit dem CRi-Aufbereiter. Das Big Swath System kann auch mit geöffneten Hauben arbeiten, so dass das Futter auf die gesamte Arbeitsbreite abgelegt wird.
Eine weitere Option für den Big M 400 ist der Einsatz als selbstfahrender Mulcher mit 9 Metern Arbeitsbreite. Das steigert die Auslastung der Maschine. Interessant ist zum Beispiel auch der Mulchereinsatz in Maisstoppeln, um die Ausbreitung des Maiszünslers zu verhindern.
Neu ist auch die Optik der Fahrerkabine: Krone rüstet alle Big M 400 mit der komfortablen Command-Vision-Cab aus. In der großen, übersichtlichen, voll klimatisierten Kabine sind für den Fahrer alle wichtigen Arbeits- und Bedienfunktionen direkt erreichbar. Der Fahrantrieb sowie das Heben und Senken der Mähwerke wird über den bewährten Joystick gesteuert. Alle wichtigen Maschinendaten werden auf dem farbigen EasyTouch Display angezeigt und können dort einfach und schnell bearbeitet werden.
Für den Einsatz des Big M 400 in empfindlichen Beständen wie beispielsweise Luzerne bietet Krone die Reifenvariante CARGO XBIB mit flachem Rautenprofil an. Durch die deutlich größere Aufstandsfläche dieses Spezialreifens und den geringen Reifendruck von 1,0 bar wird der Wurzelstock der Pflanze beim Überfahren nur minimal belastet. So soll der Boden geschont und der schnelle Wiederaufwuchs des Bestandes gesichert werden.
Auf der Agritechnica 2009 zeigt Krone den neuen Selbstfahrer BiG M 400 und viele weitere Neuheiten in Halle 27, Stand J 15.