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Schlepper-Legende in 1:87: Schlüter 1250 VL von Wiking

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Der 1250er von Wiking einmal mit... ... und einmal ohne Kabine. Der charakteristische Schlüter-Verkleidungsträge Das Heck des Wiking 1250er ist wenig detailliert,

Schlüter-Traktoren besitzen Kultstatus. Trotzdem die Produktion schon vor mehr als zehn Jahren eingestellt wurde, ist die Beliebtheit dieser Schleppermarke ungebrochen. Höchste Zeit also für die Umsetzung eines Schlüter-Schleppers im Sammlermaßstab 1:87.

Seit Kurzem im Handel erhältlich ist das 1:87 Modell des Schlüter 1250 VL von Wiking. Das 125 PS starke Vorbild wurde von Schlüter ab 1972 gebaut, ist also das, was man heute als Youngtimer bezeichnet und stellt damit ein Bindeglied zwischen den Wiking-Oldtimer-Traktoren (Fahr, Porsche, MAN) und den Modellen nach aktuellen Vorbildern da. Dass die Wahl auf dieses relativ "kleine" Schlüter-Modell fiel, dürfte vor allem diejenigen freuen, die den Schlüter vorbildgerecht auf dem Modellacker einsetzen möchten. Weiterer Vorteil: Der 1250 VL wurde seinerzeit nur auf Wunsch mit der Traktomobil-Kabine geliefert, so dass man den Schlüter getrost auch als "Cabrio" einsetzen kann; dank der abnehmbaren Kabine des Wiking-Modells ist das kein Problem.

Damit sind wir auch schon beim Modell selbst: Der 1250er von Wiking gibt das Vorbild recht gut wieder. Die Proportionen stimmen und gerade die Nachbildung des charakterristischen Schlüter-Verkleidungsträgers (Frontabschluß unterhalb der Motorhaube) kann man nur als sehr gelungen bezeichnen. Die Lenkstange ist als separates Bauteil ausgeführt und folgt den Bewegungen der pendelnden Vorderachse. Die Motornachbildung wirkt durchaus realistisch und der für die Schlüter-Traktoren dieser Zeit typische, etwas kurz geratene Auspuff verfügt sogar über eine Regenklappe. Etwas spartanischer ist das Heck des 1250ers ausgefallen, dafür können dort aber auch die Anbaugeräte aus dem Wiking-Sortiment angebaut werden. Zur Kabine ist zu sagen, dass sie mit Scheibenwischer, Türgriffen und seitlichen Schiebefenstern recht detailliert gestaltet wurde. Auch die Tatsache, dass sie nur oben eine Heckscheibe aufweist, entspricht dem Original. Und sie ist - wie bereits erwähnt - abnehmbar, so dass man leicht andere Varianten z.B. mit Flatterverdeck, Sonnenschutzdach oder eben ganz ohne erstellen kann. Bleibt noch die Motorhaube und auch die stimmt weitgehend mit dem Original überein. Weitgehend deshalb, weil sich in der Frontpartie zwei Fehler eingeschlichen haben. So müßte die Front auch im unteren Bereich nach vorne spitz zulaufen, ist aber völlig gerade und die Kühlluftgitter stehen beim Original fast senkrecht und etwas zurück versetzt, schließen beim Modell aber bündig mit der Front ab. Da das aber nur bei genauerer Betrachtung deutlich wird, fällt es auch nicht besonders ins Gewicht und stört den sehr guten Gesamteindruck des Modells keineswegs. Etwas mehr stören wird den einen oder anderen vermutlich mehr, dass Luftgitter und Fahrgestell nicht wie beim Original in Silber sondern unverständlicherweise in einem dunklen Grau ausgeführt sind. Angesichts der übrigen Qualitäten des Modells, kann man aber auch das verschmerzen.

Fazit: Mit dem Schlüter 1250 VL hat Wiking sowohl bei Vorbildwahl als auch bei der Umsetztung im Modell viel Geschick bewiesen. Das Modell gibt die für Schlüter lange Jahre typische Form mit der stark nach vorne geneigten Kabine sehr gut wieder und sorgt damit für eine angenehme Abwechslung im 1:87-Landmaschinen-Markt. Der Wiking-1250er ist nicht nur für eingefleischte Schlüter-Fans ein absolutes Muß.

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Rubrik:
Vereine und Hobby

Artikel eingestellt am:
25.9.2005, 17:43

Quelle:
Eigener Bericht/KE
www.wiking.de

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