Anzeige:
 
Anzeige:

Fendt 514 Vario S4 im DLG-PowerMix-Test

Info_Box

Artikel eingestellt am:
17.5.2017, 18:29

Quelle:
DLG e.V.
www.dlg.org

1 Bild zum Artikel:
Bildklick blendet Galerie ein.
Anzeige:
Anzeige:

Die Traktorenmodelle der Fendt-Serie 500 rangieren mit 124 bis 163 PS in einem Leistungsbereich, der sich bestens für den täglich genutzten Allroundtraktor (gerade Frontladerarbeiten und Transportfahrten) eignet. Laufzeiten von 900 bis 1.000 Betriebsstunden im Jahr sind laut DLG hier realistische Werte aus der Praxis. Das DLG-Testzentrum hat beim zweitgrößten Modell der 500er Reihe von Fendt, dem 514er, im DLG-PowerMix-Test genau hingesehen.

Ein wichtiger Messwert, der sich gerade bei Frontladerarbeiten ganz praktisch bemerkbar macht, ist der kleinstmögliche Spurkreisradius als Maß für die Wendigkeit. Mit einer bei allen vier Typen gleichen Gesamtlänge von 4,45 m bei einem Radstand von 2,56 m konnte bei den beiden größeren Modellen 514 Vario und 516 Vario ein Spurkreisradius von 5,52 m realisiert wereden, die beiden kleineren Modelle 512 und 513 sind mit 5,19 m sogar noch wendiger. Des Weiteren ist für Frontladerarbeiten eine gute Übersichtlichkeit vonnöten. So konnten die Konstrukteure beim Fendt 514 Vario S4 trotz der groß dimensionierten Kühlung und der vielfältigen Nebenaggregate zur Abgasreinigung eine schmale Motorhaube mit entsprechender Übersicht nach vorne ermöglichen.
Motorseitig brachte die Modelländerung 2016, deren Begründung hauptsächlich im Erreichen der Abgasstufe IV zu suchen ist, einen Wechsel mit sich. So sind die neuen Modelle mit Common-Rail-Vierzylinder-Motoren mit SCR-Abgasnachbehandlung, Dieselpartikelfilter und externer, gekühlter Abgasrückführung der Deutz AG ausgerüstet. Der Test-514 bietet laut Fendt eine Nennleistung nach ECE R24 von 99/135 kW/PS. Das Fendt-typisch stufenlose Variogetriebe am Testtraktor war auf eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h ausgelegt.

Für die DLG-PowerMix-Prüfung wurde der Fendt 514 Vario S4 mit einer Ballastierung am Rahmen von 750 kg vorne und 950 kg hinten ausgestattet, was Achslasten von 3.400 kg an der Vorder- und 5.140 kg an der Hinterachse bzw. einer Achslastverteilung von 40:60 entsprach. Der Reifendruck der Michelin MultiBib-Reifen in den Dimensionen 540/65 R28 vorne und 650/65 R38 hinten, mit denen die Testmaschine ausgerüstet war, betrug bei der Feldarbeit jeweils 1,2 bar und im Transporttest jeweils 1,6 bar. Zunächst wurden Leistung, Verbrauchs- und Emissionswerte des Traktors am Zapfwellen-Leistungsprüfstand gemessen. Auf Basis dieser Eingangsprüfung werden einerseits die Arbeitszyklen des DLG-PowerMix skaliert, die dem Motor zwischen 40 % und 100 % der möglichen Leistung abverlangen. Andererseits stellt das DLG-Testzentrum so auch sicher, dass sich die Testmaschinen innerhalb der Serienstreuung befinden, denn ein softwareseitig auf geringen Verbrauch „optimierter“ Traktor würde durch geringere Leistung oder höhere Emissionswerte auffallen. Der Fendt 514 Vario S4 konnte laut DLG bei Nenndrehzahl und einer Einspritzmenge von rund 29 l/h (24,3 kg/h) an der Zapfwelle eine Nennleistung von rund 93,9 kW (128 PS) zur Verfügung stellen. Daraus resultiert ein spezifischer Verbrauch von 259 g/kWh. Bei 1.700 U/min reichten rund 28 l/h (23,5 kg/h) um daraus ca. 101,3/138 kW/PS Maximalleistung zu erzeugen. Somit genügte hier ein spezifischer Verbrauch von nur 232 g/kWh. Der Drehmomentanstieg betrug 46 % bei einem Drehzahlabfall von 33 %, das maximale Drehmoment von 624,31 Nm lag bei 1.400 min-1 an. Hier betrug die Leistung an der Zapfwelle 91,5 kW bei einem spezifischen Verbrauch von 223 g/kWh.

In den Feldzyklen des DLG-PowerMix verbrauchte der Fendt 514 Vario S4 insgesamt 282 g/kWh Diesel sowie 12 g/kWh AdBlue, was einem Verhältnis von AdBlue zu Kraftstoff von 3,2 Vol-% entspricht. Beim Transport mit 40 km/h wurden 646 g/kWh Diesel sowie 27 g/kWh AdBlue verbraucht, bei 50 km/h stiegt der spezifische Dieselverbrauch auf 652 g/kWh an, während sich der Traktor mit 26 g/kWh geringfügig weniger AdBlue genehmigte (Verhältnis: 3,1 Vol-%).

