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| Samstag, 26. Mai 2012 - unabhängige Online-News aus der Agrartechnik | |||
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Mitte Mai trafen sich deutsche und österreichische Wissenschaftler zum VDI-MEG Kolloquium „Elektrische Antriebe in der Landtechnik“ in Dresden. Als Ergebnis des Workshops liegt inzwischen ein abgestimmtes Positionspapier vor. Nach Auffassung der Wissenschaftler ist zu erwarten, dass Traktoren in Zukunft nicht nur mechanische Energie über die Zapfwelle und hydraulische Energie über die Steuergeräte, sondern auch elektrische Energie über eine Steckdose zur Verfügung stellen.
„Elektrische Antriebe werden zukünftig in mobilen Arbeitsmaschinen eine große Rolle spielen“ ist sich Professor Dr.-Ing. habil. Thomas Herlitzius, Professur für Agrarsystemtechnik, TU Dresden, sicher. „Wichtige Forschungs- und Entwicklungsziele neuer Antriebslösungen sind Energieeffizienzsteigerung, Kostenreduktion und Funktionalitätserweiterung. Elektrische Antriebe sind eine Alternative zur Hydraulik, da sie eine bessere Steuer- und Regelbarkeit und eine effiziente Bauraumausnutzung gewährleisten sowie über höhere Wirkungsgrade verfügen“, so Herlitzius.
Die Einführung von elektrischen und elektromechanischen Komponenten sowie eines Hochvolt-Bordnetzes in mobilen Arbeitsmaschinen ist an eine Vielzahl von Voraussetzungen und konzeptionellen Änderungen geknüpft. Insbesondere die Spezifikation der Schnittstellen, Sicherheits- und Personenschutzkonzepte und die Entwicklung einer Umsetzungsstrategie sehen die Teilnehmer des VDI-MEG Kolloquiums als vordringlichste Aufgaben an. Ende des Jahres sollen die Gespräche gemeinsam mit Vertretern der Landmaschinenindustrie fortgesetzt werden.
Tipp: Lesen Sie zu diesem Artikel auch folgende Berichte mit weiteren Informationen zu diesem Thema hier auf landtechnikmagazin.de: „Agritechnica-Gold für neue E-Premium-Traktoren von John Deere“ und „RAUCH AXIS EDR: Erste vollelektrische 3-Pkt-Landmaschine in 400 Volt-Technologie“.