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| Freitag, 25. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Im Geschäftsjahr 2010 haben die Amazonen-Werke mit Land- und Kommunalmaschinen nach eigenen Angaben einen Umsatz von 290 Mio. Euro erwirtschaftet. Dieses Ergebnis entspricht laut Amazone dem Vorjahreswert und liegt damit weit über den ursprünglichen Erwartungen, die Anfang 2010 angesichts der Wirtschaftskrise noch von Umsatzrückgängen bis zu 15 % ausgingen. 75 % des Umsatzes wurden nach Firmenangaben in Westeuropa inkl. Deutschland erzielt, 20 % in Osteuropa und 5 % im Rest der Welt. Die Anzahl der Mitarbeiter lag laut Amazone wie in den vergangenen Jahren konstant bei 1.500, der Exportanteil betrug wieder 75 % vom Gesamtumsatz.
„2010 war ein sehr wechselhaftes Jahr“, blicken die Geschäftsführer Christian Dreyer und Dr. Justus Dreyer zurück. „Zunächst ist es sehr gut gelungen, das Unternehmen und seine Strukturen an die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise anzupassen. Wir sind froh, dass dabei die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft erhalten werden konnten. Im weiteren Jahresverlauf hat die Investitionsbereitschaft unserer Kunden wieder zugelegt, so dass wir in der zweiten Hälfte 2010 deutlich mehr Maschinen verkauft haben.“ So steigerte die Amazone Gruppe nach eigenen Angaben die Umsätze u.a. in Russland, der Ukraine und Polen um über 50 %. In vielen Ländern habe Amazone gleichzeitig seine Marktanteile weiter erhöhen können.
2010 war aber auch ein Jahr neuer Produkt-Meilensteine für die Unternehmensgeschichte. So hat Amazone mit dem Pantera den ersten im eigenen Hause entwickelten und gefertigten Pflanzenschutz-Selbstfahrer in den Markt eingeführt. Nunmehr kann Amazone selbstfahrende Pflanzenschutzspritzen in wesentlich größeren Stückzahlen ausliefern als bisher und noch schlagkräftiger auf die Anforderungen der internationalen Märkte reagieren. Außerdem hat Amazone die Baureihe der EDX-Einzelkornsämaschinen um drei neue Anbaumaschinen erweitert und bietet sie jetzt als Komplettprogramm für alle relevanten betrieblichen Anforderungen an, um auf diesem wichtigen Zukunftsmarkt noch einmal zuzulegen.
„Wir schauen sehr optimistisch nach vorne und wollen die Chancen der Zukunft nutzen“, so die Geschäftsführer weiter. Für das bevorstehende Halbjahr rechnen sie mit einer zusätzlichen Absatzsteigerung und erwarten zugleich für 2011 wieder ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich. Als Folge der gestiegenen Erzeugerpreise sind, so Amazone, die Stimmung und Investitionsbereitschaft bei den Landwirten in Ost und West gut, so dass der Auftragsbestand derzeit doppelt so hoch liegt wie im Vorjahr. Nicht nur in Deutschland sondern auch in den meisten anderen Ländern Westeuropas habe die Nachfrage angezogen. Besonders stark zeige sich dies auf den für Amazone wichtigen Exportmärkten Frankreich, England sowie Skandinavien. In Osteuropa und den GUS-Staaten gestalte sich die Entwicklung ebenfalls positiv. Besonders in Russland, Polen und der Ukraine ist für das Frühjahr 2011 laut Amazone eine weitere Steigerung zu erwarten.
Bei den Investitionen hat Amazone im zurückliegenden Jahr trotz der zunächst schwachen Marktentwicklung viele Projekte weitergeführt. So hat Amazone auf dem Gelände der englischen Tochtergesellschaft ein neues ActiveCenter eröffnet. Im Werk Hude konnte Amazone ein neues und hochmodernes Bearbeitungszentrum für die Kreiseleggen- und Kreiselgrubberfertigung in Betrieb nehmen, mit dem, so Amazone, Haltbarkeit und Laufruhe dieser Maschinen weiter verbessert wurden.
Die Geschäftsführer blicken mit Zuversicht nach vorn: „Mit innovativen Maschinen und Verfahren, wettbewerbsfähigen Preisen und einem schlagkräftigen Service sehen wir uns gut aufgestellt. Die Rahmenbedingungen sind ebenfalls gut, so dass wir für das nächste Jahr wieder auf organisches Unternehmenswachstum setzen.“ Parallel dazu sind umfassende Investitionen geplant, die entsprechend der Philosophie der Nachhaltigkeit an der langfristigen finanziellen Sicherheit ausgerichtet sind. So will Amazone u.a. in weitere Montagehallen investieren, um die Fertigungskapazitäten zu erweitern.
