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Amazone weiter auf Kurs

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Die Geschäftsführer Christian und Dr. Justus Dre Die Agritechnica 2009 setzte viele neue Impulse. Mit Anbau-, Anhänge und selbstfahrenden Feldsprit Die neuen Zweischeibendüngerstreuer ZA-M mit dem
Die neue Amazone Zinkenscharsämaschine Cayena mit Mit der neuen gezogenen Amazone Einzelkornsämasch  Im Verfahren sparen! - mit dem Maschinen-Pr

Im Geschäftsjahr 2009 erzielten die Amazonen-Werke mit ihrer Land- und Kommunaltechnik nach eigenen Angaben einen Umsatz von 290 Mio. €. Das sei zwar im Vergleich zum Jahr 2008, in dem das familiengeführte Unternehmen einen Umsatz von 380 Mio. € erzielte, ein Rückgang um rund 23 Prozent, liege aber immer noch über dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre. „Nach dem Ausnahmejahr 2008 haben wir damit trotz der deutlich spürbaren Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise immer noch – wie 2007 – das zweithöchste Umsatzergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt,“ lautet das Fazit der Amazone-Geschäftsführer Christian Dreyer und Dr. Justus Dreyer zur aktuellen Lage. Mit 75 % lag der Auslandsanteil des Umsatzes in 2009 nach Unternehmensangaben weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt. 80 % des Gesamtumsatzes wurden, so Amazone, in Westeuropa inklusive Deutschland erzielt, 16 Prozent in Osteuropa und 4 % im Rest der Welt.

Hintergrund des Umsatzrückgangs in 2009 ist nach Firmenangaben die Situation auf vielen Märkten Osteuropas, wo Amazone in den Jahren zuvor starke Umsatzzuwächse verzeichnen konnte. Seit Anfang 2009 haben – als Folge der Wirtschaftskrise – die Wechselkurs-Veränderungen zugunsten des Euro die Importe aus dem Euroraum erheblich verteuert. Besonders in Osteuropa sind Finanzierungen für Landmaschinen aufgrund extrem hoher Zinssätze sowie der vielerorts spürbaren Kreditklemme ebenfalls nur noch eingeschränkt möglich. In einigen Ländern verstärken zusätzliche protektionistische Maßnahmen diese Trends. Zugleich dämpfen die deutlich niedrigeren Erzeugerpreise für Agrarprodukte, höhere Lagerbestände an Getreide und hohe Betriebsmittelkosten die Bereitschaft zu Neuinvestitionen.

Amazone ist von diesen Entwicklungen, wie alle anderen Hersteller auch, besonders in Russland betroffen. Dieses Land war in den letzten Jahren zum zweitwichtigsten Exportmarkt nach Frankreich aufgestiegen. Als positiver und die Rückgänge dämpfender Faktor wirkte sich in Russland jedoch die Amazone-eigene Fertigung im Werk Samara aus.

Unabhängig von den Entwicklungen in Osteuropa bewegte sich der Umsatz in Deutschland und den anderen Ländern Westeuropas jedoch weiterhin auf dem Niveau des Vorjahres. „Das verdanken wir zum einen unserem guten Maschinenprogramm, aber nicht zuletzt auch dem großen Engagement unserer Vertriebspartner,“ so Christian Dreyer. In vielen Ländern, wie z.B. in Österreich, konnte Amazone nach eigenen Angaben seine Marktanteile sogar ausbauen und Umsatzzuwächse verzeichnen; das gilt auch für einige osteuropäische Märkte wie z.B. Rumänien und Litauen.

„Generell ist festzustellen, dass sich die Nachfrage bei Bodenbearbeitungsmaschinen, Sämaschinen, Düngerstreuern und Pflanzenschutzspritzen weiter in Richtung hochwertiger Technik mit großen Arbeitsbreiten entwickelt. Zugleich setzt sich der Trend zum überbetrieblichen Maschineneinsatz durch Lohnunternehmer, Betriebsgemeinschaften und Maschinenringe fort,“ berichtet Dr. Justus Dreyer. Und: „Hier bestätigt sich die Amazone-Strategie der letzten Jahre, dass wir auf die Präzisions-Landwirtschaft setzen und die Technik für professionelle Anwender weiterentwickeln. Unsere Positionierung als Spezialist für den „Intelligenten Pflanzenbau“ wollen wir weiter auf alle Märkte übertragen.“ Deswegen sollen auch zukünftig mehr als 5 Prozent des Gesamtumsatzes in Forschung und Entwicklung investiert werden.

