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| Freitag, 25. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Die deutschen Landwirte haben 2007 stärker als in den davor liegenden Jahren ihre Technik gemeinsam im Maschinenring genutzt. Der Jahresbericht des Bundesverbandes der Maschinenringe e. V. (BMR) weist für den Bereich der Maschinenvermittlung eine Umsatzsteigerung um mehr als 30 Millionen Euro auf insgesamt 463 Millionen Euro aus. Damit ist die Maschinenvermittlung mit großem Abstand der wichtigste Aufgabenbereich deutscher Maschinenringe.
Der Gesamtumsatz aller Ringe in Deutschland stieg 2007 um gut zehn Prozent auf 877 Millionen Euro (2006: 795 Millionen Euro), und 53 Prozent davon wurden durch die Vermittlung von gemeinsamer Techniknutzung erwirtschaftet. 37 Prozent des Umsatzes macht die Zuerwerbsvermittlung aus, 10 Prozent entfallen auf die Bereitstellung von Betriebshelfern. „Mehr Maschinenvermittlung bedeutet heute auch mehr Zuerwerb“, sagte Gerhard Röhrl zur allgemeinen Umsatzsteigerung, „denn der Soloverleih von Maschinen geht zurück. Wer Arbeitsgänge auslagert, tut dies zunehmend als Komplett-Auftrag inklusive Fahrer.“ Röhrl wertete die zunehmende Inanspruchnahme der Maschinenringe als Beweis dafür, dass die Ringe sich erfolgreich auf die aktuellen Anforderungen der Landwirtschaft eingestellt hätten. „Unsere Geschäftsstellen sind heute Dienstleistungszentralen, wo oftmals die gesamte Erntelogistik einer Region zusammenläuft. Das geht nur, wenn die Ringe hochprofessionell aufgestellt sind.“
Dass die Professionalisierung der Maschinenringe bei den Mitgliedern ankommt, sehen die Verantwortlichen im Bundesverband auch durch die neuen Mitgliederzahlen bestätigt. Obwohl 2007 wieder vier Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe im Rahmen des Strukturwandels aufgegeben haben, blieb die Zahl der Maschinenring-Mitglieder bei einem leichten Minus von 0,39 Prozent nahezu stabil. 192.385 Betriebe gehörten im letzten Jahr zu einem der 257 Ringe, wobei in Bayern ein Organisationsgrad von 80 Prozent besteht, in Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz rund 50 Prozent der Betriebe zu einem Ring gehören und in Westfalen und Schleswig-Holstein rund ein Drittel. Fortschritte wurden in den ostdeutschen Bundesländern erzielt: In Sachsen-Anhalt und Thüringen sind inzwischen rund 25 Prozent der Betriebe in einem Maschinenring organisiert. „Das ist schon ein großer Erfolg, jetzt haben wir dort eine gute Basis für die Zukunft“, betonte Gerhard Röhrl.