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Bodenstruktur erhalten mit der neuen Great Plains Sämaschine Saxon

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Artikel eingestellt am:
25.1.2016, 7:23

Quelle:
ltm-KE, Bilder 2-9: Great Plains UK Ltd.
www.greatplainsmfg.co.uk

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Great Plains präsentierte auf der Agritechnica 2015 die neuen Sämaschinen Saxon 300 und Saxon 400 mit 3 m respektive 4 m Arbeitsbreite, die in diesem Jahr in begrenzter Stückzahl auf den Markt kommen sollen. Die neue Sämaschine Saxon entspricht vom Grundaufbau der bekannten Great Plains Sämaschine Centurion, unterscheidet sich von dieser jedoch in der Art der Bodenbearbeitung, die bei der Saxon auf maximalen Erhalt der Bodenstruktur ausgerichtet ist.

Während die Centurion den Boden mit einer Kurzscheibeneggen-Sektion über die ganze Arbeitsbreite bearbeitet, kommen in der neuen Saxon in zwei Reihen angeordnete Great Plains Turbo-Scheibenschare zum Einsatz, die den Boden lediglich in 30 bis 50 mm breiten Streifen vor den Säscharen bearbeiten. Der Boden zwischen den Reihen bleibt laut Great Plains hingegen nahezu unbearbeitet, so dass die Bodenstruktur maximal geschont wird. Das spezielle Wellenprofil der Turbo-Scheibenschare, das senkrecht in den Boden ein- und waagrecht aus dem Boden austritt, soll diesen das Eindringen in den Boden erleichtern und zudem ein optimales Schneiden und Zerkleinern von Pflanzenrückständen sowie deren Einmischung in den Boden ermöglichen. Die neue Sämaschine Saxon eignet sich deshalb laut Grat Plains insbesondere für den Einsatz nach reduzierter Bodenbearbeitung mit großen Mengen an Pflanzenrückständen und darüber hinaus je nach Bodenverhältnissen auch für die Direktsaat in abgestorbene oder gemulchte Zwischenfruchtbestände.
Um die Saxon noch vielseitiger einsetzen zu können, ist es zudem laut Great Plains problemlos möglich, die Turbo-Scheibenschare gegen die Kurzscheibenegge der Centurion auszutauschen. So besteht jederzeit die Möglichkeit, wahlweise mit vollflächiger oder streifenförmiger Bodenbearbeitung zu sähen, ohne hierfür zwei komplette Sämaschinen anschaffen zu müssen – lediglich die Centurion-Kurzscheibenegge muss zusätzlich zur Saxon erworben werden.

Hinter der Scheiben-Sektion und vor den Säelementen folgt bei der Saxon ein Reifenpacker zur gleichmäßigen Rückverfestigung des Bodens; eine zusätzliche hydraulische Nivellier-Schiene vor dem Packer wird als Option angeboten. Die Säelemente mit Doppelscheiben-Säscharen der bewährten Great Plains Baureihe 00 entsprechen bei der neuen Saxon denen der Centurion. Der Schardruck kann hydraulisch von 40 bis 160 kg verstellt werden, wobei die neue Geometrie des Säelement-Trägers diesen stehts parallel zum Boden hält, um eine gleichmäßige Druckverteilung auf Säschare und Andruckrolle und so eine exakte Einhaltung der Sätiefe zu ermöglichen. Statt der serienmäßigen einfachen Andruckrolle können optional Doppel-V-Andruckrollen montiert werde, die Great Plains für ein sicheres Verschließen der Saatrille vor allem bei der Aussaat auf nassen Böden ohne vorhergehender Bodenbearbeitung empfiehlt. Eine Lasche in Verlängerung des Fallrohres zwischen den Doppelscheiben-Säscharen leitet das Saatgut nach unten in die Saatrille und soll so ein Wegspringen der Körner zuverlässig verhindern. Bei der 3 m breiten Saxon 300 können 18 oder 24 Säelemente, bei der 4-m-Version Saxon 400 24 oder 32 Säelemente für jeweils 167 respektive 125 mm Reihenabstand montiert werden.

Der Saatgutbehälter hat laut Great Plains bei beiden Saxon-Modellen 3.000 l Fassungsvermögen, für die Saxon 400 wird darüber hinaus als Wunschausstattung ein 4.000 l fassender Saatguttank angeboten. Ebenfalls wahlweise und für beide Modelle wird eine Lagerung des Saatgutbehälters auf drei Wiegezellen angeboten, die im Zusammenspiel mit einem Hydrauliksystem eine gleichmäßige Verteilung des Tankgewichtes auch bei sich änderndem Füllstand über die ganze Maschinenbreite ermöglichen.
Der elektrisch angetriebene Dosierer verfügt über ein neues Gehäusedesign, das eine bessere Zugänglichkeit für ein einfaches Austauschen der ebenfalls neuen modularen Zellräder ermöglichen soll. Ebenfalls einfach gestaltet sich das Abdrehen der neuen Saxon. Hierfür wird am Bedienterminal in der Traktorkabine der Kalibriermodus aktiviert und das abgemessene Saatgut anschließend bequem am Heck der Maschine an einem separaten Schlauch aufgefangen. Ein Klettern in die Maschine zum Platzieren eines Auffangbehälters unter dem Dosierer entfällt somit. Der Saatgut-Verteilerkopf ist im Spritzgussverfahren hergestellt, für variable Mengen (ISOBUS-Funktion „Variable Rate“) vorbereitet und kann wahlweise mit einer Fahrgassenschaltung sowie einer Blockadeüberwachung der einzelnen Saatreihen, die auch ein individuelles Abschalten einzelner Reihen ermöglicht, ausgestattet werden.

Die Steuerung der neuen Great Plains Saxon Sämaschinen erfolgt über ein ISOBUS-fähiges System von Müller Elektronik, wobei verschiedene Anzeige- und Bedienterminals zur Wahl stehen. Neben den bereits genannten Wunschausstattungen, bietet Great Plains für die Saxon als weitere Optionen neue hydraulisch gefederte Spurlockerer, Andruckrollen-Abstreifer und Saatstriegel, hydraulische Spuranreißer, Vorauflaufmarkierung sowie Hydraulik- oder Druckluftbremsen an.

Den Leistungsbedarf für die Saxon 300 beziffert Great Plains mit 120 bis 260 PS, für die Saxon 400 mit 150 bis 260 PS. Als Gewicht der Maschine werden 4.700 kg bei der Saxon 300 und 6.500 kg bei der Saxon 400 genannt. Für den Straßentransport werden die neuen Saxon Sämaschinen auf 3 m Breite geklappt. Beim Transport läuft die Saxon beiderseits auf jeweils zwei Packer-Rädern der Dimension 420/55 17. Ein kompletter Straßenbeleuchtungs-Satz ist bei der Saxon serienmäßig montiert.

Autor: Klaus Esterer

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