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Claas Prototypen-App „Maschinenfinder” auf iGreen-Roadshow

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Artikel eingestellt am:
18.12.2012, 7:32

Quelle:
CLAAS KGaA mbH
www.claas.com

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Im vergangenen Jahr startete das iGreen-Team der LU Lohnunternehmer Service GmbH, Suthfeld-Riehe, erstmals mit ihrer iGreen-Roadshow für die landwirtschaftliche Praxis. In diesem Jahr wird die Roadshow mit 16 Projektpartnern aus dem Forschungsprojekt iGreen, darunter Claas, fortgesetzt.

Ziel der Roadshow ist es, die innerhalb des iGreen-Forschungsprojektes entwickelten und für viele Anwender wahrscheinlich eher abstrakten iGreen-Technologien im praktischen Einsatz zu zeigen und erlebbar zu machen. Vor allem aber sollen auf diesem Weg ungeschönte, unabhängige Kritik und Verbesserungsvorschläge der Praktiker unmittelbar Eingang in die Optimierung der Lösungen bei den beteiligten Partnern finden. „Durch die aktive Demonstration der in iGreen entwickelten Lösungen und die reale Darstellung des herstellerunabhängigen und übergreifenden Datenaustauschs wecken wir im Dienstleistungsbereich sowie im auftraggebenden Sektor das Interesse für Datenflüsse“, so René Janotte und Jens Beelmann. Sie sind Mitarbeiter des BLU Bundesverband Lohnunternehmen e.V. und für die Organisation sowie fachliche und technische Begleitung der Roadshow verantwortlich.

Seit September letzten Jahres tourt das Roadshow-Team per Tieflader durch Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und demonstriert bei Landwirten und Lohnunternehmern vor Ort praxisreife und prototypische Lösungen hinsichtlich Auftragserstellung, flexibler Dispositionslösungen, automatischer Dokumentation bis hin zur Rechnungsstellung. Ein zweiter thematischer Schwerpunkt der Roadshow sind automatische Lenksysteme. Auf dem besuchten Betrieb werden im realen Einsatz verschiedene Genauigkeitsstufen demonstriert.

Zum aktuellen Vorführteam gehören ein Claas AXION 820 mit TELEMATICS und Prototypen-App „Maschinenfinder“, ein Schlüter 1250 VL Special, ein John Deere 6210R mit iGreen-Terminal sowie Anbaugeräte der Hersteller Amazone, Fliegl, Tebbe und Rauch.

Der AXION 820 von Claas wurde für die iGreen-Roadshow mit einem TELEMATICS Modul und dem „Maschinenfinder“ ausgestattet, die über eine Schnittstelle miteinander verbunden sind. Der „Maschinenfinder“ ist der Prototyp einer Smartphone-Anwendung, die dem Anwender ortsbezogen die in TELEMATICS erfassten Maschinen- bzw. Prozessdaten anzeigt. Diese App wurde im Rahmen des Forschungsprojektes iGreen von Claas entwickelt und erlaubt die Einbindung beliebig vieler Maschinen. Vor allem aber ermöglicht sie die Einbindung von Maschinen unterschiedlicher Hersteller. Wie dies funktionieren kann – und vor allem mit welchen Vorteilen für den Landwirt und/oder Lohnunternehmer – zeigen Claas und John Deere beispielhaft im Rahmen der laufenden iGreen-Roadshow. Für die gemeinsame Bedienung dieser Prototypen-App wurde ein „neutraler“ Austauschserver als gemeinsame Schnittstelle eingerichtet. Über diese Schnittstelle erhält die „Maschinenfinder“-App alle 30 Sekunden die aktuellen Maschinendaten aller eingebundenen Fahrzeuge, in diesem Fall die des Claas und John Deere Traktors.

Der Anwender – Fahrer, Landwirt oder Lohnunternehmer – kann den „Maschinenfinder“ über das Display seines Smartphones auf seine aktuellen Bedürfnisse anpassen beziehungsweise Einstellungsänderungen vornehmen. So kann er einzelne TELEMATICS Daten ein- und ausblenden oder Hinweis- und Alarmfunktionen aktivieren – beispielsweise einen Vibrationsalarm, der ab einem bestimmten Füllstand im Korntank oder Kraftstofftank ausgelöst wird.

Der Vorteil für den Anwender besteht in der mobil verfügbaren Datentransparenz und das unabhängig vom Maschinenhersteller. So können Lohnunternehmer und Landwirt beispielweise zur Maisernte in der Häckselkolonne zusammenarbeiten und unabhängig von der Marke ihrer Maschinen aktuell laufende Prozesse von jedem beliebigen Ort aus verfolgen.

Bisher wurden im Rahmen der iGreen-Roadshow 83 Landwirte und Lohnunternehmer besucht. Die Roadshow läuft noch bis Ende der Projektlaufzeit im April 2013.

Ziel des Forschungsvorhabens iGreen ist es, „das Internet auf den Acker zu bringen“. Es soll eine offene und herstellerübergreifende Infrastruktur entwickelt werden. Diese wird Landwirten dabei helfen, Bordrechner, Handys und Hof-PC zu vernetzen sowie internetbasierte Dienste von Beratung und Handel in Anspruch zu nehmen. Aus den vernetzten Datenquellen lassen sich Entscheidungshilfen ableiten, die der Landwirt direkt am Feld nutzen kann. In dem Forschungsverbundprojekt iGreen arbeiten seit April 2009 23 Partner – Softwarespezialisten, Landtechnikhersteller und Institutionen der landwirtschaftlichen Offizialberatung – zusammen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, die Leitung liegt beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern.



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