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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Die Weltec Biopower GmbH errichtet ihre zweite Biogasanlage in Lettland, in der 80 Kilometer nördlich von Riga gelegenen Stadt Limbaži. Die EU-geförderte 500-Kilowatt-Anlage besitzt einen 3.500 Kubikmeter großen Fermenter und soll ab Juli 2011 Strom einspeisen. Der Endlagerbehälter fasst 6.000 Kubikmeter. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist die Erweiterung der Anlage um einen Gärbehälter geplant.
Der 88 Kubikmeter große Vorlagebehälter aus Edelstahl wird beheizt. Zwei 250 Kilowatt Gas-Otto-Motoren werden 8.000 Stunden pro Jahr Strom produzieren. An Inputstoffen gelangen 3.500 Tonnen Rindergülle, 1.900 Tonnen Kuhmist, 500 Tonnen Ganzpflanzensilage, 300 Tonnen Grassilage und 7.000 Tonnen Maissilage zur Vergärung. Das Kraft-Wärmekopplungs-Konzept beinhaltet die Wärmeversorgung der nahe gelegenen landwirtschaftlich genutzten Gebäude. Investor ist der Vize-Präsident des Lettischen Biogasverbandes.
Das steigende Interesse an der deutschen Biogas-Technologie in den baltischen Staaten resultiert auch aus dem Bedürfnis, sich von russischem Erdgas unabhängig zu machen. Schon seit 2008 setzt man daher auf dezentrale Energieversorgung: Im Jahr 2008 begannen die Letten, wenig effiziente Heizkraftwerke, die zudem hohe Transportverluste aufweisen, durch kleinere Bezirksheizwerke zu ersetzen.
Auch Limbaži ist ein geeigneter Standort, denn die ehemalige Hansestadt (knapp 10.000 Einwohner) ist das Zentrum der gleichnamigen Verwaltungseinheit und eines der Hauptgebiete von Landwirtschaft und der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Neben den Vorteilen deutscher Spitzentechnologie besitzen deutsch-lettische Kooperationen einen sprachlichen Vorzug: Das lettische Wort für „Biomasse“ ist „Biomasse“.