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Mess- und Systemdaten zentral sammeln, vergleichen und auswerten mit dem Biodata-Management-Modul

Zu den interessantesten Neuheiten aus dem Hause Möller gehört das, als EuroTier-Neuheit durch eine von der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) eingesetzten internationalen Expertenkommission mit einer Silbermedaille ausgezeichnete, Biodata-Management-Modul, eine Gemeinschaftsentwicklung der Firma Möller und der Firma TEWE. Dabei handelt es sich um ein Softwaredatenmodul zur Erfassung von Mess- und Systemdaten mit Hilfe der Datenvernetzung nach dem ISOagriNET Standard sowie anschließender Auswertung und Korrelation dieser Daten für die ergebnisorientierte Optimierung von Fütterungs- und Lüftungsanlagen, wie dem TEWE Fütterungscomputer „TEWESTAR“ und dem Möller Klimaregler „DR1-C“.

Der innovative Charakter besteht darin, dass hier erstmalig ein Werkzeug in Form eines Softwaremoduls zur Verfügung steht, mit dem der Anwender in der Lage ist, die gesamte Bandbreite von Mess- und Systemdaten zu sammeln und miteinander zu vergleichen, sowie anderen Systemen zur Verfügung zu stellen. Hier werden systemübergreifend sowohl die fütterungs- als auch die lüftungsrelevanten Daten zusammengeführt. Kurvendarstellungen können zeitsynchron übereinander gelegt werden, um somit etwaige Wechselwirkungen leichter erkennen zu können. So kann beim Auftreten bestimmter Verhaltensmuster z.B. Erhöhung des Wasserverbrauchs und geringere Futteraufnahme, das Anbahnen einer Krankheit erkannt und entsprechend gegengesteuert werden. Über spezielle Bewegungsmelder ist man in der Lage, Aktivitätsmuster mit anderen Daten zu vergleichen und gegebenenfalls Rückschlüsse auf auffälliges Verhalten der Tiere zu ziehen. Das Biodata-Management-Modul ist jederzeit erweiterungsfähig und lässt für die Zukunft auch die Einbindung von Biosensorik, Stresssensorik und dergleichen zu.

Die zurzeit eingesetzten Lüftungssystemen basieren in der Regel auf einer temperaturabhängigen Regelung des Abluftvolumenstromes. Hier werden außer der Temperatur Regelungseckwerte, wie Luftraten, Mindestluftraten und Absenkautomatikfunktionen überwiegend nach starren Sollwerten oder nach Gefühl eingestellt, ohne Regelergebnisse durch den Klimaregler selbst kontrollieren oder auch korrigieren zu lassen. Es fehlt im Allgemeinen eine geschlossene Regelstrecke. Das Regel- bzw. Stellergebnis wird überwiegend durch die Temperatur bestimmt und nicht durch die eigentliche Luftgüte. Diese setzt sich in erster Linie aus der Temperatur, der Schadgaskonzentration (z.B. NH3 oder CO2) und der relativen Feuchte zusammen. Erst wenn diese dynamischen Werte mit in die Klimaregelung einbezogen werden, kann sich die Klimaregelung automatisch auf den optimalen Zustand einstellen und erfordert kein arbeitsintensives und oft unterlassenes Nachstellen der Regelung durch den Bediener. Ein immer korrekt eingeregeltes Lüftungssystem erreicht so ein Optimum an Energie-, Arbeitsaufwand- und Medikamenteneinsparung. Es kommt sowohl den Tieren wie auch dem im gleichen Umfeld arbeitenden Menschen hinsichtlich der gesundheitlichen Belastung zu Gute.

Auf der EuroTier 2008 finden Sie die Möller GmbH in Halle 12, Stand B41, die TEWE-Elektronic GmbH & Co. KG in Halle 12, Stand A45.

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Rubrik:
Hof- und Stalltechnik

Artikel eingestellt am:
08.11.2008, 18:35

Quelle:
Möller GmbH
www.moeller-agrarklima.de

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