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| Donnerstag, 24. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Häufiges Füttern kann bekanntlich die Futteraufnahme und damit die Milchleistung steigern, wirkt sich positiv auf die Tiergesundheit aus und ist dazu geeignet, mehr Ruhe in die Herde zu bringen, weil auch rangniedrigere Tiere problemloser Zugang zum Frischfutter erhalten. Oftmals scheitert eine Fütterung rund um die Uhr aber am damit verbundenen Arbeitsaufwand. Eine Lösung dieses Problems will Lely hier jetzt mit dem neuen Futterschieber Juno anbieten.
Der Lely Juno arbeitet nach dem Prinzip des Stallreinigungsroboters Discovery, fährt selbständig, dem Fressgitter folgend, durch den Futtergang und schiebt hierbei das Futter an das Gitter. Die Route, die der Lely Juno abfahren soll, wird einmalig bei der Installation mit Hilfe des Steuergerätes E-Link eingestellt. Hierbei wird auch der Abstand zum Fressgitter vorgegeben, wobei zunächst mit einem größeren Abstand begonnen wird, der nach und nach verringert wird. Insgesamt lassen sich 16 Routen programmieren, so dass eine gleichmäßige Verteilung der Futtervorlage rund um die Uhr möglich ist. Ein Ultraschallsensor sorgt dann im Betrieb dafür, dass der Juno dem Fressgitter in der vorgegebenen Distanz folgt. Lediglich am Start und Endpunkt jeder Route, der Ladestation des akkubetriebenen Lely Juno, sind Metallstreifen am Boden angebracht, die der Futterschieber mit Hilfe eines Induktivsensors erkennt.
Der Juno verfügt über ein Dreiradfahrgestell mit zwei angetriebenen Rädern und einem Stützrad. Sein Hauptrahmen besteht aus einem schweren Betonblock, der dem Futterschieber die notwendige Masse verleihen soll, um das Futter anschieben zu können; der Lely Juno kommt damit auf ein Gewicht von nicht weniger als 575 kg. Im unteren Bereich des Lely Juno fördert ein mit einer Gummilippe versehener rotierender Ring das Futter aktiv zum Fressgitter. Der Futterschieber kann laut Hersteller Futterhaufen bis zu einer Höhe von 75 cm verschieben.
Da der Lely Juno im Futtergang und damit in einem in der Regel leicht zugänglichen Stallbereich fährt, sind Sicherheitseinrichtungen unverzichtbar. Lely stattet den Juno deshalb mit einem Kollisionsdetektor als Sicherheitseinrichtung aus, der den Futterschieber sofort stoppen soll, sobald dieser auf ein Hindernis trifft.
Der Lely Juno ist laut Hersteller eine einfach zu installierende, unabhängige Maschine, die ohne Zusatzeinrichtungen oder Umbaumaßnahmen am Stall auskommt. Eine Futtertischbreite von 200 cm zuzüglich der Breite des Futterhaufens und ein geeigneter Standort für die Ladestation am Futtergang vorausgesetzt, ist der Juno daher für nahezu jeden Stalltyp geeignet. Der Einsatz des Juno fördert laut Lely das Wohlbefinden der Herde, indem er die Kühe dazu anregt, das Fressgitter häufiger aufzusuchen. Die Kühe nehmen, so Lely, mehr Futter auf, die Herde wird ruhiger und friedlicher und auch niederrangige Tiere haben jetzt in ausreichendem Maße Zugang zum Futtertisch. Der Einsatz des Lely Juno in Kombination mit dem Lely Astronaut führt laut Hersteller zudem dazu, dass der Melkroboter sowohl tagsüber als auch nachts regelmäßiger aufgesucht und damit optimal ausgenutzt wird und sich dadurch auch weniger Kühe im Wartebereich aufhalten. Als weiteren Vorteil des Juno nennt Lely nicht zuletzt die Zeitersparnis für den Landwirt: Bei dreimal täglichem Anschieben des Futters à 10 Minuten betrage die jährliche Zeitersparnis 183 Stunden oder umgerechnet 22 8-Stunden-Arbeitstage.
Auf der EuroTier 2008 zeigt Lely den Futterschieber Juno in Halle 27, Stand H45.