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Neuer Zunhammer Zuni-Swan Schwanenhals-Gülle-Auflieger für Claas Xerion – die Alternative zum Selbstfahrer

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Artikel eingestellt am:
03.1.2018, 7:28

Quelle:
ltm-KE, Bilder: Zunhammer GmbH
www.zunhammer.de

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Zunhammer präsentierte auf der Agritechnica 2017 mit dem neuen Zuni-Swan erstmals einen einachsigen Schwanenhals-Gülle-Auflieger für den Claas Xerion (VC). Die neue flexible Lösung für eine leistungsfähige Gülleausbringung ist mit 16.500 oder 18.500 l Tankvolumen erhältlich.

Selbstfahrer sind, wenn es um Ausbringleistung und Wendigkeit auf dem Feld geht, Gespannen aus Güllefass und Traktor zweifellos überlegen. Ihr größter Nachteil ist jedoch, dass sie entweder nur für diese eine Aufgabe eingesetzt oder nur mit nicht zu unterschätzendem Aufwand für andere Arbeiten umgerüstet werden können. Bei zweiachsigen Gülle-Selbstfahrern ist zudem das Tankvolumen entweder aus Platzgründen oder weil Achslasten und Bodendruck nicht beliebig erhöht werden können oder sollen, begrenzt. Die Lösung sind hier dreiachsige Selbstfahrer, bei denen dann aber wieder Abstriche bei der Wendigkeit gemacht werden müssen.

Schwanenhals-Güllefässer wie das neue Zunhammer Zuni-Swan verbinden gewissermaßen die Vorteile beider Verfahren. Da ist zunächst natürlich die hohe Flexibilität zu nennen, denn wie ein gewöhnliches Güllefass, kann auch der Zuni-Swan problemlos und in kurzer Zeit vom Claas Xerion abgekoppelt werden. Und nachdem Zunhammer seinen Schwanenhals-Auflieger nicht mit dem Xerion SaddleTrac, sondern mit dem Xerion beziehungsweise Xerion VC kombiniert, steht der Schlepper ohne Gülletechnik uneingeschränkt für andere Arbeiten zu Verfügung. In punkto Wendigkeit kann sich das Zuni-Swan-Xerion-Gespann wiederum durchaus mit Gülle-Selbstfahrern messen, da durch den – im Vergleich zu gezogenen Gülletankwagen – weiter vorne liegenden Drehpunkt zwischen Fass und Zugschlepper große Einschlagwinkel von bis zu 90° und damit kleine Wenderadien möglich sind. Da Zunhammer bei seinem Gülle-Auflieger auf eine einachsige Bauweise setzt, sind dabei auch keine Spurschäden zu befürchten – wichtig bei der Gülledüngung auf Grünland oder im stehenden Bestand. Ein Nachteil der Einzelachse darf allerdings nicht verschwiegen werden: Der ZuniSwan ist ein reines Ausbringfahrzeug, denn legal ist man auf öffentlichen Straßen mit dem Zunhammer Schwanenhals-Gülle-Auflieger nur leer unterwegs – auch wenn Zunhammer im Prospekt ein Leergewicht von lediglich 6,5 t (ohne Verteiler und Saugarm), beziehungsweise 7 t (ohne Verteiler mit Saugarm) angibt.
Auch wenn der neue Zunhammer Zuni-Swan „nur“ über eine Achse verfügt, verteilt sich das Gewicht natürlich auf eine größere Aufstandsfläche als beim zweiachsigen Selbstfahrer, zumal Zunhammer die Bereifung in der Dimension 900/60 R 38 (wahlweise 800/70 R 38, 710/70 R 38) großzügig ausgelegt hat; die Fahrzeugbreite beträgt mit 900er-Bereifung laut Hersteller übrigens 3,0 m. Selbstverständlich kann der Claas Xerion auch mit dem angekoppelten Zuni-Swan für mehr Bodenschonung im Hundegang gefahren werden. Da die Sattelkugel beim Xerion etwas vor der Hinterachse liegt, läuft die Achse des Zuni-Swan dabei leicht seitlich versetzt in der Spur der Xerion-Hinterachse.

