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Tag der offen Tür im Biomassehof Achtental

Etwa 1.500 Besucher nutzen vergangenes Wochenende die Gelegenheit, den neuen Biomassehof im Gewerbegebiet Eichelreuth in Grassau kennen zu lernen. Nach nur sieben Monaten Bauzeit und Investitionskosten in Höhe einer knappen Million Euro konnten die Betreiber dem interessierten Publikum ihre Kompetenz als Energieholzdienstleister demonstrieren. Neben Führungen über das Betriebsgelände gab es für die Besucher ein großes Rahmenprogramm mit einer Ausstellung rund ums Heizen und einer Vielzahl von Informationen zu erneuerbaren Energien. Darüber hinaus rundeten Vorführungen von Holzspaltautomaten, Spaltern und die eines Großhackers die Veranstaltung ab. Auch zukünftig will der Biomassehof auf Veranstaltungen dieser Art über seine Arbeit informieren, zudem sollen auch Schulklassen und Kindergartengruppen Besichtigungen angeboten werden, um bereits Kinder und Jugendliche an das Thema Erneuerbare Energien heranzuführen.

Der Biomassehof, hervorgegangen aus dem Ökomodell Achental, versteht sich als zentrales Projekt für den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region um damit langfristig eine Unabhängigkeit vom Erdöl zu erreichen. Der Fokus liegt dabei in der Produktion, Trocknung und dem Handel mit regional erzeugten Hackschnitzeln, die der Biomassehof in zwei Qualitäten für die unterschiedlichen Anforderungen in industriellen Großfeuerungsanlagen beziehungsweise für Hackschnitzelheizungen wie sie gewöhnlich in privaten Haushalten eingesetzt werden anbietet. Die Hackschnitzel bezieht der Biomassehof von Waldbauern und Waldbesitzern aus einem Umkreis von etwa 50 Kilometern. Die Lieferanten können dabei wählen, ob sie die fertigen Hackschnitzel anliefern oder Hacken und Transport vom Biomassehof erledigen lassen. Beim Hacken arbeitet der Biomassehof mit der Firma Josef Irlacher (www.mobilhacker.com) zusammen, die über zwei leistungsfähige mobile Holzhacker zur Erledigung dieser Arbeit verfügt. Im Biomassehof werden die Hackschnitzel innerhalb von 14 Tagen zum verkaufsfertigen Produkt getrocknet. Hierfür steht eine Halle mit vier Boxen und insgesamt etwa 3.000 Schüttraummeter Lagerkapazität zur Verfügung. Die Lieferung an den Endkunden erfolgt mit firmeneigenen Lkw; alternativ können die Hackschnitzel auch selbst abgeholt werden. Holzpellets produziert der Biomassehof nicht selbst, sondern bezieht diese von regionalen Produzenten. Um Engpässe bei der Belieferung der Endkunden zu vermeiden, können am Biomassehof 1.000 Tonnen Pellets zwischengelagert werden. Die Pellets bietet der Biomassehof zur Selbstabholung ab Lager lose oder als Sackware an. Alternativ können diese natürlich auch geliefert werden. Scheitholz und Holzbriketts runden das Brennstoff-Angebot des Biomassehofes ab. Scheitholz kann fertig geliefert oder als Stammholz an den Biomassehof verkauft werden.
Neben dem Handel mit Holzbrennstoffen, ist die Öffentlichkeitsarbeit ein großes Anliegen des Biomassehofes, der hierfür über einen Schulungsraum verfügt, in dem Seminare zu den Themen Holzbrennstoffe, Anlagenbau, Bio-Energie, etc. stattfinden. Dazu passt, dass auf dem Süddach der Hackschnitzelhalle eine 60 kWp-Photovoltaikanlage installiert ist.

Der Biomassehof Achental geht auf das Ökomodell Achental, an dem die Gemeinden Bergen, Grabenstätt, Grassau, Schleching, Staudach-Egerndach, Übersee und Unterwössen beteiligt sind, zurück. Der Biomassehof Achental ist eine Kombination von kommunalem Engagement und privatwirtschaftlicher Unternehmensführung, der von einer eigenen Gesellschaft in Form einer GmbH & CO KG getragen wird.

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Rubrik:
NawaRo und erneuerbare Energie

Artikel eingestellt am:
21.9.2007, 20:57

Quelle:
ltm-KE
www.biomassehof-achental.de
info [at] biomassehof-achental.de

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