|
Kontakt Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutzerklärung Spezial-Feed Google-Gadget Hintergrundbild-Download FAQ Veranstaltungen melden |
|||
| Freitag, 25. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
|
| Startseite | Artikel | Veranstaltungen | Atom & RSS | Twitter | Gebrauchtmaschinen | Extras & Service | Links | Impressum | |||
Der neue Wareneingang im Harsewinkeler Claas Werk ist jetzt offiziell eröffnet worden. In einer Feierstunde durchschnitten Cathrina Claas und Geschäftsführer Jan-Hendrik Mohr symbolisch das Band, das das Hochregallager in Betrieb setzte. Viele Mitarbeiter waren zu Gast beim ersten Rundgang durch das moderne Logistik-Zentrum.
In seiner Eröffnungsrede stellte Jan-Hendrik Mohr die Vorzüge des neuen Wareneingangsgebäudes vor, das eine Investition von 3,5 Mio. € erforderte. So läuft nach seinen Worten der gesamte Wareneingangsprozess gegenüber dem früheren Verfahren deutlich schneller und effizienter. Mehrere Lastwagen können in der großen, lichten Halle gleichzeitig entladen werden, die gesamte Annahmefläche wurde deutlich ausgeweitet.
Die Teile werden bereits frühzeitig elektronisch erfasst und zugleich geordnet bereitgestellt. Das neue Hochregallager und die Wareneingangsprüfung sind die wesentlichen Bausteine des modernen Wareneingangsprozesses. Die räumliche Zusammenlegung der Qualitätssicherung im Wareneingang mit Labor und Messraum bilden eine zentrale Gewährleistung der Qualität am Anfang des Produktionsablaufes. Automatisch durchlaufen somit die Lieferteile bereits im Lager einen Qualitätssicherungsprozess.
Jan-Hendrik Mohr fasste zusammen: „Mit der Entscheidung, in die eigene Wareneingangslogistik zu investieren, liegen wir sicherlich nicht im Trend. Denn in vielen Unternehmen werden derartige Prozesse ausgelagert. Doch die Vorzüge der schnellen und präzisen Verfügbarkeit und die Sicherstellung unserer Qualitätsanforderungen sind für uns Pluspunkte, die sich auszahlen.“ Er rechne damit, dass sich die neue Investition in etwa drei Jahren bereits amortisieren werde.
Wo viel produziert wird, werden auch viele Bauteile benötigt. Etwa 700 Behälter mit verschiedensten Teilen kommen jeden Tag am Wareneingang im Werk Harsewinkel an. Etwa alle 30 Sekunden liefern Staplerfahrer die blauen Behälter auf dem Förderband des neuen Hochregallagers ab, der Inhalt wird mittels eines Strichcodes automatisch eingelesen, bevor der Behälter zu einem der 7.500 Stellplätze in zum Teil luftiger Höhe transportiert wird. Auch dies geschieht schnell und vollautomatisch mit den vier Regalbediengeräten, die sich in der gleichen Anzahl von Gassen zwischen den Regalen hin- und herbewegen und für das Ein- und Auslagern der Behälter zuständig sind.
Die Effizienz des neuen Lagers basiert zu einem großen Teil auf der intelligenten Programmierung des Systems: So werden oft benötigte Teile, sogenannte Schnellläufer, vorzugsweise im hinteren Teil des Lagers platziert, wo sie besonders schnell zum Abholbereich gelangen können. Mehrere Behälter mit gleichen Teilen werden grundsätzlich nicht alle in derselben Gasse gelagert. Denn sollte es einmal zu einer Störung in einer der Gassen kommen, wären immer noch die Teile in den übrigen Gassen verfügbar.
Sobald bestimmte Teile in der Produktion benötigt werden, verlassen sie das Lager auf dem Förderband am Ausgang. Per Handscanner lesen die Gabelstaplerfahrer den Strichcode der Behälter nochmals ein. Ein Begleitzettel wird ausgedruckt und in den Behälter gelegt, der dann zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort gebracht wird.
Im Zusammenhang mit dem Wareneingang wurde auch die daran angeschlossene Qualitätssicherung renoviert und modernisiert. Hier werden alle Lieferungen stichprobenartig unter die Lupe genommen. Schließlich muss sichergestellt sein, dass jedes Teil die hohen Qualitätsanforderungen erfüllt.