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| Freitag, 25. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Um in Zukunft eine optimale Landbewirtschaftung durchführen zu können, ist ein standortbezogenes Dienste- und Wissensnetzwerk zur Verknüpfung verteilter, heterogener, öffentlicher und privater Informationsquellen notwendig.
Das betrifft auch unter anderem die Glieder der Prozesskette beim Landwirt. Beispielsweise sind dies bei der Düngung ein Stickstoffsensor zur Ermittlung der Nährstoffversorgung, ein Jobrechner zur Verarbeitung der Messwerte und zur Steuerung der Dosiervorrichtung, ein Terminal zur Dateneingabe, die Übertragung der Arbeitsdaten auf den Hof-PC oder zentralen Dienst, die Verwaltung der Daten und die Übertragung der Daten von und zur Behörde. Zwischen diesen einzelnen Gliedern existieren Schnittstellen, die bedient werden müssen, bis lang aber nur unvollständig genormt sind. Genormt sind bislang nur die ISOBUS-Schnittstelle sowie die Datenformate AGRO XML und ISO XML zum Austausch von Informationen.
Ziel von iGreen ist es diesen Datenaustausch zu optimieren, zu standardisieren und zu erweitern. Hierfür sollen mobile Entscheidungsassistenten mit Technologien des Web 3.0 entwickelt werden, um energieeffiziente, ökonomische, umweltangepasste und kollaborativ organisierte Produktionsprozesse dezentral zu unterstützen und zu optimieren.
Bei der Technologie des Web 3.0 werden die Daten so mit Zusatzinformationen versehen, dass sie durch Computer automatisch interpretiert werden können. Damit wird es möglich, die eingestellten Informationen in maschineninterpretierbarer Form zur Verfügung zu stellen, und dadurch Prozesse und nächste Schritte automatisch zuoptimieren. Dazu bietet iGreen eine standardisierte, branchenweite Konnektivität; Infrastruktur und Wissensprozesse führen zu erhöhter Effizienz.
Um die neuesten Entwicklungen des Web 3.0 für die Landtechnik nutzbar zu machen, haben sich führende Forschungsinstitutionen und Firmen aus der Informationstechnologie sowie namhafte Landtechnikhersteller und Anwender zusammengeschlossen. Durch die interessanten Ziele für die Allgemeinheit wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderprogramms IKT-2020 gefördert.
Erstes Anwendungsfeld im Projekt ist der Pflanzenbau. In Zusammenarbeit mit anwendenden Lohnunternehmern und den Herstellern von Landmaschinen werden die entwickelten Systeme in praktischen Anwendungsszenarien erprobt. Es werden Maschinen so ausgerüstet, dass sie auf die entwickelten Dienste zugreifen können. Zudem werden die Maschinendaten direkt vom Feld den Services zur Verfügung gestellt, so dass die neuen Informationen sofort weiter genutzt werden.