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Kosten sparen mit Biokraftstoffen in der Landwirtschaft?

Die in den letzten Jahren angestiegenen Preise für Dieselkraftstoff führen auch im Bereich der Landwirtschaft zu höheren Belastungen. Die Umstellung von Dieselmotoren auf den Betrieb mit Biokraftstoffen bietet für viele Betriebe die Möglichkeit, effektiv Kraftstoffkosten einzusparen. Dies gilt insbesondere wegen der für die Land- und Forstwirtschaft bis zunächst 2012 geltende Energiesteuerentlastung. Um die Einsparmöglichkeiten durch Biodiesel und Rapsölkraftstoff abschätzen zu können, wurde der auf Microsoft Excel basierende Biokraftstoff-Einsatz-Rechner des Technologie- und Förderzentrums (BERT) entwickelt.

Um einen Kostenvergleich anzustellen, berücksichtigt BERT alle notwendigen Daten wie Kraftstoffverbrauch, Motorölkosten, Kraftstoffmehrverbrauch durch Biodiesel und Rapsölkraftstoff und vieles mehr. Da die Investitionen zur Umstellung eines Betriebes oftmals erst über einen längeren Zeitraum zurückfließen, erlaubt BERT auch einen Blick in die Zukunft, um das betriebsspezifische Investitionsrisiko abschätzen zu können.

Unter Annahme der durchschnittlichen Kraftstoffpreise vom Mai 2008 (Diesel: 1,46 €/l (Quelle: MWV 2008); Biodiesel: 1,33 €/l, Rapsölkraftstoff: 1,08 €/l (Quelle: ufop-Marktinformation Juni 2008)) besteht für einen Betrieb mit 25.000 l Kraftstoffverbrauch und drei Traktoren die Möglichkeit, im Jahr 2008 durch die Umstellung auf Biodiesel ca. 1.900 € an Kraftstoffkosten einzusparen, durch Umstellung auf Rapsölkraftstoff ca. 3.800 €. Bei einer angenommenen gleichen Preisdifferenz bis 2012 ließen sich mit Biodiesel insgesamt ca. 24.000 € und mit Rapsölkraftstoff 35.000 € an Kraftstoffkosten einsparen. Selbst bei angenommenen Mehrkosten von 12 Cent/l für Rapsölkraftstoff im Jahr 2012 ergeben sich Einsparungen für den Landwirt, Biodiesel dürfte sogar 18 Cent/l mehr als Dieselkraftstoff kosten. Grund für diesen Effekt ist die bis 2012 jährlich ansteigende Energiesteuerentlastung für Biodiesel und Rapsölkraftstoff in der Land- und Forstwirtschaft, die letztlich 45 Cent/l erreichen wird. Die Energiesteuerentlastung für fossilen Dieselkraftstoff beträgt jährlich im besten Fall, wenn ein Betrieb genau 10.000 l Diesel verbraucht, knapp 18 Cent/l. Durch die zukünftig steigende Rückvergütung für Biokraftstoffe erhöht sich also das Einsparpotential bzw. verringert sich das Investitionsrisiko.

Das von Experten des Technologie- und Förderzentrums in Straubing entwickelte Kalkulationsprogramm BERT steht zum kostenlosen Download unter www.tfz.bayern.de zur Verfügung.

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Rubrik:
NawaRo und erneuerbare Energie

Artikel eingestellt am:
23.7.2008, 20:39

Quelle:
Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten, Technologie- und Förderzentrum TFZ
www.tfz.bayern.de

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