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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Nach ihrer Premiere im vergangenen Jahr präsentiert John Deere jetzt fünf neue Großtraktorenmodelle der Baureihe 8R von 260-360 PS, die die Abgasnorm der Stufe Euro IIIB erfüllen und dabei laut Hersteller mit ausgezeichneten Kraftstoff-Verbrauchswerten aufwarten.
Die im Frühjahr 2011 in Europa auf den Markt kommenden Traktorenmodelle 8260R, 8285R, 8310R, 8335R und 8360R sind mit sparsamen 9,0 Liter PowerTech PSX Sechszylindermotoren ausgerüstet, die nicht nur mehr Motorleistung und Drehmoment bereitstellen, sondern auch bewährte Technologien nutzen, um die neuen Abgasnormen einzuhalten. Mit 409 PS maximaler Motorleistung ist der 8360R laut John Deere der stärkste Standardtraktor der Welt. Im Vergleich zur aktuellen Baureihe bleiben die meisten anderen Spezifikationen unverändert.
Um die Maschinen vor Diebstahl oder missbräuchlicher Nutzung zu schützen, sind sie serienmäßig mit einer CESAR Sicherungs-Kennung, einem Immobilisierungssystem und maschinenspezifischen Schlüsseln ausgestattet. Außerdem sind neue Maschinen im ersten Betriebsjahr mit der dazu passenden JDLink Ultimate Telematik-Software und dem Service ADVISOR-Ferndiagnosesystem ausgerüstet sowie mit dem neuen GreenStar 3 CommandCenter Monitor. Wahlweise bietet John Deere auch das neue dynamische Lenksystem „ActiveCommand Steering“ an, das auf der Agritechnica 2009 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde.
Die neuen 8R Traktoren leisten nach Herstellerangaben jeweils 15 PS mehr als die bisherigen 8R-Modelle, wobei durch das intelligente Motormanagementsystem (IPM) bei nicht stationären Zapfwellenarbeiten und bei Transportfahrten noch bis zu 35 PS zusätzlich zur Verfügung stehen. Wie bei den bisherigen 8R-Traktoren können Kunden zwischen einem automatischen 16/5 PowerShift-Getriebe und dem stufenlosen AutoPowr-Getriebe wählen, lediglich beim 8360R bietet John Deere ausschließlich das AutoPowr-Getriebe an. Wer ein 50-km/h AutoPowr-Getriebe bestellt, erhält die unabhängige Einzelradfederung der Vorderachse (ILS) serienmäßig, und, wer sich für die 40 km/h AutoPowr oder PowerShift-Variante entscheidet, kann das ILS wahlweise bekommen.
Die neuen Motoren nutzen die bereits bewährte Abgasrückführung (EGR), einen neuen Reihenturbolader mit variabler und fester Geometrie und sind gleichzeitig mit einem Abgasfilter ausgerüstet, der mit einem Diesel-Oxidationskatalysator (DOC) und einem Diesel-Partikelfilter (DPF) ausgestattet ist, wie sie in weiten Teilen der Baumaschinen- und Automobilindustrie verbreitet sind. Der Abgasfilter reinigt sich nach Herstellerangaben selbsttätig während der Arbeit.
Zusammen mit den neuen 8R-Traktoren stellt John Deere das neue Motorkühlmittel CoolGard II vor, das vor allem im Hochtemperaturbereich besondere Stabilität aufweisen soll sowie das neue Plus-50 II Motoröl, das speziell für Euro IIIB Motoren entwickelt wurde und nach 500 Betriebsstunden gewechselt werden sollte.
Zusätzlich zu den neuen Motoren wurden weitere Technologien zur Vereinfachung der Bedienung in die Kabine integriert, die es Fahrern jedweden Erfahrungsschatzes ermöglichen sollen, die Produktivität der Maschine zu steigern. Die Telematik- und Ferndiagnose-Funktionen, die von der neu entwickelten JDLink Internetplattform unterstützt werden, ermöglichen es, den Standort, die Art der Arbeit und die Leistungsdaten der neuen 8R Serie Traktoren über das Internet oder das Mobilfunknetz zu übermitteln. Dies ermöglicht den Betreibern, so John Deere, noch mehr Effizienz und Produktivität zu erzielen, bzw. Ausfallzeiten zu vermeiden und ihre Flotte besser zu managen. Sollte sich im Feld ein Service-Problem ergeben, können die Werkstattmitarbeiter beim Vertriebspartner die Ursache per Ferndiagnose feststellen, den Standort ermitteln und damit rasch für die Behebung des Problems sorgen. Das reduziert Fahrt- und Ausfallzeiten ebenso wie Reparaturzeiten.
Das neue Lenksystem „ActiveCommand Steering“ nutzt eine bahnbrechende Technologie, um den Fahrkomfort und das Lenkverhalten des Traktors vor allem bei Straßenfahrt zu verbessern. Die variable Lenkung erfordert je nach Fahrgeschwindigkeit bei langsamer Fahrt und beim Wenden am Vorgewende weniger Lenkaufwand zwischen den Endpunkten des Lenkanschlags.
Um mehr Ordnung in der Kabine zu schaffen, kann das neue GreenStar 3 CommandCentre Display die Programme des automatischen Lenksystems AutoTrac und des Feldspritzen-Programms SprayerPro aufnehmen, so dass kein weiterer Monitor erforderlich wird. Der Standardmonitor ist AutoTrac- und ISOBUS-kompatibel, während die Touchscreen-Version gleichzeitig die Video-Überwachung der Anbaugeräte ermöglicht. Eine weitere Wahlausrüstung ist der GreenStar 3 2630 Touchscreen-Monitor, der die Standardversion um die komplette Spurführungs- und Ausbringungssoftware für Anbaugeräte einschließlich der Dokumentation erweitert. Er ersetzt das bisherige 2600-Display durch einen ebenso großen, aber mit platzsparendem Rahmen versehenen robusten Bildschirm. Außerdem arbeitet der 2630 mit einem schnelleren Prozessor, mehr Speicherkapazität, mit USB- und Ethernet-Steckplätzen sowie einem Video-Eingang. Der hellere Bildschirm verfügt für die Straßenfahrt oder Nachtarbeit über einen Standby-Modus sowie über verschiedene Benutzerebenen, die es den Fachleuten ermöglichen, Einstellungen so vorzunehmen, dass sie von weniger erfahrenen Fahrern nicht versehentlich geändert werden können.
Nutzer von Anwendungen der Präzisionslandwirtschaft sollen von dem neuen StarFire SF3000 Empfänger profitieren, der laut John Deere den bislang besten Satelliten- und terrestrischen Empfang ermöglicht. Dieser neu entwickelte Empfänger reagiert beim Aufspüren und Wiederfinden des Signals nach Herstellerangaben deutlich schneller als sein Vorgängermodell und ist zum Beispiel in der Nähe von Baumreihen gegen Signalabschattungen weniger empfindlich. Ebenso ist dieser Empfänger laut John Deere noch sensibler und erkennt mehr Satelliten und Korrektursignale – serienmäßig einschließlich des russischen GLONASS-Systems, sobald dessen Signal erfasst wird. Außerdem soll dieser Empfänger in allen drei Dimensionen noch mehr Genauigkeit in Bezug auf die Lagekompensation im Feld bieten.