Als Reaktion auf die Wirtschaftskrise hatte die Amazone-Geschäftsleitung bereits in der ersten Jahreshälfte 2009 ein umfassendes Maßnahmen-Paket umgesetzt. Dazu gehörten die Rückverlagerung fremd vergebener Arbeiten, der Abbau von Stunden- und Urlaubsguthaben, die Reduzierung der Zeitarbeit sowie die Überprüfung von Kostenstrukturen und Investitionsplanungen. Um dem Auftragsrückgang Rechnung zu tragen, wurde 2009 außerdem in einigen Unternehmensbereichen Kurzarbeit angemeldet. „Trotzdem konnten wir jederzeit auf die große Motivation der Amazone-Mitarbeiter und ihre hohe Identifikation mit dem Unternehmen zählen. Auch in diesem schwierigeren Jahr zeigte sich, dass die Mannschaft des Familienunternehmens Amazone ein eingeschworenes Team ist,“ so Geschäftsführer Christian Dreyer. Angesichts der Gesamtlage der Branche ist es ein Erfolg, dass die Stammbelegschaft von insgesamt 1.500 Mitarbeitern gehalten werden konnte.

„Wir sehen die derzeitige Situation auch als Chance, nicht nur die Produkte, sondern auch unsere Serviceleistungen weiterzuentwickeln, um die Anforderungen unserer Kunden zukünftig noch besser zu erfüllen,“ benennt Christian Dreyer das Ziel weiterer Maßnahmen. Deshalb wurden 2009 die Abläufe in der Fertigung weiter optimiert, die Durchlaufzeiten verkürzt und der Servicegrad erhöht. Im Vertriebsbereich entwickelte Amazone zusammen mit der Partnerbank De Lage Landen neue, für die Kunden attraktive Finanzierungsangebote. Besonders erfolgreich verliefen nach Firmenangaben außerdem die Aktionen für den Verkauf von Original-Verschleiß- und Ersatzteilen. Als Innovation für die Vertriebsorganisation führte Amazone zudem im Herbst einen „Produkt-Konfigurator“ ein. Mithilfe eines bedienerfreundlichen Programms, das über die Homepage von Amazone angesteuert wird, können die Amazone-Vertriebspartner nunmehr bereits während des Kundengesprächs aus einem Baukastensystem eine optimale Maschinenlösung für den Kunden zusammenstellen. Erweitert hat Amazone außerdem seinen Internet-Auftritt, der sich seit Herbst 2009 mit noch mehr Service-Angeboten sowie aktuellen Informationen und Videos präsentiert.

In Hasbergen-Gaste investierte Amazone in einen Erweiterungsbau des zentralen Ersatzteillagers und konnte damit die Kapazitäten der Ersatzteilversorgung verdoppeln. Außerdem entstand eine neue Düngerstreuer-Testhalle, mit der Amazone nach eigenen Angaben über die weltweit modernste Testvorrichtung für Düngerstreuer verfügt. Am neuen Produktions-Standort Hude-Altmoorhausen hat Amazone die Montage von Großsämaschinen aufgenommen. Darüber hinaus wurden ein neues Verwaltungsgebäude im französischen Forbach sowie ein Erweiterungsbau in Leipzig in Betrieb genommen. Insgesamt hat die Amazone-Gruppe nach eigenen Angaben 2009 ca. 10 Mio. € investiert. Am Produktionsstandort Tecklenburg-Leeden nahm Amazone die Eigen-Produktion der SX-Selbstfahrerspritzen auf. Für Amazone als relativ jungen Anbieter auf dem Markt für selbstfahrende Maschinen lautet hier das Ziel, mittelfristig deutlich höhere Marktanteile in Europa zu erreichen. Großen Wert legen die Amazone-Geschäftsführer auf die Feststellung, dass alle Investitionen entsprechend der Philosophie der Nachhaltigkeit, die Amazone seit jeher auszeichnet, immer auch an der langfristigen finanziellen Sicherheit ausgerichtet sind. So will Amazone in den kommenden Jahren weiterhin organisch und kontinuierlich wachsen.