Um angesichts einer immer komplexeren Technik den steigenden Servicebedarf der Amazone-Kunden zu erfüllen, hat Amazone in Hasbergen-Gaste neben dem zentralen Parts Center Worldwide ein neues Kundendienstzentrum eingerichtet und die Zahl der Servicemitarbeiter aufgestockt.
In zahlreichen ActiveSeminaren hat Amazone außerdem seine Schulungen als kompetenter Partner für den „Intelligenten Pflanzenbau“ fortgesetzt. In den ActiveCentern Hasbergen-Gaste, Hude, Leipzig, Harworth (England) und Auneau (Frankreich) nahmen wieder zahlreiche Landwirte und Lohnunternehmer an Fachseminaren und Feldtagen zu Themen des „3C - Cost Cutting Concept“ teil. Ein Höhepunkt waren die Feldtage Amatechnica im Herbst 2010 in Hasbergen-Gaste mit Maschinenvorführungen und Fachvorträgen.
Sicherlich auch als Folge dieser intensiven Betreuung und Kommunikation mit den Kunden konnte sich Amazone im Ranking der jährlich von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführten Image-Barometer-Befragung nach eigenen Angaben weiter verbessern: Hier hat Amazone schon das zweite Jahr in Folge erfreuliche Zuwächse auf seinen bisher höchsten Imagewert erzielt und rangiert nun unter allen in Deutschland vertretenen Landmaschinenherstellern auf Platz 5.
2010 hat sich nach Firmenangaben der Nachfragetrend in Richtung der gut ausgestatteten, schlagkräftigen und zugleich umweltschonenden Amazone-Maschinen weiter verstärkt: Parallel zur Markteinführung des Selbstfahrers Pantera und der Programmabrundung bei den EDX-Einzelkornsämaschinen entwickelte sich der Absatz von hydraulisch angetriebenen Wiegestreuern sowie elektronisch geregelten Pflanzenschutzspritzen sehr positiv. Zugleich wurden Düngerstreuer und Spritzen zunehmend mit der automatischen Teilbreitenschaltung GPS-Switch ausgerüstet.
Im Bereich der Bodenbearbeitung war Amazone mit den neuen Kompaktscheibeneggen Catros+ sowie den neuen Cenius-Grubbern besonders erfolgreich. Bei der Sätechnik lag der Nachfrageschwerpunkt in Westeuropa auf den aktiv arbeitenden Säkombinationen. Im Herbst konnte Amazone sogar die 100.000ste Säkombination an einen Landwirt in Österreich ausliefern. In Richtung Osten hingegen zog die Nachfrage nach den Großflächensämaschinen Cirrus, Citan, Condor und Primera an.
In der Kommunaltechnik hat Amazone den neuen selbstfahrenden Profihopper mit Allradantrieb sowie den neuen gezogenen Grasshopper GHS Drive in den Markt eingeführt. Mit diesen Entwicklungen kann Amazone nach eigenen Angaben auch den kommunalen Kunden neue kostensparende Maschinen zur Verfügung stellen.
„Die Innovationen sind weiterhin eine besondere Stärke von Amazone“, benennen die Geschäftsführer einen wichtigen Erfolgsfaktor. „Entsprechend dem Leitsatz „Mehr Leistung mit weniger Aufwand“ können wir unseren Kunden damit immer wieder neue Techniken anbieten, mit denen sich die Betriebsmittel- und Arbeitskosten weiter verringern lassen.“ Sie kündigen an, dass für die im Jahr 2011 anstehenden internationalen Landtechnikmessen Sima in Paris sowie die Agritechnica in Hannover wieder mit zahlreichen Neuheiten von Amazone zu rechnen ist.
Am Ausbau seiner Präsenz auf den internationalen Märkten hat Amazone ebenfalls weiter gearbeitet. In Nordamerika hat Amazone in Kooperation mit regionalen Importeuren den Aufbau einer Vertriebs- und Serviceorganisation forciert. Weitere Märkte, auf denen sich Amazone derzeit zusätzliche Absatzpotenziale erschließt, sind Südamerika und Asien.
Die mittel- und langfristigen Perspektiven für die Landwirtschaft und die Landtechnik beurteilen die Amazone-Geschäftsführer nach wie vor gut. Vor dem Hintergrund der weiter wachsenden Weltbevölkerung sowie knapper werdenden landwirtschaftlichen Nutzflächen sei zu erwarten, dass die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit die Nachfrage nach leistungsfähiger Landtechnik weiter andauern. Bei allem Optimismus sehen die Geschäftsführer aber auch besondere Herausforderungen. „Wir müssen davon ausgehen, dass es durch schwankende Erzeugerpreise in der Landwirtschaft, aber auch durch allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklungen immer wieder zur Stagnation oder zu Rückgängen auf den Märkten kommen kann. Nach den Erfahrungen in der jüngsten Vergangenheit sind wir jetzt noch besser vorbereitet, um auch solche Entwicklungen flexibel zu meistern.“