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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Seit gut einem Jahr ist die zweite Generation der XERION-Großtraktoren von Claas (Baureihe 3300) im praktischen Einsatz – in Deutschland bisher mit rund 60 Stück. Lohnunternehmen und landwirtschaftliche Großbetriebe, die besonders effektiv arbeiten und maximale Tagesleistungen erreichen wollen, nutzen den 335 PS starken XERION in vielfältiger Weise: als Großtraktor, als Systemschlepper oder als Systemträgerfahrzeug.
Kern des XERION Konzepts sind hohe Zugleistung effektiv und bodenschonend übertragen sowie die maximale Vielseitigkeit. Das TRAC-Konzept mit drei Kabinenpositionen und 335 PS Motorleistung eröffnet ganz neue Perspektiven für die Praxis. Mit der Vollrahmen-Bauweise, der optimalen Gewichtsverteilung sowie vier gleich großen Rädern können die Antriebskräfte optimal in Zugkraft umgesetzt werden. Gleichzeitig bieten die An- und Aufbauräume mehr Möglichkeiten für kombinierte Arbeitverfahren in großer Arbeitsbreite.
Das Einsatzspektrum für den XERION ist vielfältig. Es reicht von der schweren Bodenbearbeitung und Saat, über Transportarbeiten oder die Nutzung als schwere Walz-Traktoren auf dem Fahrsilo, bis zum Selbstfahrereinsatz z.B. mit Großflächenmähwerken oder großen Gülletanks samt Einarbeitungsmaschinen. Als klassischer Ackerschlepper überzeugt der XERION durch Ausdauer und Kraft - dank seiner 335 PS, die das 6 Zylinder-Triebwerk mit 8,8 Litern Hubraum bietet. Die Kraft wird über ein stufenloses ZF-ECCOM 3.5-Getriebe auf die vier gleichgroßen Räder (bis 42 Zoll) übertragen.
Zur Agritechnica 2005 bekommt der XERION eine völlig neu konzipierte Kabine. Großräumig gestaltet, in der Grundfläche deutlich vergrößert und komfortabel ausgestattet bietet die neue Kabine mit großen Glasflächen eine perfekte Rundumsicht. Der Fahrer kann alles exakt auf seine Bedürfnisse einstellen. Das Bedienkonzept mit dem CEBIS-Monitor und dem Multifunktionsfahrhebel entspricht dem der großen LEXION-Mähdrescher und JAGUAR-Feldhäcksler. Hinzu kommen die vielfach einstellbare neue Lenksäule, ein neuer Fahrersitz mit noch mehr Einstelloptionen sowie eine erweiterte Licht- und Scheinwerferausstattung.
Sehr positiv urteilen die Praktiker über die Vorzüge der Vierradlenkung (Allradlenkung, Hundegang, Schongang, Fahrhebel) Neben hoher Wendigkeit ermöglicht dies u.a. mehr Bodenschonung, weniger bzw. gar keine Bodenspuren, längere Befahrbarkeit sowie sicheres Gegenlenken im Schräghang.
Mit der 180° drehbaren Kabine wird der XERION TRAC VC vom Schlepper zum Selbstfahrer für alle Einsätze, die in Schubfahrt ausgeführt werden, beispielsweise mit großen Mähwerkskombinationen oder Mulchern.
In der Version XERION SADDLE TRAC ist die Fahrerkabine über dem Motor positioniert und macht den XERION zur Zugmaschine für große Gülle- oder Transporttrailer. Einzigartig ist hier die 110 mm Zugkugel die auf der Fahrzeugmitte des XERION montiert wird. Mit einer maximalen Stützlast von 15.000 kg wird so eine optimierte Kraft- und Gewichtsübertragung erreicht. Darüber hinaus bietet diese Version auch den Aufbauraum für große Saatgutbehälter, so dass der XERION zur selbstfahrenden Säkombination mit ca. 5 cbm Saatguttank und 6 Metern Arbeitsbreite wird.
Geringer Bodendruck von Arbeitsmaschinen ist eine wichtige Voraussetzung für gutes Pflanzenwachstum. Insbesondere bei organischer Düngung ist spurversetztes Fahren von großem Vorteil. Das Fahrwerk des XERION kommt durch den „Hundegang“ dieser Forderung nach.
Bislang verhinderte aber der herkömmliche Geräteanbau im Dreipunktkraftheber am Heck, die Arbeitsgeräte mit Bodenkontakt spurversetzt anzuwenden. Durch einen neuen schwenkbaren Heckkraftheber am XERION 3300 können jetzt aber selbst zapfwellenbetriebene Bodenbearbeitungsgeräte – z. B. zur Saatbettvorbereitung oder auch zur Aussaat – im Hundegang auf druckempfindlichen Böden eingesetzt werden.
Auch bei der Ausbringung von Gülle kann der XERION als Selbstfahrer so spurversetzt fahren, um das organische Material direkt in den Boden einzubringen – z. B. mit Grubber, Gleitschuhverteiler oder Scheibeninjektor. Dieses bodenschonende Verfahren ist äußerst wichtig auf feuchten Grünlandstandorten, denn die Grasnarbe wird durch häufiges Überfahren besonders stark beschädigt.
Der neue Heckkraftheber hat einen Schwenkbereich von je 15 Grad zur linken oder zur rechten Seite. Er ist so konstruiert, dass die Heckzapfwelle in jeder geschwenkten Arbeitsstellung genutzt werden kann.
Die Ausrichtung des Heckkrafthebers erfolgt elektronisch, sie passt sich automatisch der Hundegangstellung des XERION an. Bei Bedarf kann der Fahrer die Ausrichtung manuell übersteuern. Eine Mittenfindung bringt das Arbeitsgerät – wenn die Schwenkautomatik ausgeschaltet wird – wieder in die Ausgangsposition zurück. Das Schwenken der Hubkinematik erfolgt durch einen Hydraulikzylinder am Unterlenker.