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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Über 10.000 Stunden Probebetrieb meisterte der erste XERION 3300 SADDLE TRAC. Die von CLAAS entwickelte PS-starke und vielseitige Zugmaschine befindet sich seit November 2003 täglich 16 Stunden im Dauer-Einsatz beim Tagebau der RWE Power AG. “Der XERION macht sehr gute Arbeit und hat uns nie im Stich gelassen. Getriebe und Motor laufen völlig störungsfrei“, lautet das Urteil von Franz Schmitten, Einsatzleiter des Maschinenparks. Immerhin hat die Maschine fast dreieinhalb Jahre harte Arbeit im rheinischen Braunkohlerevier hinter sich.
Im Braunkohletagebau der RWE Power AG verrichtet er als so genanntes Steigleitungsfahrzeug seinen Dienst. Mit einem 4,5 t-Anbaukran erreicht der XERION ein Gesamtgewicht von 18 t. Ein 22 t-Anhänger ermöglicht den Transport von Tauchpumpen und Brunnenrohren. Die besondere Stärke des XERION ist seine Zugleistung. Damit kann die schwere Maschine sogar im tiefen Sand fahren, den es auf einigen Tagebau-Sohlen gibt. Selbst Wege mit 8 bis 10 % Steigung schafft der XERION mühelos. Und er ist auch ein Langstreckenläufer: Ohne Probleme legt er im Tagebau und auf öffentlichen Straßen Strecken bis zu 180 km pro Schicht zurück.
„Als wir ihn bekommen haben, war der XERION fast noch ein Prototyp“, erinnert sich Stefan Raffel, einer von vier Fahrern, die mit ihm arbeiten. „Doch außer ein paar Kleinigkeiten gab es nichts zu beanstanden.“ Lediglich am Kühler, am Anbaukran und an den Achsen wurden einige Bauteile ausgetauscht. Trotz der enormen Leistung hielt sich der Kraftstoffverbrauch in Grenzen: Er lag je nach Einsatzbedingungen zwischen 16 und 25 Litern pro Betriebsstunde.
Ein Traktor muss nicht nur Kraft haben, er muss sie auch auf den Boden bringen – und das kann der XERION besser als viele seiner Kollegen. In früheren Zeiten wurden die schweren Zugarbeiten beim Tagebau mit Unimogs und LKW erledigt, doch die fuhren sich immer wieder fest und mussten rausgeschleppt werden. Dadurch ging viel Zeit verloren. Glücklicherweise sind diese Probleme inzwischen Vergangenheit. „Für unser Transportwesen ist der XERION unentbehrlich geworden“, meint Franz Schmitten. „Wir sind so zufrieden mit ihm, dass wir jetzt eine zweite Maschine als Ersatz für ein älteres Steigleitungsfahrzeug anschaffen werden.“