|
Kontakt Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutzerklärung Spezial-Feed Google-Gadget Hintergrundbild-Download FAQ Veranstaltungen melden |
|||
| Freitag, 25. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
|
| Startseite | Artikel | Veranstaltungen | Atom & RSS | Twitter | Gebrauchtmaschinen | Extras & Service | Links | Impressum | |||
Das schwedische Landtechnikunternehmen Väderstad konnte sich auch 2009 in einem weltweit schwierigen Umfeld für die Landtechnik gut behaupten. Mit einem Gesamtumsatz von mehr als 150 Millionen Euro konnte nach Unternehmensangaben ein Gewinn nach Steuern von 8,5 Millionen Euro erwirtschaftet werden.
„Insgesamt beträgt die Umsatzrendite mehr als sechs Prozent. In 2009 konnte der Eigenkapitalanteil im Unternehmen auf über 47 Prozent erhöht werden“, wie Christer Stark, Vorstandsvorsitzender der Väderstad-Verken AB, in der kürzlich am Stammsitz des Unternehmens im schwedischen Väderstad mitteilte. „Im Vergleich zum Rekordjahr 2008 mussten wir zwar einen Umsatzeinbruch weltweit von mehr als einem Fünftel hinnehmen, allerdings konnten wir uns auch frühzeitig auf diese Entwicklung einstellen. Vor allem durch kosteneinsparende Maßnahmen haben wir die Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise auf unser Unternehmen abfangen können. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Stärken eines Familien-Unternehmens mit hohem Eigenkapitalanteil zu hoher Flexibilität und schnellen Anpassungsvorgängen beitragen“, so Stark weiter.
Väderstad konnte nach eigenen Angaben vor allem den Absatz in den neuen Exportländern deutlich steigern; die neu gegründeten Tochtergesellschaften in Australien, Russland und der Ukraine brachten Effekte. „Zwar nahm vor allem in Ost- und Zentral-Europa in der zweiten Jahreshälfte 2009 der Absatz ab, Polen und Ungarn sowie die Ukraine konnten trotzdem ein positives Betriebsergebnis verzeichnen.“ Auf dem deutschen Markt konnte sich Väderstad in 2009 gut behaupten. Der Umsatzrückgang lag hier deutlich unter der Zehn-Prozent-Marke.
Für die kommenden Jahre sieht sich Väderstad gut gerüstet, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Maßnahmen, die zu einer weiteren Produktions- und Kostenoptimierung bei der Herstellung führen. So wurde 2009 ein Stahllager mit Unterflurbeschickung sowie eine neues 3D-Laser-Schneidgerät in Betrieb genommen. Hiermit können verschiedene Prozesse im Werk weitestgehend automatisiert werden und Bauteile exakt und zeitgesteuert der Produktion zugeführt werden. Das Investitionsvolumen betrug nach Unternehmensangaben mehr als 17 Millionen Euro. „Damit können wir nicht nur die Qualität der Väderstad Produkte weiter verbessern, sondern auch Kosteneinsparungen realisieren“, so Christer Stark.
Als Erfolgsfaktor des Unternehmens sieht er nach wie vor den hohen Innovationsgrad. „Für die nächsten Jahre haben wir viele neue Produkte in der Entwicklungspipeline. Zudem bauen wir kontinuierlich unsere Vertriebsstrukturen rund um den Globus aus. In 2010 haben wir bereits neue Märkte in Südafrika erschlossen. In Rumänien sind wir gerade dabei, eine eigene Vertriebs-Tochter zu gründen und wir glauben, dass dieser Markt in Zukunft ein hohes Potential für den Absatz unserer Produkte bietet.“
Auch die deutsche Tochter, die von Dr. Ludwig Pülschen geleitet wird, hat für 2010 das Ziel, den Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau zu halten. „Hier wird sicherlich viel davon abhängen, wie sich in den nächsten Monaten die Preise für Agrarrohstoffe und Betriebsmittel entwickeln. Allerdings zeigt uns die bisherige Frühkaufsaison einschließlich der Auftragseingänge, dass wir uns durchaus realistische Ziele gesetzt haben. Zudem hat uns die Agritechnica eine enorme Kundenresonanz beschert, nicht zuletzt aufgrund der innovativen neuen Maschinen. Erfahrungsgemäß können wir auch durch die anstehenden Feldvorführungen weitere Nachfrage generieren.“ (siehe hierzu auch die Berichte über die Väderstad Agritechnica-Neuheiten hier auf landtechnikmagazin.de)
2010 werden zudem eine Reihe von neuen Maschinenkonzepten von Väderstad präsentiert. Eingeleitet wird dieser Prozess mit dem neuen Swift, einem konstruktiv und konzeptionell höchst innovativen Leichtgrubber, der bereits als Studie in Hannover zu sehen war und ab Sommer auf ausgewählten Standorten in Deutschland im Einsatz sein wird.