Im Vergleich zum 2014 geprüften Fendt 516 Vario aus der Vorgängerserie, der an der Zapfwelle bei Nenndrehzahl 253 g/kWh und bei 1.700 U/min 225 g/kWh erreichte, liegt der aktuelle Fendt 514 Vario S4 in Sachen Verbrauch trotz Wechsels des Motorenherstellers auf nahezu identischem Niveau. Das ältere und etwas leistungsstärkere Modell begnügte sich dagegen mit 276 g/kWh in den Feldzyklen des DLG-PowerMix, was etwa 2 % weniger bedeutet. Allerdings erfüllte der Deutz-Motor damals auch nur die Abgasstufe IIIB (Tier 4i). Aktuell geprüfte Traktoren anderer Hersteller im selben Leistungsbereich lagen in Sachen spezifischer Verbrauch in einem ähnlichen Bereich wie der Fendt, waren aber alle nicht mit einem Stufenlosgetriebe ausgestattet. Das DLG-PowerMix-Datenblatt mit den detaillierten Ergebnissen ist kostenfrei unter www.dlg.org/fendt.html abrufbar, ein Vergleich von Traktoren ist in der DLG-PowerMix-App unter www.dlg.org/suchepowermix.html möglich.

Veröffentlicht von:



Mehr über Fendt auf landtechnikmagazin.de:

Fendt Neuheiten 2024: Traktoren-Zubehör und Grünlandtechnik [16.6.24]

Fendt führt 2024 neues, nachrüstbares Zubehör für seine Traktoren ein. Neu im Bereich der Fendt Grünfutter-Erntetechnik sind in 2024 die Zweikreisel-Mittelschwader Former C und optionale Ausstattungen für die variablen Press-Wickelkombination Rotana Combi. Wem die [...]

Fendt präsentiert neue 600 Vario Traktoren und weitere Agritechnica 2023 Neuheiten [22.10.23]

Fendt zeigt auf der Agritechnica 2023 als Neuheiten die neue Vierzylinder-Traktoren-Baureihe 600 Vario, den neuen batterie-elektrischen Schmalspurtraktor e107 V Vario, einige neue optionale Ausstattungen für diverse Traktoren-Baureihen, ein vollelektrisches Gespann aus [...]

Fendt präsentiert Wasserstofftraktor-Prototyp [28.2.23]

Anlässlich eines Wasserstoffgipfels, zu dem das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gestern nach Straubing einlud, stellte Fendt den ersten Prototypen eines Wasserstofftraktors aus. Auf dem Wasserstoffgipfel in Straubing wurden [...]
Weitere interessante Landtechnik-Berichte:

Neue Pöttinger Mähkombination NOVACAT S10 [20.4.15]

Pöttinger stellt mit der neuen NOVACAT S10 eine Mähkombination vor, die sich bei einer Arbeitsbreite von bis zu 9,52 m mit einer Schlepper-Leistung von 130 PS begnügen und dabei Flächenleistungen von mehr als 11 Hektar pro Stunde ermöglichen soll. Herzstück der [...]

Lindner kündigt Lintrac 95 LS und Lintrac 115 LS mit Schaltgetriebe an [10.3.20]

Lindner wird die Lintrac-Serie um Modelle mit Lastschaltgetriebe erweitern. Die ersten Lintrac mit Schaltgetriebe sind der Lintrac 95 LS und der Lintrac 115 LS, die die Geotrac-Modelle 94 ep und 104 ep ersetzen. Premiere feiern die neuen Traktoren auf der Werksausstellung [...]

Lely Tigo Rotorladewagen XR mit neuer Knickdeichsel-Lageregelung und neuer Pickup [7.10.16]

Lely präsentierte auf dem ZLF 2016 in München für die größte Ladewagen-Baureihe Tigo XR eine neue Knickdeichsel-Lageregelung und eine neue Pickup. Nach Unternehmensangaben sind beide Neuerungen seit Einführung der neuen Preisliste zum 1. Oktober 2016 verfügbar. [...]

Arbos kündigt Traktoren Serie 7000 mit Modellen 7220, 7240 und 7260 an [17.10.19]

Arbos wird auf der Agritechnica 2019 die neue Serie 7000 mit den Modellen 7220, 7240 und 7260 vorstellen. Aktuell sind nur Daten des Flaggschiffs 7260 bekannt. Die Serie 7000 und damit auch der Arbos 7260 wird von einem FTP 6-Zylindermotor der Stufe V mit 6,7 l Hubraum [...]

Case IH stellt neue Traktoren-Serie Optum CVX vor [24.9.15]

Optum CVX heißt die neue Case IH Traktoren-Serie, deren zwei Modelle Optum 270 CVX und Optum 300 CVX den neuen New Holland Traktoren T7.290 und T7.315 entsprechen. Wie seit vielen Jahren bei einigen Case IH Baureihen üblich, unterscheiden sich auch die neuen Optum [...]

John Deere erweitert 6R-Serie mit 6230R und 6250R nach oben [2.12.16]

Die von John Deere in Mannheim vorgestellten neuen Modelle 6230R und 6250R erweitern die 6R Traktoren-Baureihe im Leistungsbereich von 230 und 250 PS auf insgesamt fünf Modelle in der großen Leistungsklasse (6175R, 6195R, 6215R und neu 6230R, 6250R). Obwohl die neuen [...]