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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Der VDI begrüßt die von der Regierungskoalition angeschobene Novellierung des EEG hin zu einer stärkeren Absenkung der Vergütungssätze, damit sich auch weiterhin die EEG-Einspeisetarife an den Stromgestehungskosten orientieren. „Der Gesetzentwurf bietet hierfür die richtigen Ansätze“, so Prof. Hermann-Josef Wagner, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt.
Die photovoltaische Stromerzeugung hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Ende 2009 waren in Deutschland 8,3 Gigawatt (GW) mit einer potenziellen Stromerzeugung von 7,1 Terrawattstunden (TWh) installiert und weltweit waren bereits 2008 mehr als 14 GW vorhanden, die zusammen mehr als 12 TWh produzierten. Die mit dieser Entwicklung einhergehende Nachfrage nach Photovoltaikkomponenten führte – zusammen mit einer Reihe weiterer Effekte – zu einem deutlichen Rückgang der Preise. Dies gilt, so der VDI, auch und insbesondere für Deutschland als einem der global größten Märkte für PV-Komponenten. Der Preisrückgang sei deutlich stärker ausgefallen, als dies noch vor wenigen Jahren vorhersehbar war und übersteige deshalb die im EEG ohnehin schon vorgesehene Degression der Vergütung von zehn Prozent pro Jahr.
Wichtig aus Sicht des VDI für die Entwicklung der Photovoltaik ist dabei, dass auch nach dieser EEG-Novellierung ein weiteres Wachstum der photovoltaischen Stromerzeugung mit entsprechender Kostendegression möglich ist. Nur wenn dies sichergestellt ist, so der VDI, sind die bisher aufgewendeten öffentlichen Mittel sinnvoll investiert und es besteht die Hoffnung, dass die photovoltaische Stromerzeugung in den kommenden Jahren deutlich näher an die Wirtschaftlichkeit herangeführt werden kann. Parallel dazu müsse die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen PV-Industrie durch technische Innovationsleistung – mit dem Ziel einer weltweiten Technologieführerschaft – sichergestellt werden. „Um dies zu unterstützen, müssen die entsprechenden F&E-Anstrengungen von Industrie und öffentlicher Hand deutlich verstärkt werden“, so Prof. Wagner.