Wie bei Zunhammer üblich, besteht auch beim neuen Zuni-Swan der Tank aus leichtem GfK (Glasfaserverstärkter Kunststoff). Neu ist die Unterteilung des Tankes in zwei Kammern. Bei der Ausbringung wird zunächst die hintere und, erst wenn diese geleert ist, automatisch die vordere Kammer geleert, so dass über den Schwanenhals immer ausreichend Stützlast auf den Xerion übertragen wird. Ebenfalls von anderen Zunhammer Gülletankwagen bekannt ist die bewährte Eco-Bauweise, bei der die Gülle direkt durch den Rahmen geleitet wird, so dass zusätzliche, das Gewicht erhöhende Rohrleitungen überflüssig sind. Beim Zuni-Swan gelangt die Gülle durch den zentralen Schwanenhals zu den beiden, über ein Winkel-Verteilergetriebe gemeinsam hydraulisch angetriebenen, etwa in Fahrzeuglängsmitte quer angeordneten Vogelsang Drehkolbenpumpen und von dort über die seitlichen Rahmenprofile zum Verteiler respektive in den Tank. Zum Befüllen beziehungsweise Übersaugen von Gülle aus Zubringern ist ein um 170° schwenkbarer Front-Saugarm (NW 250) vorgesehen, der im Frontkraftheber des Claas Xerion angebaut wird. An der Saugkugel verfügt der Saugarm über einen Turbofüller, der die Gülle über einen Schlauch (NW 200) rechts an der Fahrerkabine vorbei zum Schwanenhals und schließlich zu den Pumpen drückt. Alternativ bietet Zunhammer auch einen seitlichen Saugarm direkt am Fass an. Die Drehkolbenpumpen werden stufenlos über die Leistungshydraulik des Claas Xerion angetrieben und bieten nach Herstellerangaben eine Förderleistung von 2 x 4.000 l/min, insgesamt also 8.000 l/min – für Ausbringleistung ist demnach gesorgt. Wem das nicht reicht, der kann wahlweise Pumpen mit jeweils 6.000 l/min Förderleistung bestellen. Ebenfalls als Option bietet Zunhammer für den Zuni-Swan Schwanenhals-Gülle-Auflieger eine Piadin-Anlage mit automatischer Dosierung des Nitrifikationshemmers an.
Gülle-Verteiler wie Schleppschlauch- und Schleppschuhgestänge, Gülle-Grubber und -Scheibeneggen, etc. nimmt der Zuni-Swan in seiner Heck-Dreipunkthydraulik auf. Die Fahrzeuglänge erlaubt dabei auch die Verwendung breiter Gestänge, die für den Transport problemlos seitlich an den Tank geklappt werden können.

Alle wichtigen Bedienfunktionen des Zuni-Swan werden über den Xerion-Fahrhebel gesteuert. Per ISOBUS-Terminal ist in Kombination mit den stufenlos angetriebenen Pumpen eine bequeme, vollautomatische Steuerung der Ausbringmenge möglich. Der Zuni-Swan ist zudem für den Zunhammer online-Nährstoffsensor VAN-Control 2.0 vorbereitet, mit dem dann eine Anpassung der Ausbringmenge in Abhängigkeit des Gülle-Nährstoffgehaltes möglich ist. Wird das System mit einem Claas/Fritzmeier Isaria Pflanzen-Nährstoffsensor ergänzt, ist darüber hinaus eine teilflächenspezifische Gülle-Stickstoffdüngung in Abhängigkeit des tatsächlichen Stickstoffbedarfes der Pflanzen unter Berücksichtigung des realen Stickstoffgehaltes der Gülle möglich.

Autor: Klaus Esterer

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