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Grammer mit starkem ersten Quartal 2011

Der Grammer Konzern, Spezialist für Sitzsysteme und Automobil-Interieur, setzte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres seinen Wachstumskurs fort. Wie im vergangenen Mittwoch vorgelegten Zwischenbericht veröffentlicht, steigerte das Zulieferunternehmen in einem positiven Marktumfeld seinen Gesamtumsatz in den ersten drei Monaten 2011 um fast 30 Prozent auf 263,0 Millionen Euro (Vj. 203,0). Besondere Dynamik zeigte laut Grammer das Übersee-Geschäft: In dieser Region konnte das Unternehmen den Umsatz um nahezu 36 Prozent auf 55,3 Millionen Euro (Vj. 40,7) steigern. In Europa wuchs der Umsatz nach Unternehmensangaben um 29 Prozent auf 172,8 Millionen Euro (Vj. 133,8), in Asien konnte ebenfalls ein Umsatzwachstum von über 20 Prozent auf 34,9 Millionen Euro (Vj. 28,5) erzielt werden. Getragen vom Umsatzanstieg und einer verbesserten Kostenstruktur erwirtschaftete der Konzern nach eigenen Angaben ein deutlich gestiegenes EBIT in Höhe von 12,1 Millionen Euro (Vj. 3,5), das Ergebnis nach Steuern stieg von 0,1 Millionen Euro auf 4,9 Millionen Euro für die ersten drei Monate 2011, das Ergebnis je Aktie (auf Basis von 10.165.109 Aktien zum 31. März 2011) stieg auf 0,48 Euro (Vj. 0,01).

Von Januar bis März erzielte das Segment Automotive nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 171,7 Millionen Euro (Vj. 136,3) und damit 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die deutlichen Zuwächse, vor allem in Europa und in den USA resultieren aus den Neuanläufen von Produkten, den guten Absatzzahlen der Fahrzeuge im Premiumsegment und deren starken Exportwachstum. Das EBIT konnte laut Grammer ebenfalls eine Steigerung verbuchen und stieg auf 7,9 Millionen Euro (Vj. 3,7). Dies sei ein Plus von 4,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Der Aufwärtstrend des dritten und vierten Quartals 2010 setzte sich im Segment Seating Systems auch im ersten Quartal 2011 weiter fort. Der Bereich erwirtschaftete nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 98,7 Millionen Euro (Vj. 71,8). Dies entspreche einem Plus von 38 Prozent gegenüber dem noch relativ schwachen Vorjahresquartal. Gründe für die positive Geschäftsentwicklung sind, so Grammer, der starke Auftragseingang vor allem in Brasilien und eine deutlich gestiegene Offroad-Nachfrage in Europa. Im ersten Quartal 2011 konnte somit nach Unternehmensangaben ein operatives Ergebnis im Segment Seating Systems von 7,9 Millionen Euro gegenüber 0,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal erzielt werden.

Von Januar bis März 2011 stiegen die Investitionen gegenüber dem Vorjahr laut Grammer leicht an: Die Investitionen im Grammer Konzern lagen bei 9,9 Millionen Euro (Vj. 8,4). Im Segment Seating Systems wurden 6,5 Millionen Euro (Vj. 3,8) in die Optimierung der Fertigung und in neue Projekte investiert. Im Segment Automotive lagen die Investitionen bei 3,2 Millionen Euro (Vj. 4,6) für die Anpassung an Anfang 2011 anlaufende Aufträge und zum Aufbau der Fertigungskapazitäten in Schmölln und Mexiko.

Am 31. März 2011 betrug das Eigenkapital nach Unternehmensangaben 174,7 Millionen Euro (31.12.2010: 173,1), die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag weiterhin bei 30 Prozent, die Nettofinanzverbindlichkeiten sanken zum 31. März 2011 auf 105,9 Millionen Euro (31.12.2010: 113,8).

Zum 31. März 2011 waren im Grammer Konzern nach Unternehmensangaben insgesamt 8.145 Mitarbeiter (31.03.2010: 7.617) beschäftigt, im Segment Automotive stieg die Anzahl der Mitarbeiter auf 5.063 (31.03.2010: 4.804) an. Hier wurde, so Grammer, vor allem in den ausländischen Werken in China, Mexiko und Serbien infolge des Konjunkturanstiegs und der neu anlaufenden Projekte wieder Personal im Bereich der direkten Mitarbeiter aufgebaut. Im Segment Seating Systems waren laut Grammer zum 31. März 2011 insgesamt 2.904 Mitarbeiter (31.03.2010: 2.623) beschäftigt. Dieser Anstieg sei vor allem auf die erhöhte Nachfrage zurückzuführen. Im Bereich Central Services waren nach Unternehmensangaben 178 Mitarbeiter tätig (31.03.2010: 190).

Am 14. April 2011 hat die Grammer AG im Wege eines Accelerated Bookbuilding-Verfahrens 1.049.515 neue Aktien bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland platziert. Der Bruttoemissionserlös der mehrfach überzeichneten Kapitalerhöhung in Höhe von 19,1 Millionen Euro diente, so Grammer, der Verbesserung der Bilanzstruktur, der Stärkung der Eigenkapitalseite und der Finanzierung des weiteren organischen und externen Wachstums der Grammer AG. Zugleich erhält das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr Spielraum für Investitionen in Forschung und Entwicklung von Technologien und Prozessen sowie für Akquisitionen zur Komplettierung der Wertschöpfungskette.

Auf Basis der ersten drei Monate und vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Situation beurteilt das Unternehmen die Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 weiter positiv. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2011 werde im mittleren einstelligen Prozent-Bereich über dem des Vorjahres liegen. Ausgehend von den positiven Effekten der eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen erwartet Grammer für das Gesamtjahr ein positives operatives Ergebnis, das die Vorjahreswerte weiter übertreffen werde. Die Ertragslage werde allerdings nach wie vor von den Entwicklungen der Rohstoffmärkte und der Wechselkurse beeinflusst werden, die sich auf die Profitabilität des Unternehmens auswirken könnten.

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Rubrik:
Landtechnik allgemein

Artikel eingestellt am:
14.5.2011, 8:59

Quelle:
GRAMMER AG
www.grammer.de


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