Claas erweitert Ladewagen-Produktpalette um Kombiwagen CARGOS
Claas erweitert seine Produktpalette um den Kombi- oder auch Doppelnutzungswagen CARGOS, der sich einerseits als vollwertiger Rotorladewagen nutzen lässt, andererseits auch als robuster Häckselwagen in der Gras- und Maisernte eingesetzt werden kann.
Claas bietet die neuen CARGOS in drei verschiedenen Größen an, als CARGOS 9400 mit 38 m³ (nach DIN), als CARGOS 9500 mit 44 m³ und als CARGOS 9600 mit 50 m³. Je nach Achsvariante, Boogie oder hydropneumatisch, Tandem oder Tridem, liegt das jeweils zulässige Gesamtgewicht zwischen 24 und 34 Tonnen, wobei bei Tridem-Achsböcken die erste und letzte Achse grundsätzlich zwangsgelenkt ist.
Claas hat in seine neuen CARGOS Modellen ein komplett neu entwickeltes Ladeaggregat eingebaut. Der Laderotor ist von Grund auf neu konstruiert und durch seine 22 mm breiten Förderflossen aus Bohrstahl laut Claas besonders leistungsstark. Eine entscheidende Neuheit stellt der am Laderotor ansteigende Kratzboden dar. Der Wagenboden senkt sich nach vorn rund 50 cm Richtung Laderotor. Dadurch soll eine erhebliche Reduzierung der Antriebskräfte am Rotor erreicht werden, was die Ladeleistung beträchtlich erhöhen soll. Ein zusätzlicher Vorteil, der sich aus dem abgesenkten Boden ergibt, ist, so der Hersteller, die bessere Ausladung des CARGOS, da anders als bei Standardladewagen das geschnittene Erntegut nicht steil durch einen schmalen Ladekanal nach oben in den Wagen, sondern vermehrt zur Wagenmitte hin gepresst wird. Der hintere Laderaum des Wagens soll sich dadurch erheblich besser ausnutzen lassen und der Vorgang futterschonender sein.
Um aus dem Ladewagen einen vollwertigen Häckselwagen zu machen, lässt sich das komplette Lade- und Schneidaggregat innerhalb kürzester Zeit, Claas gibt hierfür etwa 15 Minuten an, ausbauen. Dazu wird das Aggregat auf einem kleinen Montagewagen abgelegt und die Schnellverschlüsse sowie die Antriebsgelenkwelle werden gelöst. Die verbleibende Öffnung zum Laderaum wird dann noch durch zwei Einlegebleche verschlossen. Der große Vorteil liegt in einer Gewichtsreduktion und Nutzlasterhöhung, die Claas mit über 2.500 kg angibt. Beim Ein- oder Ausbau bleiben alle Einstellungen erhalten. Ebenso leicht ein- oder ausbaubar ist laut Claas das optional erhältliche Dosierwalzenmodul. Die drei als eine Einheit vormontierten Silierwalzen lassen sich jederzeit einfach, beispielsweise mit Hilfe eines Frontladers, entnehmen. Die Umbauzeit beträgt hier nach Herstellerangaben nur 15 min, die zusätzliche Gewichtsersparnis ca. 500 kg.
Zur komfortablen Bedienung bietet Claas das Isobus Terminal COMMUNICATOR an. Damit lassen sich unter anderem wiederkehrende Abläufe während des Ladens, Transportierens oder Abladens mit nur einem Tastendruck automatisieren. Die über den COMMUNICATOR einstellbare Ladeautomatik arbeitet mit einem drucksensorabhängigem Dachblech und einer über den Kraftbedarf des Rotors gesteuerten Regelung. Je nach Erntegut und Feuchte kann stufenlos ein gewünschter Druck beziehungsweise ein maximales Drehmoment voreingestellt werden. Ab dem eingestellten Wert schiebt der Kratzboden zurück und berücksichtigt dadurch auch wechselnde Futterverhältnisse. Gute Arbeit soll die drehmomentgesteuerte Ladeautomatik auch hinsichtlich einer besseren Ausladung leisten.
Den Kombi- oder auch Doppelnutzungswagen CARGOS und viele weitere Neuheiten zeigt Claas auf der Agritechnica 2009 in der Halle 13, Stand E02.
Alle Artikel über Claas Neuheiten auf der Agritechnica 2009:
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