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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Mit der neuen hydrostatischen Kompakteinheit A41CT ist es Rexroth nach eigenen Angaben gelungen, erstmals zwei unterschiedliche Axialkolbenbauweisen miteinander zu kombinieren: Das verstellbare Triebwerk ist weiterhin als Schrägscheibe konstruiert, das konstante Triebwerk als Schrägachse. Die unterschiedlichen Eigenschaften der beiden Konstruktionsprinzipien ergänzen sich nach Herstellerangaben optimal. Die Vorteile laut Rexroth: Ein deutlich verbesserter Wirkungsgrad, eine höhere Leistungsdichte und kompaktere Bauweise – eine wichtige Unterstützung für die Maschinenhersteller, um die zukünftigen Emissionsrichtlinien TIER 4 beziehungsweise STAGE 4 erfüllen zu können. Die A41CT ist bereits bei verschiedenen Getriebeherstellern erfolgreich im Serieneinsatz.
Hydrostatische Kompakteinheiten, bestehend aus einem verstellbaren und einem konstanten Triebwerk im selben Gehäuse, bilden den hydraulischen Kern moderner Leistungsverzweigungsgetriebe (CVT). Sie sind die entscheidende Stellschraube für die Verbesserung der Gesamteffizienz von CVT. In herkömmlichen Kompakteinheiten sind die beiden Triebwerke als Schrägscheibe-Schrägscheibe-Kombination konstruiert. Mit der neuen A41CT hat Rexroth erstmals ein Schrägscheibenverstelltriebwerk mit einem Schrägachsenkonstanttriebwerk zu einer Kompakteinheit kombiniert. Es soll damit die positiven Charaktermerkmale der beiden unterschiedlichen Axialkolbenkonstruktionen vereinen. Die Vorteile sind laut Rexroth vor allem ein deutlich verbesserter Wirkungsgrad, eine höhere Leistungsdichte und eine kompaktere Bauform.
Federico Mejia, Produktmanager bei Rexroth in Elchingen, erläutert die Gründe: „In der Schrägachse kommen gedichtete Kolben zum Einsatz, die die triebwerksinterne Leckage, also die Verlustleistung reduzieren. Dadurch verbessert sich der volumetrische Wirkungsgrad.“ Aufgrund des großen Schwenkwinkels des Schrägachsentriebwerks von 40 Grad steige auch der hydraulisch-mechanische Wirkungsgrad, erklärt Mejia weiter. „Außerdem haben wir hier eine geringere Reibung, da die Kolben anders als bei der Schrägscheibenbauart keine Querkräfte übertragen müssen.“ Dadurch reduziere sich beispielsweise auch der Kühlbedarf.
Ein weiterer Vorteil liegt nach Herstellerangaben in der gegenüber herkömmlichen Systemen deutlich kompakteren Bauweise der A41CT. „Bauartbedingt hat das verwendete Schrägachsentriebwerk ein höheres Drehzahlvermögen als ein Schrägscheibentriebwerk“, beschreibt Produktmanager Mejia. „Dadurch können wir die Einheit bei gleicher Leistung kleiner konstruieren.“ So bleibe zum Beispiel mehr Raum für die immer komplexeren Abgasnachbehandlungsanlagen.
Zu den Eigenschaften des Schrägachsenprinzips, die sich die A41CT zu nutze macht, zählen nach Herstellerangaben darüber hinaus ein im Vergleich zu Schrägscheibentriebwerken höherer Anlaufwirkungsgrad, ein kleineres Losbrechmoment sowie weniger Unstetigkeiten beim Drehrichtungswechsel. Daraus soll ein ruckfreieres und damit komfortableres Fahrverhalten resultieren.