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| Sonntag, 05. Februar 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Die Grammer AG, Automobilzulieferer und Hersteller von Sitzsystemen, legte kürzlich den Zwischenbericht für die ersten sechs Monate 2010 vor. Nach einem erfolgreichen und auftragsstarken zweiten Quartal steigerte der Konzern nach eigenen Angaben seinen Umsatz im ersten Halbjahr auf 444,5 Millionen Euro (Vj. 341,7). Die Umsatzsteigerung von 18,2 Prozent im ersten Quartal konnte dabei mit 42,1 Prozent im zweiten Quartal deutlich übertroffen werden. Der Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte nach Unternehmensangaben im ersten Halbjahr 15,0 Millionen Euro (Vj. -19,4). Dazu beigetragen haben die positive Umsatzentwicklung und die verbesserte Kostenstruktur nach den Anpassungsmaßnahmen im letzten Jahr. Im zweiten Quartal kletterte das Konzern-EBIT auf 11,4 Millionen Euro (Vj. -10,9). „Wir sind mit der Entwicklung unseres Unternehmens im zweiten Quartal überaus zufrieden und der Turn-Around ist geschafft. Die frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung zeigen nun Wirkung“, so Hartmut Müller, Vorsitzender des Vorstands.
Grammer konnte nach eigenen Angaben den Umsatz in allen Regionen steigern: In Europa stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2010 um fast 15 Prozent auf 290,7 Millionen Euro und in der Region Übersee um 70,9 Prozent auf 90,4 Millionen Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich die Region Ferner Osten/Rest. Hier stieg der Umsatz um außerordentliche 76,6 Prozent auf 63,4 Millionen Euro.
Sehr positiv entwickelte sich laut Grammer der Umsatz im Bereich Automotive: Wesentliche Faktoren hierfür sind die bessere Automobilkonjunktur sowie die Neuanläufe von Produkten. Der Automotive Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr in der ersten Jahreshälfte auf 295,9 Millionen Euro (Vj. 221,5) gesteigert werden. Dies entspricht einem Zuwachs von 33,6 Prozent. Auch das operative Ergebnis stieg von Januar bis Juni 2010 auf 10,2 Millionen Euro (Vj. -9,1). Allein im zweiten Quartal wurde ein EBIT von 6,5 Millionen Euro erreicht. Diese signifikante Verbesserung um 9,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal wurde maßgeblich durch die umgesetzten operativen Anpassungen und die Restrukturierung im letzten Jahr beeinflusst.
Im Unternehmensbereich Seating Systems konnte Grammer nach eigenen Angaben an die positive Entwicklung des ersten Quartals 2010 anknüpfen und den Umsatz im zweiten Quartal auf 87,8 Millionen Euro (Vj. 56,4) erhöhen. Auf Halbjahressicht ergab sich ein Umsatzplus von 33,7 Millionen Euro auf 159,6 Millionen Euro (Vj 125,9). Deutlich überproportional konnte, in Folge der im letzten Jahr eingeleiteten Kosten- und Anpassungsmaßnahmen, das EBIT in den ersten sechs Monaten auf 6,7 Millionen Euro (Vj. -4,2) gesteigert werden.
Unverändert stabil ist nach Unternehmensangaben die Finanzlage des Grammer Konzerns: Durch die ausgeweitete Geschäftstätigkeit stieg die Bilanzsumme zum 30. Juni 2010 auf 580,7 Millionen Euro (31.12.2009: 500,4). Das Eigenkapital verbesserte sich um 15,3 Millionen Euro auf 166,3 Millionen Euro (31.12.2009: 151,0). Aufgrund der stärker gestiegenen Bilanzsumme errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 29 Prozent (31.12.2009: 30).
Zum 30. Juni 2010 waren im Grammer Konzern nach Firmenangaben 7.749 Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet gegenüber dem 31. Dezember 2009 einen Zuwachs um 7,3 Prozent. Die Mitarbeiter wurden vor allem im Bereich Automotive aufgebaut. Durch die anziehende Konjunktur und die Neuanläufe ist es notwendig geworden, die Mitarbeiter im Ausland im direkten Bereich aufzubauen.
Die Investitionen im ersten Halbjahr 2010 lagen laut Grammer mit 15,6 Millionen Euro nur leicht über dem Vorjahr. Im Segment Automotive wurden 10,1 Millionen Euro vor allem in den Aufbau der Fertigungskapazitäten in Schmölln und Mexiko investiert. Im Segment Seating Systems wurden von Januar bis Juni 5,4 Millionen Euro in den Aufbau der Produktion für die neue Lkw-Sitzgeneration eingesetzt.
Auf Basis der positiven Entwicklung in den ersten sechs Monaten und den Erwartungen für das zweite Halbjahr rechnet Grammer für das Gesamtjahr 2010 nun mit einem Umsatzwachstum von rund 10 Prozent auf rund 800 Millionen Euro und unter Voraussetzung einer stabilen Markt- und Währungsentwicklung mit einer EBIT-Rendite von rund 3 Prozent.