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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen wurde eine Biogasanlage präsentiert, die WELtec BioPower im Jahr 2006 auf Zypern gebaut hat. Sie gilt gemeinsam mit sechs weiteren WELtec-Anlagen auf der drittgrößten Mittelmeer-Insel als Musterbeispiel für effizienten Klimaschutz. Für die Betreiber lohnen sich die Investitionen in Biogas-Erzeugung, obwohl die Zyprer keine Einspeisevergütungen aus einem Erneuerbare Energien Gesetz erhalten.
Neben einem Investitionszuschuss für den Bau bekommen die Betreiber - Landwirte mit Schweinemastbetrieben - auf Zypern lediglich Fördergelder, wenn sie mittels Denitrifikation den Stickstoffgehalt der Gärreste reduzieren. Ihre laufenden Einnahmen können die Landwirte aber auf dem Markt für Emissionsrechte verbessern. Drei der sieben Betreiber hatten sich daher ihre Anlagen vom TÜV zertifizieren lassen, um die Voraussetzungen für den Handel mit den CO₂-Zertifikaten zu erfüllen. Für die nächsten Jahre hat sich der Staat Dänemark nun die Verschmutzungsrechte der Zyprer gesichert. Alleine durch den Verkauf nehmen die Betreiber jährlich bis zu 120.000 Euro ein. Die CO₂-Einsparung ist hoch, denn vor dem Bau der Anlagen wurden Gülle und Schweineabfälle in offenen Lagunen gelagert. Auch die anderen Betreiber haben ihre Anlage für eine Zertifizierung angemeldet, um in den CO₂-Zertifikate-Handel einzusteigen.
Wegen der hohen Qualität der Anlagen hatten sich alle sieben Anlagenbetreiber schon kurze Zeit nach der Inbetriebnahme für Erweiterungsinvestitionen auf bis zu 600 Kilowatt, elektrisch, entschieden. Die Anlagen sind lukrativ und zukunftsfest, weil der Anteil der selbst genutzten Wärme hoch ist. Auf Schlachthöfen ist ein intelligentes Wärmenutzungskonzept besonders wichtig, weil große Mengen Wasser zur Hygienisierung der Schlachtabfälle erhitzt werden müssen.