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| Freitag, 25. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Wie Deere & Company heute mitteilte, hat das Unternehmen im vierten Quartal des Geschäftsjahres (31. Oktober) weltweit einen Verlust von 228,3 Millionen US-$ (Vorjahr: 345,0 Millionen US-$ Gewinn) oder US-$ 0,53 (US-$ 0,81 Gewinn) je Aktie erlitten. Belastet wurde das Quartalsergebnis durch außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 364,8 Millionen US-$ vor Steuern bzw. von 321,8 Millionen US-$ nach Steuern oder 0,76 US-$ je Aktie wegen der bereits angekündigten Abschreibungen auf den Goodwill von John Deere Landscapes und der Kosten für das Programm zur freiwilligen Aufhebung von Arbeitsverträgen im neu gebildeten Bereich Landtechnik & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege. Diese Aufwendungen sind im Ergebnis dieser Sparte berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr erreichte der Gewinn 873,5 Millionen US-$ (2,053 Milliarden US-$) bzw. US-$ 2,06 (US-$ 4,70) je Aktie. Das Jahresergebnis schließt die oben genannten Maßnahmen mit ein, die es mit 380,6 Millionen US-$ vor Steuern bzw. 331,8 Millionen US-$ nach Steuern oder US-$ 0,78 je Aktie schmälerten. Weltweit sanken die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge im Vergleich zum Vorjahr im vierten Quartal um 28 % auf 5,334 Milliarden US-$ bzw. im Geschäftsjahr um 19 % auf 23,112 Milliarden US-$. Dabei beliefen sich die Maschinenumsätze auf 4,726 Milliarden US-$ (6,734 Milliarden US-$) im vierten Quartal bzw. auf 20,756 Milliarden US-$ (25,803 Milliarden US-$) im Geschäftsjahr.
„Trotz des weltweit enormen wirtschaftlichen Drucks hat John Deere ein solides Geschäftsergebnis erzielt und seine stabile finanzielle Lage behauptet“, sagte dazu Samuel R. Allen, Vorstandsvorsitzender von Deere & Company.
Die Umsatzerlöse der weltweiten Maschinensparten sanken gegenüber dem Vorjahr um 30 % im vierten Quartal bzw. um 20 % im Geschäftsjahr. Die Durchsetzung besserer Preise schlug im vierten Quartal mit 3 Prozentpunkten bzw. im Geschäftsjahr mit 5 Prozentpunkten zu Buche. In den Vereinigten Staaten und Kanada sanken die Umsatzerlöse um 26 % im vierten Quartal bzw. um 14 % im Geschäftsjahr. Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas gingen die Umsätze um 35 % im vierten Quartal bzw. um 28 % im Geschäftsjahr zurück, wobei sich die Umrechnungskurse mit 1 Prozentpunkt im Quartal positiv bzw. mit 8 Prozentpunkten im Geschäftsjahr negativ auf die Umsatzerlöse auswirkten. Die John Deere Maschinensparten verzeichneten einen Betriebsverlust von 22 Millionen US-$ (549 Millionen US-$ Gewinn) im vierten Quartal bzw. einen Betriebsgewinn von 1,365 Milliarden US-$ (2,927 Milliarden US-$) im Geschäftsjahr. Der Rückgang im vierten Quartal war in erster Linie bedingt durch niedrigere Liefer- und Produktionsmengen, Abschreibungen auf den Goodwill, ungünstige Wechselkurseffekte und Kosten im Zusammenhang mit der freiwilligen Aufhebung von Arbeitsverträgen, während sich gesunkene Rohstoffkosten, die Durchsetzung besserer Preise und niedrigere Vertriebs- und Verwaltungskosten positiv auf das Ergebnis auswirkten.
Die Maschinensparten mussten im vierten Quartal einen Verlust von 201 Millionen US-$ (268 Millionen US-$ Gewinn) verbuchen, erzielten aber im Geschäftsjahr einen Gewinn von 678 Millionen US-$ (1,676 Milliarden US-$). Dabei wirkten sich die oben erwähnten Faktoren sowie ungünstige Steuereffekte sowohl im Quartal als auch im Geschäftsjahr nachteilig aus. Die Forderungen an den Handel und die Lagerbestände beliefen sich am Ende des Geschäftsjahres auf 5,014 Milliarden US-$ (6,276 Milliarden US-$).
„Durch die erfolgreiche Anpassung unserer Produktion an die Endabnehmernachfrage entsprachen die Forderungen an den Handel und die Lagerbestände trotz des deutlichen Nachfragerückgangs weiterhin 24 % des Umsatzes der letzten zwölf Monate“, sagte Allen.
Der Finanzierungsbereich verzeichnete im vierten Quartal einen Verlust von 15,3 Millionen US-$ (69,9 Millionen US-$ Gewinn), erzielte aber im Geschäftsjahr einen Gewinn von 202,5 Millionen US-$ (337,4 Millionen US-$). Das Quartalsergebnis wurde vor allem durch verminderte Steuergutschriften in Zusammenhang mit Windkraftanlagen und höhere Rückstellungen zur Deckung von Kreditrisiken sowie höhere Verluste bei den Restwerten von Leasing-Baumaschinen und gesunkene Provisionen aus der Ernteversicherung beeinträchtigt. Beim Jahresergebnis konnten höhere Rückstellungen zur Deckung von Kreditrisiken, gesunkene Provisionen aus der Ernteversicherung, geringere Zinsspannen bei der Finanzierung und höhere Verluste bei den Restwerten von Leasing-Baumaschinen durch gesunkene effektive Steuersätze primär für Windkraftanlagen sowie durch niedrigere Vertriebs- und Verwaltungskosten teilweise ausgeglichen werden.
