Bauma 2016: Deutz erweitert Produktpalette um Gasmotoren

Deutz stellt vom 11. bis 17. April 2016 auf der Bauma in München seine neuesten Motorenentwicklungen vor. Neben der bereits etablierten „Stage V ready“ Produktpalette präsentiert der Kölner Motorenhersteller erstmals seinen neuentwickelten TCD 2.2 Diesel- und Gasmotor sowie den bewährten TCD 2.9 als Gasvariante.

In diesem Jahr stellt Deutz nach eigenen Angaben auf seinem rund 400 Quadratmeter großen Messestand erstmals den neuen 2,2-Liter-Motor TCD 2.2 vor und erweitert damit sein Portfolio im unteren Leistungsbereich durch eine neue Dreizylinder-Variante des TCD 2.9 Vierzylinders. Der TCD 2.2 wird mit bis 55 kW Leistung besonders für Anwendungen im Bereich Material Handling und kompakte Baumaschinen eine weitere Option darstellen. Das Besondere: Der Motor wird sowohl in einer Diesel- als auch in einer Flüssiggasversion (auch LPG oder Treibgas genannt) an den Start gehen. Die Gasvariante wird dabei bis 42 kW leisten und ist zudem ein echtes Novum innerhalb der sonst mit Dieselkraftstoff betriebenen Deutz-Produktpalette. Der TCD 2.2 wird nach Herstellerangaben 2019 rechtzeitig zur ab dann geltenden Abgasnorm EU Stufe V in Serienproduktion gehen. Bei allen TCD 2.2 und 2.9 Varianten handelt es sich um dieselbe Motorenplattform, wodurch der Kunde laut Deutz umfangreiche Synergieeffekte bei der Integration, wie hinsichtlich der Anschlüsse oder der Ersatzteilversorgung, nutzen kann. Das spare Kosten und Entwicklungsaufwand.

Des Weiteren wird Deutz den TCD 2.9 auf der Bauma ebenfalls als LPG-Version vorstellen. Der Motor wird bis 55 kW leisten und dabei in Größe und Ausführung seinem selbstzündenden Pendant gleichen. Auch hier sollen die Kunden bei der Integration durch den Einsatz derselben Motorenplattform profitieren. Die neuen Gasvarianten – G 2.2 und G 2.9 genannt – markieren für Deutz zugleich den Einstieg in ein zukunftsträchtiges Geschäft, denn die LPG-Motoren böten mehrere Vorteile. Sie eignen sich zum Beispiel besonders gut für den Geräteeinsatz in geschlossenen Gebäuden, da Flüssiggas deutlich weniger Emissionen als Dieselkraftstoff verursache. Zudem erreichten die Motoren mithilfe eines 3-Wege-Katalysators, also ohne ein aufwendiges Abgasnachbehandlungssystem, die EU Stufe V und bieten somit eine komfortable Alternative, die dem Kunden zusätzliche Flexibilität gibt.

„Mit der Erweiterung unserer Produktpallette um den TCD 2.2 unterstreichen wir nochmals das Deutz Versprechen, die individuell bestmögliche Lösung für den Kunden bereitzustellen. Wir erweitern einerseits die Leistungsbandbreite und setzen mit unseren neuen Gasmotoren zudem auf das wachsende Potenzial alternativer Kraftstoffe“, erklärt Michael Wellenzohn, Mitglied des Vorstandes der Deutz AG für den Bereich Vertrieb / Service & Marketing.

Für die Kölner sind Gasmotoren dabei kein Neuland, sondern auch ein Weg zurück zu den eigenen Wurzeln. So folgte bereits der erste Deutz Motor, die atmosphärische Gaskraftmaschine aus dem Jahr 1867, diesem Konzept. Auch der 1876 von Firmengründer Nicolaus August Otto entwickelte weltweit erste Viertaktmotor – der Ottomotor – wurde mit Gas betrieben. Im Laufe der Unternehmensgeschichte folgten immer wieder gasbetriebene Motoren.

Neben den Neuvorstellungen zeigt Deutz nach eigenen Angaben auf der Bauma 2016 außerdem seine bekannte „Stage V ready“ TCD Produktpalette, bestehend aus den Vierzylinder-Modellen TCD 2.9, 3.6 und 4.1 sowie den Sechszylindern TCD 6.1 und 7.8. Darüber hinaus wird der TCD 3.6 als Powerpack, das Motor, Kühlsystem und Abgasnachbehandlung umfasst, auf der Bauma zu sehen sein. Die Motoren mit mehr als 4 Liter Hubraum verfügen serienmäßig über die bewährte Deutz Abgasnachbehandlung: Dieseloxidationskatalysator (DOC), Dieselpartikelfilter (DPF) und selektive katalytische Reduktion (SCR). Bei den 2,9- und 3,6-Liter-Modellen ist laut Deutz der heute optional verfügbare DPF ab Stufe V dann grundsätzlich erforderlich. Damit erfüllen alle TCD Motoren nach Unternehmensangabe bereits heute die ab 2019 geltende EU Stufe V (basierend auf dem Vorschlag der EU Kommission vom 25. September 2014). Der DPF sei dabei maßgeblich, um die zukünftig vorgeschriebene Rußpartikelanzahl einzuhalten. Die damit ausgestatteten Motoren sind unter dem Siegel „Stage V ready“ im Markt verfügbar. Der Kunde erhalte daher eine abgesicherte und zukunftsfähige Technologie und profitiere von der langjährigen Deutz Erfahrung beim Einsatz von DPF-Systemen. Die Baugröße und Ausführung der „Stage V ready“- Motoren mit DPF blieben beim Wechsel von der aktuell gültigen EU Stufe IV zur Stufe V nahezu identisch, sodass keine kostspieligen Änderungen am Kundengerät erforderlich sein würden.

Ein besonderes Highlight bei den kompakten Motoren unterhalb 4 Liter Hubraum sind die sogenannten High Torque Varianten. So erzeugen der TCD 2.9 und 3.6 High Torque jeweils 390 Nm maximales Drehmoment und bleiben dennoch unter der für die nächste Abgasemissionsstufe V relevanten Leistungsschwelle von 56 kW, weshalb sie ohne aufwendiges SCR-System auskommen. Darüber hinaus erfüllen die beiden Motoren nach Unternehmensangaben die aktuell gültige EU Stufe IV durch die alleinige Verwendung eines offenen Dieseloxidationskatalysators (DOC) zur Abgasnachbehandlung. Die Motoren seien als sogenannte „DOC-only-Lösungen“ bei den Kunden sehr beliebt.

Der TCD 2.9 wird auf der Messe außerdem erstmals als High Power Version mit 77 kW Leistung für mobile Arbeitsmaschinen vorgestellt. Damit kann im Kundengerät gemäß dem Downsizing-Prinzip ein größerer Motor ersetzt werden, wodurch sich Gewichts-, Bauraum und Kostenvorteile ergäben.

„Die Bauma ist für uns die perfekte Bühne, um unsere Entwicklungen einem breiten Fachpublikum zu präsentieren. Ob neue Motoren oder innovative Varianten unserer erfolgreichen Produkte – wir bieten unseren Kunden stets frühzeitig die Lösungen von morgen“, so Michael Wellenzohn, Mitglied des Vorstandes der Deutz AG.

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Rubrik:
Sonstige Landtechnik

Artikel eingestellt am:
28.1.2016, 18:24

Quelle:
DEUTZ AG
www.deutz.com

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