CEMA: Hersteller von Landmaschinen sehen sehr großes Marktpotenzial in Afrika

Afrika birgt ein erhebliches Marktpotenzial für Landmaschinen, laut einer neuen Umfrage unter 171 Landmaschinenherstellern, welche von der Agrievolution Alliance – einem globalen Netzwerk von Landmaschinenherstellern – auf Anregung des europäischen Herstellerverbandes CEMA und der Weltbank durchgeführt wurde.

Laut der Umfrage glauben 43 % der Hersteller, dass Afrika bereits jetzt schon „sehr wichtig“ oder „absolut notwendig“ für den Geschäftsbetrieb ihres Unternehmens ist. Mit Blick auf die Absatzperspektiven für Landmaschinen in den kommenden 5 bis 15 Jahren glauben drei Viertel der Befragten (73,6 %), dass Afrika „großes“ oder sogar „sehr großes“ Marktpotenzial aufweise.

Ungeachtet dieser positiven Aussichten stoßen Landmaschinenhersteller weiterhin auf eine Reihe von erheblichen strukturellen Herausforderungen, wenn sie geschäftlich in Afrika tätig sind. Auf die Frage nach den wichtigsten Faktoren, die verbessert werden müssten, um zukünftige Investitionen in afrikanischen Ländern zu tätigen, Mechanisierunganstrengungen erfolgreich weiterzuentwickeln und funktionierende lokale Händler- und Reparaturnetzwerke für Landmaschinen aufzubauen, unterstrichen die Hersteller den Bedarf an:

  • verlässlichen politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen
  • funktionierenden Bankensystemen und einen verbesserten Zugang zu Finanzierungmöglichkeiten
  • einer größeren Anzahl von Technologiezentren und Demonstrationsbetrieben, um die Aus-und Weiterbildung von Landwirten im Umgang mit Maschinen zu fördern
  • Mehr als die Hälfte der Befragten glauben, dass öffentlich-private Partnerschaften (ÖPPs) der Schlüssel zur Bewältigung dieser Herausforderungen sein könnten und bezeichneten ÖPPs als „sehr wichtige“ oder „absolut notwendige“ Instrumente im Bemühen, Mechanisierung in Afrika nachhaltig voranzubringen.

    „Angesichts der schnell wachsenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln in Afrika, die durch das Bevölkerungswachstum gestützt wird, glauben wir, dass ein neuer Ansatz erforderlich ist, um nachhaltige Mechanisierungssstrategien voranzubringen und die Produktivität der Landwirtschaft zu erhöhen. Ein solcher Ansatz sollte eine Kombination aus institutioneller Unterstützung und einer engeren Zusammenarbeit mit dem Privatsektor in Form von ÖPPs sein. Wir freuen uns, dass Landmaschinenhersteller diese Ansicht teilen, da wir momentan dabei sind, die Entwicklung eines neuen, dezidierten ÖPP-Mechanismus für Mechanisierungsbemühungen in Afrika zu erörtern“, sagte Simeon Ehui von der Agricultural Global Practice der Weltbank.

    „Wenn wir landwirtschaftliche Mechanisierung in Afrika erfolgreich gestalten wollen, müssen alle Beteiligten – ob Landwirte, Unterstützer, Planer oder Politiker – zusammenarbeiten. Die Agrievolution Alliance freut sich auf die Zusammenarbeit zwischen Herstellern, der Weltbank und interessierten Drittparteien, um die Entwicklung neuer ÖPP-Ansätze zu erörtern, welche die Mechanisierung in Afrika zielgerichtet und umfassend förden könnten“, sagte Selami Ileri, Vorsitzender der Agrievolution Alliance.

    An der Umfrage nahmen 171 Unternehmen aus 16 Ländern teil, die den Großteil der Weltmarktproduktion von Traktoren und anderen Landmaschinen repräsentieren. Die 16 Länder sind: Österreich, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Indien, Italien, Japan, Korea, Südafrika, Türkei, Ukraine, Großbritannien und die USA.

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    Rubrik:
    Landtechnik allgemein

    Artikel eingestellt am:
    17.2.2016, 18:29

    Quelle:
    CEMA aisbl - European Agricultural Machinery
    www.cema-agri.org

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