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Pöttinger hat Talsohle der Krise gut durchschritten

Das Familienunternehmen Pöttinger hat in den letzten Jahren seine enorme Zuverlässigkeit und Kraft unter Beweis gestellt und die Entwicklung der Landtechnik konsequent positiv vorangetrieben. So hat das österreichische Traditionsunternehmen die Talsohle der Krise gut durchschritten und das letzte Geschäftsjahr 2009/2010 mit einem Umsatz von 182 Millionen Euro abgeschlossen. Das Engagement der knapp 1.150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das weltweite, solide Vertriebspartnernetz haben wesentlich zur erfolgreichen Bewältigung der herausfordernden Entwicklungen im letzten Jahr beigetragen. Dieses Engagement in Kombination mit den Kernkompetenzen von Pöttinger in punkto Futterschonung, Bodenanpassung, einzigartiger Lackqualität und höchster Effizienz der Maschinen sind die Segel, die Pöttinger nach eigenen Angaben gesetzt hat, um an die Spitze zu gelangen.

Der Grünlandbereich ist mit 69 Prozent in der Sparte Landtechnik der Haupt-Umsatzträger, gefolgt von der Bodenbearbeitung mit 19 Prozent. Im Grünlandbereich wirkten sich die schwierigen Marktverhältnisse im ersten Halbjahr mit einem Minus von insgesamt 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. Die Bodenbearbeitung entwickelte sich mit minus 38 Prozent, wesentlich geprägt von den turbulenten Preisentwicklungen im Rohstoffbereich. Die Umsätze in den Kernmärkten Österreich, Deutschland sowie die Schweiz dagegen gingen im ersten Halbjahr zurück, während sie im zweiten Halbjahr eine deutliche Erholung zeigten, sodass in Summe die gesteckten Ziele übertroffen wurden. Das Original-Ersatzteile-Geschäft konnte Pöttinger im Vergleich zum Vorjahr stabil halten.

Seit fast 140 Jahren arbeitet Pöttinger am Erfolg der Landwirtschaft: als Spezialist und Nutzenstifter. Die engagierten Mitarbeiter, die großteils selbst ihre Wurzeln in der Landwirtschaft haben, kennen die Anforderungen an Landmaschinen aus eigener Erfahrung. Die Kombination aus diesem Mitarbeiter-Know-how und der permanenten Einbindung der Erfahrungen und Wünsche der Anwender ist, so Pöttinger, Garant für kundennahe, Nutzen stiftende Spitzenlösungen. Der internationale Erfolg des Unternehmens sei einerseits auf diese Innovationskraft, andererseits aber auch auf den partnerschaftlichen Kurs und die Kundennähe zurückzuführen. Die Früchte dieser Innovationskraft zeigten sich auch im vergangenen Wirtschaftsjahr: Pöttinger beansprucht die Weltmarktführerschaft im Segment Ladewagen erneut für sich und hat nach eigenen Angaben auch in der Bodenbearbeitung seinen enormen Aufschwung konsequent fortgesetzt.

Als Familienunternehmen mit langer Tradition ist Pöttinger naturgemäß stark mit dem Heimmarkt Österreich verbunden und damit gewachsen. Qualität aus Österreich ist bei den heimischen Landwirten gefragt. Damit konnte Pöttinger den allgemeinen Rückgang im österreichischen Markt abmildern, sodass ein Minus von 14 Prozent erreicht wurde. Pöttinger entwickelte sich nach eigenen Angaben aber besser als der Gesamtmarkt – vor allem in der Sätechnik: neben der Ladewagen-Weltmarktführerschaft hat sich Pöttinger nun in Österreich die Marktführerschaft in der Sätechnik erarbeitet und damit ein Wachstum von plus 23 Prozent in der Sätechnik erzielt.

Den Erfolg brachte aber neben dem Heimmarkt auch die konsequente Internationalisierung mit sich. Pöttinger erzielte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr nach eigenen Angaben eine Exportquote von 80 Prozent und erwirtschaftete aus internationalem Vertrieb rund 146 Mio. Euro. Nachdem im Vorjahr auf Nordamerika mit den beiden Vertriebstöchtern Poettinger US Inc. und Poettinger Canada Inc. ein Schwerpunkt lag, wurde im heurigen Wirtschaftsjahr der Fokus auf den weiteren Ausbau von Osteuropa gelegt. Alleine in Polen konnte im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von rund 19 Prozent realisiert werden. Zusätzlich wurde die Vertriebstochter Pöttinger Russland gegründet, um den russischen Markt kundennaher betreuen zu können und einen Schwerpunkt in Richtung der weiteren Entwicklung der GUS-Staaten setzen zu können. Die Verdreifachung des Umsatzes in Russland im abgelaufenen Geschäftsjahr bestätigte die Bedeutung dieses Entwicklungsschrittes.

Rund 65 Prozent des Landtechnik-Umsatzes werden in den fünf Ländern Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweiz und Tschechien erzielt. Die „Top-5“-Umsatzzuwachsländer in Bezug auf den absoluten Maschinenumsatz im Vergleich zum Vorjahr sind Polen, Italien, Russland, Norwegen und Estland. Die nordischen sowie die Märkte in Osteuropa erzielten nach Firmenangaben ein deutliches Plus: Norwegen mit plus 34 Prozent, Schweden mit plus 9 Prozent und Finnland mit plus 5 Prozent, Polen mit plus 19 Prozent, die Ukraine mit plus 32 Prozent und auch Russland sowie die baltischen Staaten erzielten ein deutliches Plus. Mit Italien erfuhr auch ein Land in Südeuropa mit plus 13 Prozent ein deutliches Wachstum.

Die Geschäftsführer Heinz und Klaus Pöttinger blicken mit Optimismus in die Zukunft: „Pöttinger ist von der nach wie vor ungebrochenen Bedeutung der Landwirtschaft überzeugt: Lebensmittel und Energie haben immer Saison – schließlich muss die wachsende Weltbevölkerung auch in Zukunft ausreichend und hochwertig ernährt und die Energieversorgung sichergestellt werden. Damit bleibt großes Potenzial auch für die Landtechnik und für Pöttinger. Unsere Innovationen und Leistungen von heute, wie die Weltmarktführerschaft im Ladewagensegment, die Marktführerschaft in der Sätechnik in Österreich, die internationale Vorreiterrolle im Bereich der Frontmähwerke sowie die langjährige Erfahrung im Bereich Bodenbearbeitung, bilden die Basis unseres Erfolges von morgen. Wir sind dementsprechend gut gerüstet für den bereits spürbaren Aufwind und setzen die Segel in Richtung Zukunft.“

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Rubrik:
Landtechnik allgemein

Artikel eingestellt am:
02.9.2010, 10:43

Quelle:
Alois Pöttinger Maschinenfabrik GmbH
www.poettinger.at

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