|
Kontakt Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutzerklärung Spezial-Feed Google-Gadget Hintergrundbild-Download FAQ Veranstaltungen melden |
|||
| Freitag, 25. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
|
| Startseite | Artikel | Veranstaltungen | Atom & RSS | Twitter | Gebrauchtmaschinen | Extras & Service | Links | Impressum | |||
Deutschland ist für Fendt nach wie vor der wichtigste und größte Markt. Im Jahr 2005 ging es mit dem Traktoren- und Landmaschinenmarkt nach einer mehrjährigen Durststrecke endlich wieder bergauf. Das Kraftfahrtbun-desamt registrierte – ohne Fun- und Kleintraktoren – insgesamt 19.733 Zulassungen ab 51 PS. 2006 hat sich dieser positive Trend weiter verstärkt. Im ersten Halbjahr gab es bei den Traktorenzulassungen ab 51 PS ein Plus von knapp 16 Prozent. Fendt geht davon aus, dass sich dieses Wachs-tum im zweiten Halbjahr etwas abschwächen wird. Das betonte Peter J. Paffen, Vice President Fendt Vertrieb und Marketing, während der internationalen Presse-Konferenz 2006 in Würzburg.
In der Rangfolge der deutschen Traktoren-Bundesliga gibt es unverändert einen interessanten, harten und sportlichen Wettkampf um die Marktanteile in der Spitze. Im Bereich ab 51 PS rangiert Fendt knapp hinter dem Erstplatzierten. Die Fendt-Marktposition liegt hier schon seit vier Jahren relativ stabil bei rund 20 Prozent, Tendenz steigend.
Die dominierende Stärke von Fendt zeigt sich im Profi-Segment ab 101 PS. Der Marktanteil steigt seit fünf Jahren an, 2005 erreichte das Unternehmen den bisherigen Höchstwert von 26 Prozent; aktuell sind es sogar über 28 Prozent. Eine eindrucksvolle Bestätigung der hohen Akzeptanz aller Fendt-Vario-Baureihen – und eine Entwicklung, die auf nahezu allen Märkten in Europa zu beobachten ist.
Die kontinuierlich zunehmenden geschäftlichen Erfolge von Fendt auf den Exportmärkten haben in den vergangenen Jahren viel zum Wachstum des Unternehmens beigetragen. Die Exportquote lag 2005 bei 63 Prozent.
Frankreich ist auch für Fendt nach wie vor der größte Landtechnikmarkt in Europa. Der Traktorenabsatz ging 2005 insgesamt um 10 Prozent zurück, diese Entwicklung setzte sich 2006 fort. Entgegen dem allgemein rückläufigen Trend bleiben die Stückzahlen von Fendt mit rund 2.160 Einheiten allerdings relativ stabil, der Marktanteil steigt in Richtung 8 Prozent.
In Italien ist der generelle Rückgang zwar nicht ganz so stark wie in Frankreich ausgefallen, mit einem Minus von 3 Prozent im Jahr 2005 und weiteren 7 Prozent in 2006 steht der Markt jedoch stark unter Druck. Fendt will seine Stückzahlen dennoch auf einem Niveau von über 800 Einheiten halten und die Marktposition weiter ausbauen.
In Spanien ist nachhaltig die extreme Trockenheit aus den Jahren 2004 und 2005 zu spüren, 2006 scheint es auch nicht viel besser zu werden. Der Markt geht um rund 10 Prozent zurück. Trotzdem rechnet Fendt auch in Spanien mit einer Steigerung des Marktanteils und einem Anstieg der Absatzzahlen auf rund 700 Einheiten.
Peter J. Paffen vor der Presse: "Unsere Nachbarn in Österreich befinden sich offenbar in einem Dauer-Hoch. Die Investitionsbereitschaft ist nach wie vor beträchtlich. Der Markt wächst auch 2006 weiter an, im ersten Halbjahr sogar zweistellig. Wir freuen uns über die zunehmende Akzeptanz der bayerischen Marke Fendt in Österreich."
In Großbritannien und Irland erwies sich der Markt 2005 speziell am Jahresende als unerwartet schwach, deshalb waren auch die Absatzzahlen von Fendt rückläufig. Für 2006 werden wieder steigende Absätze in der Größenordnung von 500 Einheiten erwartet.
Aus den Niederlanden melden die beiden Importeure Abemec und de Vor nach einer längeren Durststrecke wieder eine erfreuliche Marktbelebung. Nach 440 Einheiten im Jahr 2005 planen beide Firmen mit einem Absatz von 630 Fendt-Traktoren im Jahr 2006.