„Die Fähigkeit des Unternehmens, in einem solch schwierigem Umfeld profitabel zu bleiben, ist in erster Linie durch unser engagiertes Team von Mitarbeitern, Vertriebspartnern und Lieferanten in der ganzen Welt möglich“, sagte Allen. „Vor allem ihrem Einsatz und ihrer harten Arbeit ist es zu verdanken, dass unsere Geschäftsbereiche noch immer solide aufgestellt sind und unsere Pläne, auf den weltweit wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln und Infrastruktur zu reagieren, voranschreiten“, bemerkte Allen. „Wir bleiben äußerst zuversichtlich für die Zukunft des Unternehmens, die wir für sehr vielversprechend halten im Hinblick auf einen erheblichen Wertzuwachs in den kommenden Jahren bei Deere & Company und seinen Aktionären.“
Die Umsätze der Sparte Landtechnik & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege sanken um 26 % im vierten Quartal bzw. um 14 % im Geschäftsjahr vor allem aufgrund geringerer Liefermengen, während die Durchsetzung besserer Preise das Ergebnis begünstigte. Das Jahresergebnis wurde durch ungünstige Wechselkurseffekte zusätzlich belastet. Zwar musste die Sparte im vierten Quartal einen Betriebsverlust in Höhe von 24 Millionen US-$ (460 Millionen US-$ Gewinn) hinnehmen, im Geschäftsjahr aber erzielte sie einen Betriebsgewinn von 1,448 Milliarden US-$ (2,461 Milliarden US-$). Im vierten Quartal konnten vor allem die niedrigeren Liefer- und Produktionsmengen, Abschreibungen auf den Goodwill, ungünstige Wechselkurseffekte und Kosten im Zusammenhang mit der freiwilligen Aufhebung von Arbeitsverträgen nur teilweise durch gesunkene Rohstoffkosten, die Durchsetzung besserer Preise und niedrigere Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgeglichen werden.
Laut John Deere werden die Umsätze dieser Sparte im Geschäftsjahr 2010 weltweit um etwa 4 % zurückgehen, wobei günstige Umrechnungskurse mit etwa 2 Prozentpunkten zu Buche schlagen. Es wird erwartet, dass die Umsätze der Branche insgesamt im Jahr 2010 in den Vereinigten Staaten und Kanada um etwa 10 % zurückgehen werden. Die Einnahmen der Landwirte und die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse werden zwar die bisherigen Spitzenwerte nicht erreichen, aber dennoch weiterhin auf einem gesunden Niveau bleiben.
Angesichts der Preisentwicklung bei Getreide und Ölsaaten, weithin niedriger Erzeugerpreise bei Veredelungsprodukten, ungünstiger Wechselkurs-Effekte sowie von Engpässen bei der Verfügbarkeit von Darlehen für landwirtschaftliche Betriebe sanken die Umsatzerlöse des Konzerns im außeramerikanischen Bereich um 28 % (währungsbereinigt um 20 %) auf 7,743 Milliarden US-$ (Vorjahr: 10,735 Milliarden US-$). Gleichzeitig fiel der Betriebsgewinn auf 236 Millionen US-$ (1,096 Milliarden US-$) zurück. Infolge gedrosselter Produktion sank auch die Beschäftigung außerhalb Nordamerikas um 5 % auf 23.900 Mitarbeiter. Wären die deutschen John Deere Unternehmensteile eine eigenständige Aktiengesellschaft, so hätten sie 2009 einen Umsatz von 2,35 Milliarden Euro (2,88 Milliarden Euro) erzielt. Trotz der angespannten Wirtschaftslage stiegen die Investitionen des Unternehmens am Standort Deutschland auf 79 Millionen US-$ (75 Millionen US-$) an. Zu den wichtigsten Meilensteinen für die deutschen John Deere Unternehmensteile zählten die Grundsteinlegung für das europäische Technologie- und Innovationszentrum in Kaiserslautern, das im Frühjahr 2010 seine Arbeit aufnehmen wird, die Vorstellung einer weiteren „kleinen“ Traktorenbaureihe (5M, 80-100 PS) aus Mannheim, die Fertigstellung eines neuen Verwaltungsgebäudes (12 Millionen Euro) auf dem Gelände der John Deere Werke Mannheim, sowie die Auszeichnung von John Deere Produkten durch die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) mit einer Gold- und fünf Silbermedaillen auf der Agritechnica in Hannover.
Trotz des Produktionsrückgangs sank die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland insgesamt lediglich um 3 % auf 6.025 (6.200), in Mannheim um 4 % auf 3.610 (3.760), in Bruchsal um 5 % auf 1.020 (1.070) und bei der Maschinenfabrik Kemper GmbH & Co KG in Stadtlohn auf 254 (290) Beschäftigte. Dagegen wurden mit 1.020 Beschäftigten in Zweibrücken 6 % mehr Mitarbeiter beschäftigt als im Vorjahr. Am Standort Gummersbach wuchs die Zahl der Beschäftigten der John Deere Zweigniederlassung SABO Maschinenfabrik GmbH auf 130 (120) Mitarbeiter an.