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KWF präsentiert auf der INTERFORST 2010 Sonderschau „Theorie und Praxis des Schneidens von Holz unter Spannung“

Windwürfe entstehen in Mitteleuropa durch Herbst- und Winterstürme. Aktuell hatte das Sturmtief „Daisy“ Deutschland fest im Griff. Glücklicherweise entstanden dabei aber keine riesigen Flächenwürfe wie in der Vergangenheit. Oft sind nur regionale Schäden in geringerem Umfang das Ergebnis. Viele Privatwaldbesitzer stehen aber auch mit einzelnen umgeworfenen Bäumen vor Problemen. Das Aufarbeiten von Holz, das durch den Sturm geworfen wurde, gehört zu den gefährlichsten Forstarbeiten. Vor allem Stämme, welche sichtbar oder nicht sichtbar unter Spannung stehen sind dabei extrem unfallträchtig.

In der Sonderschau des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) auf der INTERFORST 2010 steht die besondere Gefahrensituation im Mittelpunkt, die sich beim Aufarbeiten von umgeworfenen Bäumen ergibt. Besonders Kleinprivatwaldbesitzer arbeiten nur gelegentlich mit der Motorsäge. Wenn Privatwaldbesitzer ihr Holz oder einzelne Stämme selbst aufarbeiten wollen, müssen sie sich darüber im Klaren sein, dass Arbeitsorganisation und systematisches Herangehen hier noch wichtiger sind als sonst. Gefahren müssen in allen Arbeitsschritten erkannt und das Handeln danach ausgerichtet werden. Private Waldbesitzer müssen aber auch erkennen, wenn diese Arbeiten nur von Profis erledigt werden können.

Im theoretischen Teil werden die besonderen Gefahren beim Umgang mit unter Spannung stehendem Holz gezeigt. Dabei werden die wichtigsten, aber leider immer wieder vergessenen Punkte beim Aufarbeiten veranschaulicht. Es wird dargestellt, wie der Waldarbeiter die „Zug- und Druckseite“ des Stammes erkennt und wie er damit umgehen sollte, um seine Gesundheit zu schonen. Überblicke über Arbeitsorganisation, technische Möglichkeiten und Verfahrensalternativen schließen den theoretischen Teil ab.

Allein mit der Theorie ist es aber nicht getan. Im Vordergrund muss die Praxis stehen. Es ist ebenso wichtig, die Waldarbeiter über Technik und Verfahren zur Sturmholzaufarbeitung zu informieren. Einige Forstliche Bildungszentren und Forstämter benutzen hierzu in speziellen Motorsägenlehrgängen sogenannte Spannungssimulatoren. Auf der INTERFORST 2010 wird ein Spannungssimulator des Forstlichen Bildungszentrums Gehren (Thüringen) präsentiert. In Live-Vorführungen wird in der Praxis von Fachleuten gezeigt, wie man mit unter Spannung stehenden Stämmen umzugehen hat. Es werden Schnittführungen und praktische Hinweise gegeben. Auch die Fehler und deren Folgen werden dargestellt.

Die INTERFORST 2010 bietet vom 14. bis 18. Juli eine gute Gelegenheit, sich über dieses immer aktuelle und wichtige Thema zu informieren.

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Rubrik:
Messen und Veranstaltungen

Artikel eingestellt am:
22.1.2010, 17:43

Quelle:
Messe München GmbH
www.interforst.de
info [at] interforst.de


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