Aus der Schweiz kommen vom Fendt-Importeur GVS ebenfalls positive Signale. Der Markt stagniert zwar, aber das Unternehmen rechnet für Fendt mit einer Absatzsteigerung auf 270 Einheiten.
Hilaire van der Haeghe, der Importeur von Fendt in Belgien, sieht für sein Land ebenfalls eine wachsende Nachfrage. Zum Jahresende könnte eine neue Höchstmarke von 250 Einheiten erreicht werden.
In Skandinavien geht es nach Einschätzung von Peter J. Paffen für Fendt "jetzt richtig zur Sache". In diesem Jahr plant der Traktorenhersteller einen Absatz von rund 600 Fendt-Schleppern in diesen Ländern. "Wir nutzen das vorhandene AGCO-Vertriebsnetz und stärken damit uns und die Händler vor Ort. AGCO-Denmark steigerte die Stückzahlen von 184 auf 200, AGCO-Eikmaskin in Norwegen erhöhte den Absatz von 154 auf 200 Einheiten. Unser neuer Importeur in Schweden, Lantmännen Maskin, baute den Verkauf von 33 auf 190 Einheiten aus. In Finnland sind die aktuellen Zahlen noch bescheiden, in Zukunft wird Fendt dort über das Valtra-Vertriebsnetz angeboten. Also weiterhin beste Wachstumsperspektiven für Fendt in der gesamten Nordeuropa-Region."
In den EU-Beitrittsländern entwickeln sich funktionierende Märkte. Das Vertrauen in die EU steigt, und damit verbunden auch die Investitionsbereitschaft beziehungsweise Investitionsfähigkeit. Das gilt für das Baltikum und Polen, für Tschechien und die Slowakei, für Ungarn und Slowenien. Rumänien und Bulgarien werden folgen. Die Regionen Kroatien und Serbien betreut Fendt in Zukunft über das AGCO-Zentrum in Slowenien. In der Türkei gibt es einem neuen Importeur, der Start war vielversprechend. In Weißrussland konnte Fendt in diesem Jahr erstmals einen größeren Auftrag abschließen. Große Hoffnungen setzt das Unternehmen auf die zukünftigen Erfolge der AGCO-SM-Vertriebsgesellschaft in Moskau, die demnächst die beiden Marken Valtra und Fendt in Russland und Kasachstan vermarkten wird.
Der Vice President Fendt Vertrieb und Marketing während der internationalen Presse-Konferenz: "Im Jahr 2005 konnten wir in dieser Region rund 480 Fendt-Traktoren absetzen. In diesem Jahr rechnen wir mit circa 700 Einheiten. In Nordamerika und Australien gehen die Stückzahlen in diesem Jahr etwas zurück. Alles in allem planen wir einen Gesamtabsatz bei Traktoren von 12.200 Einheiten und sehen durchaus weitere Wachstums-chancen für die kommenden Jahre."
Auch der Markt außerhalb der Landwirtschaft im Kommunalsektor ist für Fendt weiterhin interessant. Das Unternehmen bietet seine gesamte Fahrzeugpalette an, zum Beispiel für Arbeiten in Kommunen, für die Landschaftspflege oder für den Straßenbau.
Das Mähdreschergeschäft von Fendt hat sich seit Beginn der Zusammenarbeit mit der ARGO Gruppe und der Verschlankung in Randers positiv entwickelt. Die Intensivierung der Aktivitäten im Bereich Erntetechnik ist mehr denn je Bestandteil der Konzernstrategie.
Schon das Erntejahr 2005 verlief äußerst erfolgreich, obwohl Fendt erst Anfang 2005 mit der neuen Produktion in das Verkaufsgeschäft einsteigen konnte. 2006 sollen 150 Mähdrescher abgesetzt werden – Ende August ist mit über 100 verkauften Maschinen bereits die 70-Prozentmarke überschritten worden.
Die Modellpalette und das Vertriebsnetz sollen weiter ausgebaut werden. Eine positive Absatzentwicklung erwartet Fendt, sobald mit der neuen AGCO SM Vertriebsgesellschaft in Moskau im kommenden Jahr der Markt in den GUS Staaten er-schlossen wird. Peter J. Paffen: "Zusammen mit dem Wachstum in West- und Zentraleuropa wollen wir dann Stückzahlen erreichen, die Synergien in den Werken ermöglichen und damit weiteres Wachstum garantieren."
Auch bei den Ballenpressen von Fendt sind Erfolge zu verzeichnen gewesen, obwohl das Geschäft in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.