Den Ausbau seiner Präsenz auf den internationalen Märkten will Amazone zukünftig weiter forcieren. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit sei die Gründung einer eigenen Vertriebstochter in Ungarn, was dort zu einer besseren Markterschließung geführt habe. Zukunftsmärkte liegen z.B. in Ländern wie Kasachstan, in denen Amazone nach eigenen Angaben mit Bodenwasser-sparender Technik bereits erfolgreich am Markt agiert. Denn global gesehen zeichnet sich der Trend ab, dass die Notwendigkeit der Ressourcenschonung enorm an Bedeutung gewinnt. Mit passenden Konzepten und Maschinen, die Wasser sparen und den Boden schonen, sei Amazone auf diese Zukunftsthemen sehr gut vorbereitet.

In der Kommunikation mit den Endkunden hat Amazone 2009 nach eigenen Angaben sein internationales Schulungsangebot als der kompetente Partner für den „Intelligenten Pflanzenbau“ weiter ausgebaut. In den Beratungs- und Schulungszentren, den so genannten Active Centern in Hasbergen-Gaste, Hude, Leipzig und dem französischen Auneau, nahmen viele Kunden und Interessenten an Fachseminaren, Schulungen und Feldtagen zu Themen rund um „Effizienzsteigerungen im Pflanzenbau“ teil.
Auch die Präsenz auf den Fachmessen diente der Kommunikation mit den Endkunden. Ob Demopark im Kommunalbereich oder Agritechnica für die Landtechnik, insgesamt war Amazone 2009 auf rund 30 internationalen Messen mit einem eigenen Stand vertreten. Besonders die internationale Landtechnik-Leitmesse Agritechnica 2009 verlief nach Firmenangaben sehr erfolgreich und setzte für Amazone viele neue Impulse.

„Die aktuellen Herausforderungen werden wir weiterhin optimistisch angehen. Wir werden gestärkt aus der derzeitigen Schwächephase einiger Märkte herauskommen,“ blicken die Amazone-Geschäftsführer in die Zukunft. Mittel- und langfristig sehen sie gute Perspektiven für die Landwirtschaft und die Landtechnik und wollen den eingeschlagenen Kurs weiter halten. Sie verweisen darauf, dass Agrarprodukte als Grundlage für Lebensmittel und nachwachsende Energien dienen und – anders als z.B. Automobile – auch in schwierigeren Zeiten immer gebraucht werden. Die weiter wachsende Weltbevölkerung, knapper werdende landwirtschaftliche Nutzflächen, schwankende Margen für Erzeuger, die internationalen Märkte und umweltpolitische Rahmenbedingungen sehen sie als die großen allgemeinen landwirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. So halten die Amazone-Geschäftsführer an den fünf Hauptzielen zur Entwicklung der Unternehmensgruppe fest. Diese Ziele sind nach Unternehmensangaben die Erschließung neuer Märkte sowie der weitere Ausbau der internationalen Vertriebs- und Servicenetze in Kooperation mit lokalen Partnern, die Innovationsführerschaft durch die Neu- und Weiterentwicklungen marktangepasster und innovativer Maschinen- und Verfahrenskonzepte, der weitere Ausbau der Beratungsaktivitäten auf Basis des Active Versuchs- und Schulungskonzepts, die Weiterentwicklung rationeller und schlanker Fertigungs- und Verwaltungsstrukturen sowie die Förderung und Motivation der Mitarbeiter.

Dabei komme es Amazone zugute, dass in der Landwirtschaft fortlaufend neue und moderne Technik sowie intelligentere Verfahren benötigt werden, um mehr Leistung bei gleichzeitig weniger Aufwand zu schaffen und so letztendlich ausreichende Einkommen zu erwirtschaften. Landwirtschaftliche Betriebe, die wachsen wollen, aber auch Lohnunternehmer werden deswegen weiter investieren. „Mit unseren Innovationen, unserem Maschinen- und Verfahrensangebot sowie unserer Motivation werden wir von Amazone zusammen mit unseren Vertriebspartnern auch in Zukunft ein starker und zugleich erfolgreicher Partner für Landwirte und Lohnunternehmer sein.“

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Rubrik:
Landtechnik allgemein

Artikel eingestellt am:
01.3.2010, 18:12

Quelle:
AMAZONEN-WERKE H. DREYER GmbH & Co. KG
www.amazone.de

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