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| Freitag, 25. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Die Grammer AG, Automobilzulieferer und Hersteller von Sitzsystemen, hat kürzlich die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 veröffentlicht. Im abgelaufenen Jahr erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben ein Umsatzwachstum von 27,8 Prozent auf 929,3 Millionen Euro (Vj. 727,4). Damit liegt der Konzernumsatz laut Grammer oberhalb der bereits zweimal angehobenen Prognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen profitierte dabei nach eigenen Angaben insbesondere von einer überraschend starken Erholung der gesamten Branche. Das untestierte Konzern-EBIT liegt laut Grammer bei voraussichtlich 32,7 Millionen Euro (Vj. -23,9). Das bedeute eine Steigerung von 56,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge für das Gesamtjahr 2010 lag nach Unternehmensangaben bei 3,5 Prozent. Der deutliche Anstieg des EBIT sei dabei sowohl auf den höheren Umsatz als auch auf die umgesetzten Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz und der Senkung der Kosten zurückzuführen. Im vierten Quartal lag der Konzernumsatz laut Grammer bei rund 252,3 Millionen Euro (Vj. 208,9) und wurde von der guten Nachfrage in beiden Segmenten getragen. Das Konzern-EBIT lag nach Unternehmensangaben bei rund 9,7 Millionen Euro, im Vergleich zum Vergleichszeitraum ist dies ein Anstieg um 8,9 Millionen.
Das Segment Automotive profitierte, so Grammer, neben Produktneuanläufen von der steigenden Nachfrage nach Premium-Fahrzeugen aus dem Ausland. Hier waren vor allem die Länder USA und China die Wachstumstreiber. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2010 lag nach Unternehmensangaben bei rund 610,2 Millionen Euro. Im Krisenjahr 2009 wurde in diesem Bereich laut Grammer ein Umsatz von 495,5 Millionen Euro erzielt. Dies bedeute ein Plus von 23,1 Prozent im Jahresvergleich. Im vierten Quartal stieg der Umsatz nach Unternehmensangaben auf 166,3 Millionen Euro (Vj. 149,6).
Im Segment Seating Systems konnte der Umsatz laut Grammer in Folge der weltweit starken Nachfrage auf 342,5 Millionen Euro (Vj. 247,1) erhöht werden. Dieser hohe Zuwachs von 38,6 Prozent resultiere aus der steigenden Lkw-Nachfrage und dem anziehenden Markt für Offroad-Fahrzeuge. Speziell in den Ländern China und Brasilien konnte ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt werden. Entsprechend legte im vierten Quartal der Umsatz weiter zu und erreichte laut Grammer rund 93,4 Millionen Euro (Vj. 63,4).
Auf Basis einer stabilen Marktentwicklung möchte Grammer den eingeschlagenen Wachstumskurs auch im Jahr 2011 weiter fortsetzen. Allerdings müssen, so Grammer, die aktuellen Entwicklungen auf den internationalen Rohstoffmärkten mit großer Sorgfalt beobachtet werden. Eine ausführliche Prognose und den vollständigen Jahresabschluss 2010 veröffentlicht die Grammer AG am 30. März 2011.