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Gülletransport im Sack: Huesker zeigt Flexcover Combi und Flexcover Combi Plus

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Artikel eingestellt am:
26.11.2017, 7:26

Quelle:
ltm-KE, Bilder: Huesker Synthetic GmbH
www.huesker.de

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Dem Thema effizienter Gülletransport widmete sich Huesker auf der Agritechnica 2017 mit dem neuen Flexcover Combi und der Studie Flexcover Combi Plus. Beide Systeme setzen auf den Transport der Gülle in einem Sack aus hochfestem, PVC beschichtetem Gewebe unter Verwendung eines (Mulden-)Kippers. Während Flexcover Combi den Kipper jedoch in einen Gülle- respektive Flüssigkeits-Transporter verwandelt, bleibt beim Flexcover Combi Plus die Möglichkeit des Schüttgut-Transportes bestehen.

Mit dem 2017 vorgestellten Flexcover Combi richtet sich Huesker insbesondere an Lohnunternehmer, die ihre meist nur saisonal genutzten Muldenkipper zusätzlich auslasten möchten. Die Umwandlung der Kipper in Gülle-Transportfässer – die ebenfalls eher saisonal jedoch zu anderen Zeiten genutzt werden – bietet sich hierfür an. Um dies zu ermöglichen, hat Huesker das Flexcover Combi System entwickelt. Flexcover Combi besteht aus einem Modul in Form eines verzinkten Stahlrahmens, der neben einer Verdrängerpumpe, einem RotaCut, den notwendigen Schlauch- und Rohrleitungen nebst Ansaugstutzen als Kernelement einen aufrollbaren Güllesack aufnimmt. Dieses Modul wird statt der serienmäßigen Heckklappe des Muldenkippers in deren vorhandenen Befestigungspunkten montiert und abschließend der Güllesack abgerollt und im vorderen Bereich der Mulde fixiert, um in gegen Verrutschen zu sichern. Der Antrieb von Pumpe und RotaCut erfolgt hydraulisch, so dass der Kipper hierfür mit entsprechenden Hydraulikanschlüssen ausgerüstet werden muss. Der komplette Umbau inklusive Demontage der Heckklappe und Montage des Flexcover Combi Moduls (beziehungsweise umgekehrt) kann laut Huesker von zwei Personen unter zu Hilfenahme beispielsweise eines Front- oder Teleskopladers, etc. mit Palettengabel innerhalb von einer Stunde erfolgen. Nach der Umrüstung kann der Muldenkipper wie ein gewöhnliches Gülle-Zubringerfass eingesetzt werden. Ein Drucksensor, Überdruckventile und eine Überlaufanzeige sichern das System ab. Der Lagesack verfügt laut Huesker über eine gute Chemikalenbeständigkeit unter anderem gegen Gülle, Säure und Ammoniumnitrat. Das Gewicht des Flexcover Combi gibt Huesker mit etwa 700 kg an, die selbstverständlich bei der maximalen Zuladung berücksichtigt werden müssen, um das zulässige Gesamtgewicht des Muldenkippers nicht zu überschreiten. Wird das Flexcover Combi nicht benötigt, weil der Kipper seinem eigentlichen Zweck entsprechend eingesetzt werden soll, kann das komplette Modul platzsparend auf einem soliden Lagergestell abgestellt werden.

Während beim Flexcover Combi der Einsatz des Muldenkippers entweder als Kipper oder als Zubringer- beziehungsweise Transportfass möglich ist, verfolgt Huesker mit der auf der Agritechnica vorgestellten Studie Flexcover Combi Plus den Ansatz, Leerfahrten zu vermeiden. Flexcover Combi Plus ist im Prinzip identisch aufgebaut wie das Flexcover Combi System. Basis ist hier jedoch eine Aluminium-Lkw-Sattelmulde mit einem Ladevolumen für feste Schüttgüter von etwa 50 m³. Zudem ist die komplette Flexcover Combi Technik in einer sogenannten Volumenklappe eingebaut, die statt der Standardheckklappe an der Mulde beweglich montiert wird. Die Volumenklappe kann so bei aufgerolltem Güllesack um bis zu 90° geöffnet werden, so dass die Kippfunktion der Mulde für den Transport von Schüttgütern voll erhalten bleibt. Flexcover Combi Plus erlaubt so den wechselweisen Transport von Flüssigkeiten und Schüttgütern. Lediglich der Güllesack muss für die jeweilige Verwendung aus- oder aufgerollt werden. Die Volumenklappe mit der kompletten Flexcover Combi Plus Technik (Pumptechnik und Lagersack) erweitert laut Huesker die Länge der Mulde um lediglich 50 cm und hat ein Eigengewicht von etwa 1.000 kg, das die Nutzlast der Mulde entsprechend reduziert. Soll die volle Zuladung der Lkw-Kippmulde zur Verfügung stehen, etwa für saisonale Arbeiten wie den Zuckerrüben-Transport, kann die Volumenklappe problemlos gegen die Standardheckklappe getauscht werden.

Autor: Klaus Esterer

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