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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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„Ein einfacher, robuster und preisgünstiger Ackerschlepper soll entstehen – so lautet das Hauptziel der Firma Allgaier. Insgesamt verkauft Allgaier mehr als 50.000 Schlepper. Vom ersten Schlepper bis zum Verkauf an die Firma Mannesmann: die ganze Geschichte der Allgaier-Schlepper gibt es jetzt auf DVD.“
Soweit eine Pressemeldung zur neuen DVD „ALLGAIER – Vom Verdampfer zum Volksschlepper“ von AgrarVideo.de. Die ganze Firmengeschichte eines Traktorenherstellers in gut 53 Minuten, kann das gut gehen oder sollte man doch besser zu einem Buch greifen?
Wir wollten es herausfinden und haben uns den Film angesehen. Zur Ansicht lag uns die DVD-Version vor, die neben dem Hauptfilm auch noch den gut 5-minütigen Bonusfilm „100 Jahre Allgeier“ über das 5. Oldtimer-Schleppertreffen der Schlepperfreunde Waldems im Jahr 2006 enthält. Haupt- und Bonusfilm ergeben so fast 60 Minuten-Allgaier-Video. Praktisch an der DVD ist die Einteilung des Films in 12 Kapitel, die sich an den verschiedenen Schleppertypen respektive Eckpunkten der Allgaier-Firmengeschichte orientieren. Wer möchte, kann so direkt zu den für ihn interessanten Stellen im Film springen oder nochmals gezielt Informationen zu den einzelnen Allgaier-Typen/Baureihen abrufen. DVD und die ebenfalls erhältliche VHS-Version bietet AgrarVideo.de übrigens zum identischen Preis von 24,80 € an.
Doch nun zum Film selbst. Hier ist zunächst anzumerken, dass Freunde historischer Filmaufnahmen nicht ganz auf ihre Kosten kommen dürften, denn alte Filmszenen werden im Allgaier-Video nur spärlich verwendet. Wie wir von Christian Aigner, der als Redakteur für den Film verantwortlich zeichnet, erfahren konnten, hat das im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen gibt es über die Allgaier-Traktoren nur recht wenig historisches Filmmaterial und zum anderen wurde das, was es gibt schon zum Großteil im Film „Porsche Schlepper – Schlepperlegenden im Einsatz“ verwendet; um eine Mehrfachverwendung zu vermeiden hat man deshalb diesmal auf historische Filmaufnahmen weitgehend verzichtet. Wir meinen, dass das kein Nachteil sein muss und im vorliegenden Fall auch nicht ist. Im Gegenteil, denn die schönen Detailaufnahmen und Szenen wie die eines A22 beim Einsatz in der Heuernte mit zeitgenössischem Bautz Universalheuer, können absolut überzeugen. Weitere Vorteil, wenn neu gedreht wird: Die Filmszenen passen sich an die Geschichte die erzählt wird an und nicht umgekehrt. Und an dieser Stelle kommen wir auch zurück zur Ausgangsfrage, ob eine DVD zur Darstellung einer kompletten Firmengeschichte das geeignete Medium ist. Klare Antwort: Dem Allgaier-Film gelingt das tatsächlich sehr gut durch die gute Abstimmung von Film und Kommentar. Schön ist auch, dass zahlreiche Allgaier-Kenner und -Fahrer – darunter auch der bekannte Autor Armin Bauer – zu Wort kommen und für Abwechslung sorgen. Natürlich muss an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass die DVD dann passen muss, wenn es um die genauere Erklärung technischer Details oder die Auflistung technischer Daten geht, aber das würde den Rahmen eines solchen Filmes sicherlich auch sprengen. Wer also noch tiefer in das Thema Allgaier einsteigen möchte, wird als Ergänzung zur DVD vermutlich auch noch zum Buch greifen.
Unser Fazit: Die DVD „ALLGAIER – Vom Verdampfer zum Volksschlepper“ ist interessant und kurzweilig zugleich, so dass man sie bestimmt nicht nur einmal ansehen wird; das dürfte für Allgaier-Kenner wie für Einsteiger gleichermaßen gelten. Wer durch die DVD auf den Geschmack gekommen ist, findet in Büchern eine gute Ergänzung zum Film. Bei der Wahl DVD oder VHS empfehlen wir eindeutig die DVD-Version. Nicht nur, weil man damit in den Genuss des Bonusfilmes kommt, sondern vielmehr, weil die komfortable Kapiteleinteilung eine feine Sache ist.