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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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WELtec BioPower hat mit den Bauarbeiten einer weiteren 500 kW-Biogasanlage in Gnossall, Stafford begonnen. Die Anlage in der Grafschaft Staffordshire, in den West-Midlands von England, wird im Januar 2010 in Betrieb genommen. Sie besteht aus einem 3.040 Kubikmeter fassenden Edelstahl-Fermenter, zwei 535 Kubikmeter-Vorlagebehältern sowie einer Hygienisierungs-Einheit.
Der Investor und Landwirt wird die Anlage zunächst mit Schweinegülle und jährlich 2.000 Tonnen Maissilage betreiben. Später sollen dann Lebensmittelreste vergoren werden, wofür bereits eine Erweiterung der Anlage geplant wird.
Der Inselstaat ist nach Deutschland der zweitgrößte Produzent von Biogas. Das Potenzial reicht, um rund zwei Millionen Haushalte mit Strom und 1,5 Millionen Haushalte mit Wärme zu versorgen. Dennoch wird der Energieträger Biogas noch nicht effizient genutzt.
Eine Ursache der ungenutzten Rohstoffe liegt im Vergütungssystem: Die Einspeisetarife basieren auf handelbaren Gutscheinen, sogenannten Renewables Obligation Certificates. Trotz variabler Einspeisetarife nimmt die Investitionsneigung in dezentrale Energieerzeugungsanlagen zwar langsam, aber dennoch stetig zu. Der Grund: Die Gaspreise steigen langfristig. Die Investitionsquote in Anlagen, die Schlachtabfälle, Pflanzen und tierische Exkremente verwerten, liegt bislang bei lediglich zwei Prozent; Tendenz steigend. Wegen der Preisschwankungen kommt in gesamten Vereinigten Königreich fast nur noch ausgereifte, effiziente Technik zur Anwendung. Auch dem Landwirt kommt es als Investor vor allem auf die Langlebigkeit der Anlagen an. WELtec BioPower GmbH mit Sitz niedersächsischen Vechta kann das neben bewährten Komponenten auch durch die Verwendung von Edelstahl-Fermentern garantieren. Beim Einsatz der Substrate muss das Material vor allem eine 100-prozentige Resistenz gegenüber aggressiven Stoffen besitzen.
Der in der WELtec-Anlage generierte Strom wird ins Netz eingespeist und versorgt etwa 1.000 Haushalte. Mit der in der Biogasanlage entstehenden Wärme heizt der Landwirt das Farmgebäude und trocknet die Gärreste, die er auf seine landwirtschaftlichen Flächen ausbringen kann.