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Grammer in 2010 wieder auf Wachstumskurs

Im Geschäftsjahr 2010 steigerte die Grammer AG den Konzernumsatz nach eigenen Angaben um 28,0 % auf 929,7 Mio. EUR (Vj. 727,4). Der Spezialist für Sitzsysteme und Automobil-Interieur erreichte damit nahezu das Niveau vor der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Sowohl der Unternehmensbereich Seating Systems mit einem Umsatzplus von 38,4 % als auch der Bereich Automotive mit einem Umsatzanstieg von 23,1 % trugen dabei laut Grammer gleichermaßen zum deutlich verbesserten Umsatz bei. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich nach Unternehmensangaben auf 32,9 Mio. EUR (Vj. -23,9) und bestätigte damit die Ergebnisprognose vom Oktober 2010. Nach Steuern erwirtschaftete Grammer nach eigenen Angaben einen Jahresüberschuss von 16,3 Mio. EUR (Vj. -28,2), das Ergebnis je Aktie beträgt 1,60 EUR (Vj. -2,77). Zum 31. Dezember 2010 stieg das Eigenkapital nach Firmenangaben aufgrund der Gewinne auf 173,1 Mio. EUR; das entspricht einer Eigenkapitalquote von 31 % (Vj. 30). Trotz der höheren Geschäftstätigkeit und Investitionen von 38,1 Mio. EUR (Vj. 32,7) stiegen die Nettofinanzverbindlichkeiten laut Grammer gegenüber dem Vorjahr nur leicht auf 113,8 Mio. EUR (Vj. 106,2) und entsprechend sank das Gearing-Ratio um 4 %-Punkte auf 66 % (Vj. 70).

Im Gegensatz zur parallel guten Entwicklung in beiden Unternehmensbereichen, entwickelten sich die regionalen Märkte innerhalb des Grammer-Konzerns nach Unternehmensangaben unterschiedlich: Während der Umsatz in Europa aufgrund des noch schwachen ersten Quartals im Bereich Seating Systems nur moderat um 14,6 % anstieg, konnte in der Region Ferner Osten/Rest aufgrund der hohen Wirtschaftsdynamik in Asien ein Umsatzanstieg um 54,9 % erzielt werden. Durch die schnelle Erholung der Märkte in den USA und der steigenden Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Südamerika entwickelte sich die Region Übersee mit einem Umsatzplus von 65,1 % sogar noch dynamischer. „Die unterschiedliche Dynamik in den Regionen zeigt einmal mehr die besondere strategische Bedeutung unseres Engagements in diesen Wachstumsmärkten. Die Expansion in diesen Regionen bleibt ein klares Ziel in unserer Konzern Strategie“, erklärt Hartmut Müller, Vorstandvorsitzender der Grammer AG.

Durch steigende Zulassungszahlen bei den deutschen Premiumherstellern und durch Produktneuanläufe konnte das Segment Automotive im Geschäftsjahr 2010 laut Grammer den Umsatz um 23 % auf 610,2 Mio. EUR (Vj. 495,5) steigern. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg nach Firmenangaben auf 21,4 Mio. EUR, eine Verbesserung um 25,3 Mio. EUR gegenüber 2009. Die Investitionen in diesem Bereich lagen mit 22,0 Mio. EUR laut Grammer leicht unter dem Niveau des Vorjahrs von 22,4 Mio. EUR. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit waren neue Produktionsanlagen für anstehende Kundenprojekte sowie der weitere Ausbau der Standorte Serbien, Mexiko, Shanghai und Schmölln.

Der Bereich Seating Systems trug im Jahr 2010 laut Grammer mit einem Umsatz von 341,9 Mio. EUR (Vj. 247,1) wieder deutlich zum Wachstum des Konzerns bei. Dies entspreche einem Plus von 38,4 % gegenüber dem Vorjahr. Vor allem die steigende Lkw-Nachfrage und die anziehenden Märkte für Offroad-Fahrzeuge im zweiten Halbjahr waren nach Unternehmensangaben in diesem Segment wesentliche Wachstumstreiber im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch beim operativen Ergebnis konnte das Segment laut Grammer zulegen und erreichte aufgrund des höheren Umsatzes sowie den Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung ein EBIT von 17,6 Mio. EUR (Vj. -9,9). Die Investitionen beliefen sich nach Firmenangaben auf 15,8 Mio. EUR, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Mio. EUR. Schwerpunkt der Investitionen war der Aufbau der Produktion für die neue LKW-Sitzgeneration in Deutschland und Tschechien.

Am 31. Dezember 2010 beschäftigte der Grammer Konzern nach eigenen Angaben weltweit 7.955 Mitarbeiter – 731 mehr als am Vorjahresstichtag. Im Bereich Automotive waren 5.034 Mitarbeiter beschäftigt und im Bereich Seating Systems 2.744 Mitarbeiter. Aufgrund der guten Auftragsentwicklung und für Produktneuanläufe wurden überwiegend Produktionsmitarbeiter in Niedriglohnländern eingestellt.

Für die erste Jahreshälfte 2011 erwartet Grammer eine stabile Entwicklung der Auftragslage auf einem, gegenüber den Vorquartalen, unverändert hohem Niveau. Die Ertragslage wird laut Grammer allerdings von den Entwicklungen der Rohstoffmärkte und der Wechselkurse beeinflusst werden, die sich insbesondere im zweiten Halbjahr auf die Profitabilität des Unternehmens auswirken können. Insgesamt erwartet Grammer für das Geschäftsjahr 2011 eine moderate Umsatzsteigerung sowie eine weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses. Die Auswirkungen der Erdbebenkatastrophe in Japan auf die Entwicklung der Weltwirtschaft können, so Grammer, derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Mögliche weltweite Engpässe bei der Teileversorgung aus Japan, könnten die Grammer-Kunden zu Produktionsanpassungen zwingen und würden somit auch auf Seiten der Zulieferer Auftragsstornierungen nach sich ziehen.

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Rubrik:
Landtechnik allgemein

Artikel eingestellt am:
31.3.2011, 18:16

Quelle:
GRAMMER AG
www.grammer.de


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