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Neue Kirovets Knicklenker-Serie K 9000 mit stufenlosem Getriebe

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Artikel eingestellt am:
19.12.2009, 17:53

Quelle:
ltm-KE

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Mit einem Prototypen der neuen Kirovets Serie K 9000 präsentierte die L&K Land- & Kraftfahrzeugtechnik GmbH (www.luk-gmbh.de), Kirovets Generalvertretung für Deutschland, auf der Agritechnica 2009 den ersten Knicklenker-Großtraktor mit stufenlosem Getriebe.

Die Kirovets-Serie K 9000 besteht insgesamt aus den fünf Typen K 9360, K 9400, K 9430, K 9450 und K 9520 mit Motornennleistungen von 341 bis 503 PS respektive Maximalleistungen von 354 bis 516 PS. Kirovets hat die Motorleistungen für Traktoren dieser Größenklasse ungewöhnlich fein abgestuft, für den Verkauf in Deutschland hat L&K deshalb nur die Modelle K 9360 mit 250/341 kW/PS (260/354 kW/PS), K 9430 mit 305/414 kW/PS (315/428 kW/PS) und K 9520 mit 370/503 kW/PS (380/516 kW/PS) vorgesehen (jeweils Nennleistung, in Klammern Maximalleistung nach Herstellerangaben). Angetrieben werden die neuen Kirovets-Knicklenker von Mercedes-Benz-Motoren, beim K 9360 und K 9430 vom Typ OM 457 LA mit 6 Zylindern und 11,97 l Hubraum, beim K 9520 vom Typ OM 502 LA mit 8 Zylindern und 15,93 l Hubraum, deren maximales Drehmoment bei 1.200 U/min mit 1.800, 2.000 beziehungsweise 2.400 Nm angegeben wird.

Dass L&K an der Entwicklung der Serie K 9000 beteiligt war, wird nicht zuletzt beim Getriebe deutlich, denn neben einem Powershiftgetriebe mit 16/8 Gängen beziehungsweise 12/2 Gängen beim K 9520 gibt es für die neuen Knicklenker auch ein stufenloses Getriebe von Mali. Derzeit steht das Stufenlosgetriebe noch als Wunschausrüstung im Prospekt, allerdings wird bereits darüber nachgedacht, die Serie K 9000 in Deutschland respektive Westeuropa serienmäßig mit dem Mali-Getriebe auszuliefern.
Die Bedienung sowohl der Stufengetrieb als auch der stufenlosen Getriebe erfolgt per Joystick, eine Heckzapfwelle mit 1.000 U/min gibt es bei allen Varianten optional.

Die neuen K 9000 Knicklenker verfügen über eine moderne, leistungsfähige Hydraulikanlage: Die Load-Sensing-Hydraulik arbeitet mit einer Axialkolbenpumpe, deren Förderleistung bei einem Betriebsdruck von 210 bar mit 190 l/min angegeben wird, den Hydraulikölvorrat hat Kirovets mit 200 l reichlich bemessen. Die fünf doppeltwirkenden Steuergeräte inklusive Zeit- und Mengenregelung werden über Schaltwippen bedient, der Heckkraftheber mit 10.000 kg Hubkraft verfügt über eine EHR und kann auch im Heck des Schleppers über Drucktasten an den Kotflügeln betätigt werden.

Die Kabine der Serie K 9000 wurde völlig neu konstruiert und unterscheidet sich deutlich von der bisheriger Kirovets-Traktoren. Zwar fällt der Aufstieg systembedingt steil aus, dafür erwartet den Fahrer dann eine komfortable, geräumige Kabine, in der sogar Platz für einen vollwertigen, gepolsterten Beifahrersitz ist. Sämtliche Bedienelemente für Motor, Hydraulik und Getriebe sind übersichtlich und griffgünstig in einer Einheit am Fahrersitz zusammengefasst; auf der Konsole rechts gibt es lediglich den Bedienhebel für die Federspeicher-Handbremse. Das Lenkrad ist in Höhe und Neigung verstellbar, die Klimaanlage ist serienmäßig, eine Klimaautomatik gibt es optional. Beim kurzen Probesitzen auf der Agritechnica wirkte der neue K 9000 übersichtlicher, als man es von einem Schlepper dieser Größe erwarten würde. Die nach vorne stark abfallende Motorhaube leistet hierzu sicherlich ebenso ihren Beitrag wie die großen Fensterflächen vorne und hinten. Apropos Sicht nach hinten: In der Serie werden die K 9000 Knicklenker standardmäßig über eine Heckkamera verfügen.

Wie eingangs erwähnt, wurde in Hannover ein Prototyp der neuen Kirovets Serie 9000 gezeigt. Deshalb kann sich an der hier beschriebenen und auf unseren Bildern gezeigten Ausstattung bis zur Serienfertigung – die voraussichtlich im Juli/August 2010 starten soll – natürlich noch einiges ändern. Dies betrifft neben der Frage, welches Getriebe hierzulande Serienausstattung wird, vor allem die Motoren. Diese erfüllen die derzeit gültigen Abgasnormen, an einer Einhaltung der ab 2011 gültigen Normen Euro 3 B beziehungsweise Tier 4 interim wird im Moment noch gearbeitet; im Idealfall stehen diese Motoren, so L&K, bereits zum Produktionsstart zur Verfügung. Und weil es den Schlepper noch nicht zu kaufen gibt, gilt auch der uns von L&K für den K 9430 genannte Preis von um die 150.000 Euro (ohne MwSt.) nur unter Vorbehalt; zumal noch nicht klar ist, ob hier dann schon das stufenlose Getriebe inkludiert ist.

Autor: Klaus Esterer



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